Radtour zum Rittergut

Am Wochenende haben wir uns seit langem mal wieder Zeit für eine Unternehmung nur zu zweit genommen. Eine Radtour sollte es werden und eine kurze Internetsuchen (ich) und Kollegenbefragung (der Beste) brachte ziemlich simultan das gleiche Resultat. Wir schwangen uns Samstagmorgen also auf die Räder und fuhren zum Rittergut Besenhausen.
Weil ich grundsätzlich die kürzere Strecke als Heimweg bevorzuge fuhren wir die vorgeschlagene Runde eben „rückwärts“. Es ging durch viele kleine hübsche Dörfer, zum Teil über richtig schöne Radwege, abschnittsweise aber auch direkt auf der Landstraße oder an der Bundesstraße.
Inklusive eines kurzen Stopps am ehemaligen Kloster in Reinhausen (wo es wirklich nicht so viel zu sehen gibt wie man denkt) waren wir nach etwa 2h dann am Ziel. Das alte Rittergut Besenhausen beherbergt heute eine Handweberei mit kleinem Café, ein Teil des Geländes ist privat, ein Teil frei zugänglich. Manches ist hübsch restauriert, manchem sieht man das Alter an, vieles ist sehr verwunschen. Auf dem Hof läuft eine Schar Gänse und ein paar Enten schwimmen im Teich.

Wir aßen leckeren Kuchen und erholten uns von der Radfahrt, dann stöberte ich noch durch die angebotenen Webereiwaren, die natürlich die für Handarbeit angemessenen Preise haben. Wir liefen sogar hinauf in die Webstube, wurden aber belehrt, dass heute eigentlich geschlossen sei und durften doch die großen Webstühle bewundern.


Wir spazierten noch eine Runde um das Gut, aßen unsere mitgebrachten Brote und schwangen uns wieder aufs Rad. Nach gut einer Stunde waren wir dann wieder daheim und doch ein wenig geplättet. Insgesamt haben wir die Tour aber besser verkraftet als gedacht und kamen ohne Muskelkater davon:)

Gartenfreude

Der Garten und die viele Arbeit trägt Früchte. Sehr viele Früchte. Ich lebe seit einigen Wochen nur noch aus dem Garten. Ein tolles Gefühl. Aber auch ein wenig anstrengend. Eine Bilanz:
Zucchini: in rauen Mengen. Eigentlich mag ich keine Zucchini. Entsprechend freigiebig habe ich schon meine Arbeitskollegen beschenkt. Und zwei akzeptable Zubereitungsmethoden gefunden: im Backteig gebraten oder als Gemüsepuffer mit Kartoffel und Karotte. Apropos…

Karotten: Der Beste hat im Frühjahr drei Reihen Karotten gesät. Lange passierte nix, beziehungsweise es wuchs nur Unkraut. Dann war der Beste beruflich unterwegs und die Karotten da. „Müssen wir bei Gelegenheit mal verziehen“ stellten wir fest. Dann passte es nie und dann waren die Karotten auch schon wieder zu groß. Und sie wuchsen weiter. Aber es regnete nicht und unser lehmhaltiger Boden wurde zu betonähnlicher Masse, Ernten nahezu unmöglich. Und jetzt haben wir dicke, verwachsene Monsterkarotten in allen erdenklichen Formen. Da sie inzwischen zu echten Rüben herangewachsen sind, müssen wir jetzt wirklich mal alles ernten und auf Vorrat Suppe kochen. Und meine Familie sagte im Frühjahr noch: „Karotten? Das wird nix, der Boden hier ist zu schwer.“

Aubergine: Ja, endlich! Wir hatten es ja schon abgeschrieben, denn die Auberginenpflanzen wuchsen und gediehen, fingen sogar an zu blühen, aber wir konnten uns nicht vorstellen, dass das noch was werden sollte. Solange wie die gebraucht hatten um in die Gänge zu kommen… Inzwischen haben wir gelernt: Auberginen gehen fix, wenn sie einmal am Start sind. Und die Früchte sind von Anfang an lila. Drei lange, schlanke Exemplare haben wir jetzt geerntet. Ich freue mich riesig.
Grüne Bohnen: sind eines der wenigen Gemüse, die die ganze Familie mag. Wir haben extra die zwei Reihen Bohnen zeitlich versetzt gelegt, um nicht Unmengen auf einmal ernten und verarbeiten zu müssen. Hat auch fast geklappt, hätten wir die Ernte der ersten Reihe nicht grandios verpennt und auf einmal trotzdem viel zu viel Bohnen gehabt. Nach zwei Wochen Bohnenwetter (warm!) hat es sich ja zum Glück abgekühlt und wir erwarten nur noch ein-zwei Portionen. Zubereitungstipp: mit Tomatensoße zu Reis oder mit Sahnesoße zu Nudeln.
Kohl in allen Varianten: hatte ja mein Vater angepflanzt. Etliche Köpfe Weiß- und Spitzkohl lagern jetzt im Keller und warten auf Verarbeitung. Die wenigen gelungenen Brokkoli und Blumenkohlköpfe haben wir direkt verspeist, trotz Schneckenfraßstellen und Raupenbefall.
Tomaten: Wir haben diese Wochenende immerhin drei ganze Tomaten geerntet: eine Fleischtomate und zwei Tigertomaten. Der Rest hängt seit letztem Monat grün am Strauch und wird und wird nicht rot. Kein Tomatenjahr. Schade.
Zwiebeln und Knoblauch: hat der Beste heute geerntet. Jetzt liegen sie auf dem Balkon und dürfen noch ein wenig trocknen bevor wir sie einlagern.
Bald startet dann die Ernte von Kartoffeln, Äpfeln und Zwetschgen. Und dann gibt es ja noch ein paar mehr Kürbisse. Ich werd satt.

Waldbegang


Heute war Waldbegang der Realgemeinde. Klingt nach einer Rentnerveranstaltung, ist es auch, aber für ein Mettwurstbrot mal zweieinhalb Stunden durch unsere schönen Buchenwälder zu laufen ist nicht das Schlimmste, was man an einem Augustsonntag unternehmen kann. Und dafür, dass der Altersschnitt etwa das doppelte meines Alters betrug sind wir echt schöne Schleichpfade mit ordentlich Steigung gelaufen und sogar richtig ins Unterholz. Die Erzählungen von Weihnachtsbäumen, Waldnutzung und Lokalhistorie sorgen dann sogar noch für Bildungseffekt. Und am Endpunkt konnte man neben Mettwurstbroten auch noch wirklich schöne Fotomotive finden.

Darf ich vorstellen: Bär.

Heute morgen roch die Luft mal wieder nach Herbst. Ja, ganz richtig gelesen. Davon, dass wir noch Anfang August haben merkt man zur Zeit morgens nicht so viel. Gestern hätte ich auf dem Weg zur Arbeit gerne meine Mütze dabei gehabt.

Passend zum Wetter zeige ich endlich mal ein Strickprojekt für gute Laune an kalten Tagen (und an warmen). Bär habe ich pünktlich zum Patenkindgeburtstag begonnen zu stricken und auch nur ein paar Monate später endlich persönlich überreichen können. Die Anleitung habe ich bei Ravelry gefunden, von der Strickdesignerin gibt es noch eine ganze Palette anderer Tiere. Ich mag auch sehr gerne die Hasen. Gestrickt wird in Hin- und Rückreihen und anschließend zusammengenäht. Ich habe mir dann irgendwann doch nochmal angeguckt wie man den Matrazenstich arbeitet, ab da ging‘s ganz gut. Für alle kritischen Schritte (was wird wie zusammengenäht, wo kommt das Gesicht hin, wie bringe ich die Beine an…) gibt es hilfreiche Fotos und ausführlichen Text in der Anleitung, man kann es also wirklich gut schaffen. Einzig der original Norwegerpulli war mir, nicht in der Runde gestrickt, dann doch zu aufwendig und es ist ein einfacher gestreifter Pulli geworden.
Bär ist aus Schachenmayr Universa mit Nadelstärke 3mm gestrickt, die Bekleidung aus Sockenwolleresten mit 2,5mm Nadeln.
Ich hoffe Bär hat viel Spaß in seinem neuen Zuhause😉

Auf in den August

Dieser Monat begrüßt uns ja mit bestem Sommerwetter: grau, Regen, etwa 15°C, genauso stellt man sich das vor wenn man hört „August“. Aber wer wird sich von so Kleinigkeiten wie etwa Wetter die Laune verderben lassen? Ich bin jedenfalls sehr gespannt was dieser Monat so bringen wird.

Zum Freuen im August: es wird eine Hochzeit gefeiert, da machen wir dann gleich mal eine kleine Landpartie draus, es gibt eine organisierte Wanderung und eine als Betriebsausflug getarnte Wanderung mit Programm, ein Abschiedsgrillen von der Freundin, die doch nicht Lehrerin wird, vielleicht einen Shoppingausflug nach Hannover und hoffentlich ganz viele schöne, entspannte, lustige und erfreuliche Momente zwischendrin.

Auf Arbeit im August: läuft der Arbeitskram so seinen Weg. Es steht mal wieder eine Doktorfeier ins Haus, diesmal bin ich im Hutbauteam und habe schon sehr viele Ideen. Hier wird dann also in der nächsten Woche gebastelt. Dann ist da auch noch der absolut geniale Betriebsausflug, auch da bin ich organisatorisch dran beteiligt und freue mich schon sehr.

Selbermachen im August: Ich habe die Stricklust wiedergefunden und mein Nähfimmel ist erwacht. Geplant sind erstmal vier Reißverschlusstäschchen für verschiedene Einsatzgebiete, mal schauen ob danach noch was kommt.

Der Garten im August: steht in voller Pracht und bringt reichlich Ernte. Es ist einen eigenen Artikel wert, aber wer weiß, wann ich dazu komme. Deshalb nur ganz kurz zum Angeben: Karotten, Zucchini, Kohl, grüne Bohnen und Johannisbeeren. Und von Allem sehr viel. Und die Aubergine hat erste Früchtchen!

Soviel zu meinen Monatsplänen, ich hoffe es wird. Habt einen tollen Sommermonat!

Freitags hab ich frei

Naja, nur den heutigen Freitag. Ich bin seit Wochen so ferienreif und auch an den Wochenenden ist durch die vielen (ja in der Regel selbstgeplanten und wunderschönen) Unternehmungen nur Zeit für das nötigste. Also habe ich einfach mal einen meiner heiligen Urlaubstage geopfert und mache den Freitag frei. Herrlich. Ich habe bereits die Pflicht, sprich den Wohnungsputz erledigt und kann mich jetzt den ganzen wundervollen kleinen unnötigen Dingen widmen. Ich plane unter anderen seit langem mal wieder ein bisschen zu nähen, mein Strickzeug mal zu sortieren (es sind inzwischen zwei Projekte die herzhaftes Auftrennen erfordern), werde mir am Nachmittag die Haare schön machen lassen und dann mal eben nach Celle fahren und zwei gute Freundinnen dort treffen. Vielleicht springt zwischendurch auch noch ein bisschen Aufräumen und umherkruschteln bei raus, wer weiß. Oder der ein oder andere Blogbeitrag.
Allen, arbeitend oder nicht, einen schönen Freitag!

Sommerküche

Wenn es warm ist und schnell gehen muss, gibt’s lauwarmen Salat mit Getreideanteil. Geht schnell, macht satt und ist nicht allzu schwer. Heute also Rucola-Tomaten-Hirse.
Geht so: eine Tasse Hirse mit der doppelten Menge Wasser aufkochen. Besser währenddessen nicht duschen gehen, sondern ein Auge drauf haben damit nix anbrennt. Die Hirsepackung sagt 5 Minuten kochen und 10 Minuten ausquellen lassen, kochen lassen bis das Wasser weg ist funktioniert auch. Eine dicke Handvoll Rucola aus dem Balkonkasten pflücken und abbrausen. Zwei dicke Tomaten kleinschneiden. Aus Olivenöl, Himbeer-Balsamessig, Salz und Pfeffer ein schnelles Dressing zusammenmixen. Alles zur noch warmen Hirse in eine Schüssel werfen, gut durchmengen. Ein Salatbesteck ist dabei hilfreich. Fertig. Hinsetzen und Essen bis nix mehr da ist und natürlich voll verchecken ein Foto zu machen, damit man nachher drüber bloggen kann. Anschließend halt trotzdem bloggen. Passt schon.
Das Rezept funktioniert auch mit Bulgur oder Couscous (dann unbedingt mit Raz-al-Hanout), lässt sich mit Oliven, Feta, Mozarella, getrockneten Tomaten oder anderem Gemüse ergänzen, mit Kräuterquark verfeinern, und als Beilage zu Halloumi, Bratwurst der Steak reichen.