Sturmerprobt

Als ich heute früh aus dem Fenster schaute, dachte ich mir „Na gut, das regnet jetzt ein bisschen, da musste halt durch.“ Als ich dann vor der Haustür stand, dachte ich mir „Uahh, das ist ja ordentlich Regen. Bis du auf Arbeit bist, biste durch.“ Als ich erkannte, dass der Wind letzte Nacht meine Fahrradsatteltrockenhalteplastiktüte weggeweht hatte, fluchte ich. Als ich an der ersten Straßenecke war, war ich schon völlig durchnässt und der Regen kam mehr von der Seite als von vorne. Als ich an der Kirche vorbei fuhr, dachte ich „Was für ein Sturm! Vielleicht hätte ich das Schlimmste zu Hause abwarten sollen.“ Als der Wind mir einen kleinen Ast vors Rad wehte, dachte ich „Hm, habe ich eine Unwetterwarnung verpasst?“ Als am Haus neben mir eine Sturmböe einen Dachziegel zu Boden beförderte, dachte ich „Du solltest wirklich nicht draußen sein!“ Als ich an der Ampel hielt und sah, wie der Regen die Bundesstraße quasi waagerecht hinaufpeitschte, kamen mir Zweifel, ob ich fahrend die andere Seite erreichen würde oder nicht aus Stabilitätsgründen lieber schieben sollte. Als ich am Supermarktparkplatz vorbeifuhr, sah ich einen Handwerker zum Auto rennen. Als ich an der zweiten Ampel hielt, kam der Regen von hinten rechts. Als ich an den Bushaltestellen am Klinikum vorbeifuhr, schauten mich die wartenden Menschen unter den Schutzhäuschen mitleidig an. Als ich mein Rad anschloss, tropfte es von meinem Helm, meiner Jacke, meiner Hose. Heile angekommen. Und mal wieder sehr froh einen Fahrradhelm zu tragen.

Übrigens: Meine Hose war heute Nachmittag gegen drei dann wieder komplett trocken. Meine Schuhe wurden es den ganzen Tag nicht.

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Frühling, gebacken.

Da das Wetter heute leider wenig frühlingshaft war (lässt Märzregen eigentlich auch wachsen?), musste anderweitig Frühling ins Haus. Den Kollegen habe ich schon letzte Woche Montags-Motivationskuchen versprochen, also musste ich heute eh ran. Und was passt da besser als die neuen Muffinpapierförmchen mit stilisierten Tulpen aus Amsterdam einzuweihen? Gebacken habe ich vegane Zitronenmuffins nach diesen super Rezept, das eigentlich für Zitronenkuchen gedacht ist, sich aber auch sehr gut auf 24 Muffins verteilen lässt. Als ich den Kuchen zum ersten Mal gebacken habe, war ich noch etwas skeptisch, ob das so ganz ohne Ei und Eiersatz denn was werden würde, aber doch, ich muss sagen: klappt hervorragend. Jetzt hab ich nur mal wieder Sojamilch übrig, es wird also noch mehr Zitronenkuchen geben müssen nächste Woche. Aber ein Zitronenlamm zu Ostern ist sicher auch mal was Feines.
Muffins für den Frühling!

Ente?

Stockente
Bei uns am Haus lebt ein Entenpärchen. Sie sind nicht immer da, aber wenn, dann ist besonders der Erpel sehr neugierig. Als ich gestern mein Fahrrad abstellte, kam er sofort zu mir herüber gewatschelt und ließ sich von mir fotografieren. Die Ente hielt sich eher im Hintergrund, ich bin sicher, wenn ich ein bisschen Brot zum Locken gehabt hätte, hätte sie sich auch gerne fotografieren lassen 😉
Ente im Portrait
Die Stockente ist unsere größte einheimische Ente. Jetzt, Ende März ist bereits Lege- und Brutzeit bei den Stockenten. Die Paare haben sich schon im Herbst gefunden und Ende Februar gebalzt. Die Küken werden später allein von der Mutter aufgezogen und sind nach etwa zwei Monaten flügge. Ich bin gespannt, ob „unsere“ Ente auch brüten wird und freue mich vielleicht sogar mal die Küken für ein Fotoshooting vorgeführt zu bekommen 😉

Komm, wir fahren nach Amsterdam!

gracht
Es ist jetzt schon wieder einen Monat her, dass ich mit guten Freunden eine gute Freundin in Amsterdam besucht habe. Wie bereits im letzten Jahr in Stockholm hatten wir unglaublich viel Spaß. Wenn man sich z.T. länger nicht gesehen hat und dann drei Tage mit wenig Schlaf und viel Programm verbringt, wird es unweigerlich witzig.
Heute bekommt ihr also endlich mal den Reisebericht aus der Stadt mit den vielen Grachten und den vielen Touristen.
Spätabends kamen wir in unserer airbnb-Unterkunft in Duivendrecht an. Zu fünft hatten wir ein ganzes Haus gebucht und, ja, das war wirklich cool. Drei Schlafzimmer, Dachterasse, ein großer, gemütlicher Wohn- und Essbereich mit vollausgestatteter Küche, alles relativ neu, gut gepflegt und sauber. Allein schon die high-end Lichtanlage sorgte bei unseren Spielkindern für Begeisterung. Nach dem veganen Abendessen hatten wir uns viel zu erzählen und es wurde ziemlich spät.
Frühstück auf holländisch
Beim Frühstückseinkauf am nächsten Morgen gab es noch einen Strauß Tulpen dazu, ein bisschen Frühling für alle, bevor wir uns mit der Metro ins Zentrum wagten. Das Wetter war zwar, wie im Februar zu erwarten, durchwachsen, aber dennoch haben wir einen Großteil der Stadt zu Fuß erkundet. Amsterdam ist zwar sehr überlaufen, aber auch wirklich schön. An jeder Ecke gibt es kleine Cafés mit hausgemachtem Kuchen und frischen Waffeln und wenn man abseits der ganz schlimmen Touripfade läuft ist die Dichte an Coffeeshops erträglich. Das ist ein bisschen das zwiespältige an dieser Stadt. Es gibt das ruhige, verträumte, ein bisschen romantische Amsterdam mit Grachten und den Grachtenhäusern, den kleinen Cafés und Geschäften. Und dann ist da das Party-Amsterdam, die Stadt mit dem Rotlichtviertel und den Coffeeshops, mit den betrunkenen Touristen und ramschigen Andenkenläden. Mir gefällt ja das erstere besser 😉
DeWaag
Nachdem wir irgendwann etwas durchgefroren waren, besichtigten wir den alten Palast. Der im Eintritt inklusive Audioguide bot auf Knopfdruck sogar Zusatzinformationen zu den einzelnen Stationen, je nachdem ob man sich für architektonische oder historische Details interessierte. Nach dem Palastbesuch vervollständigten wir unsere Runde durch die Stadt und fuhren zum Kräfte sammeln und Abendessen wieder nach Duivendrecht, bevor wir uns noch einmal in das Nachtleben im Zentrum stürzten. Am Ende landeten wir in einer netten Kneipe mit hausgebrautem Bier, probierten Bitterballen, alten Käse und guten Senf und verquatschten uns mal wieder.
Am nächsten Tag holten wir bei wunderschönen Sonnenschein die etwas verstreut liegenden Sehenswürdigkeiten nach und besichtigten den Campus der freien Universität, machten ein grandioses Fotoshooting mit den „Iamsterdam“-Buchstaben und spazierten durch den Vondelen Park.
kirchturm
Dann gönnten wir uns noch ein typisches Amsterdamhighlight: eine Grachtenrundfahrt. Vom Wasser aus eröffnen sich tatsächlich ganz andere Perspektiven und einige Plätze und Gebäude, die man die Tage zuvor schon „erlaufen“ hat erkennt man erst auf den zweiten Blick. Witzig war auch der automatische Audioguide auf dem Boot. Zunächst kamen die Erklärungen auf holländisch, dann auf deutsch und dann auf englisch. Da man die Kernaussage meist schon auf holländisch versteht, dann auf deutsch noch einmal erklärt wird, ist spätestens die dritte Erläuterung auf englisch… sehr ermüdend. Wieder festen Boden unter den Füßen besichtigten wir noch ein sehr schlechtes Museum bevor wir wieder zur Ferienwohnung zurückkehrten.
Am Abreisetag räumten wir die Wohnung und zogen noch einmal zum Souvenirshopping los, bevor es spät abends wieder heimwärts ging.
Vielen Dank meine lieben Mitreisenden, es war ein großartiges, lecker, toppetje Wochenende mit euch 🙂
traum
Und über niederländische Spezialitäten werde ich dann nochmal einen gesonderten Beitrag schreiben, das wäre hier zu viel geworden.

Bessere Fotos!

tulpe
…mit Ihrer digitalen Kamera, Teil 2, hat mir mein Bester zum Geburtstag geschenkt. Nun ist das mit den Volkshochschulkursen so einen Sache. Zum einen ist es ganz schön, mal aus der eigenen Komfortzone rauszukommen, zum anderen decken sich die Lebensrealitäten meiner Mit-teilnehmer eher wenig mit meiner („…jetzt wo die Kinder aus dem Haus sind, wollte ich mal wieder mit dem Fotografieren anfangen“ oder „.. die (Kamera) war jetzt reduziert, nur noch 1.6 ohne Objektiv“). Der Kursleiter kommt aus der analogen Fotografie und versteht sein Handwerk wirklich gut (und verdeitn auch sein geld mit Fotos). Im Kurs selbst ging es sehr viel um technische Basics und eine ganz andere Philosophie des Fotografierens. Ich mache viele Fotos mit offener Blende und großer (50mm) Brennweite, im Kurs wird vor allem mit 35mm Kleinbild und Blende im Bereich 8-11 gearbeitet. Wir haben auch erstaunlich viel Menschen, also uns gegenseitig, fotografiert, ich hätte da mit mehr Motivsuche und „Kunst“ gerechnet. Am besten gefallen mir die Fotos, die ich nebenbei geschossen habe 😀 Dennoch werde ich das ein oder andere aus dem Kurs für mich mitnehmen, z.B. einen kleinen Trick zur Makrofotografie und einige Überlegungen zum Bildformat.
kaktus
Empfehlen kann ich den Kurs (bzw. Teil 1 davon) allen, die eine fancy Kamera haben, aber keinen Plan von den manuellen Einstellmöglichkeiten. Da ich für mich bereits ein System entwickelt habe, „manuell“ Bilder mit meiner Kamera zu machen, die meist einfangen, was ich auch sehen will, war es glaub ich ganz gut, Teil 1 nicht zu machen ;D

Gute Laune

Einige, zum teil recht materielle Kleinigkeiten machen mir im Moment gute Laune trotz des grauen Märzwetters.
– Das Einzugsgeschenk einer Freundin, die genau verstanden hat wie das mit Kitsch, Ironie und rosa Badfliesen funktioniert (und mindestens genauso viel Spaß beim Aussuchen hatte wie ich beim Auspacken).
nixe
– Sehen, wie langsam alles seinen Platz findet und alles immer fertiger wird.
– Unsere neuerworbenen Kernkompetenzen wie Dunstabzugshaubeneinbau, Fußleistenverkleben oder auch Waschbeckenanschließen.
– Die Entscheidung für einen Duschkopf mit nur 3 verschiedenen Duschfunktionen, dafür aber mit LED-feature (das Konkurrenzmodell zum gleichen Preis hätte 5 Duschfunktionen gehabt und kein LED. Und mal ehrlich, wir werden wahrscheinlich von den 3 Funktionen eh nur eine benutzen).
– Meine von Mama gestrickten Geburtstagssocken tragen.
– Die Reinleinengeschirrhandtücher mit Retroprint, die wahrscheinlich nicht nur retro aussehen, sondern tatsächlich produziert wurden als das zum ersten Mal „in“ war. Benutzt man sowas eigentlich dann wirklich zum abtrocknen oder verkauft man das bei ebay?
Und jetzt geht es weiter mit einräumen und aufräumen, die ganze Wohnung könnte auch gut eine Runde staubsaugen vertragen und der Tag ist bald schon wieder rum.
retro!

Emotionen

Gründe für emotionale Ausbrüche meinerseits diesen Morgen:
1. Die Menschen die unsere Küchenschränke eingebaut haben (was unglaublich lieb ist), haben diese leider genau da mit Torxschrauben verbunden, wo die Scharniere hingeschraubt werden müssen. Was haben wir nicht da? Genau, einen Torxschraubendreher.
2. Ich habe Grifflöcher auf der falschen Seite in die Küchentür gebohrt. Natürlich eine Tür von der wir zufällig keine zweite mit Griff an der anderen Seite brauchen.
3. Ich werfe einen neuen Bilderrahmen um, der prompt auf etwas drauf fällt, sodass die Scheibe zerspringt. Ist das ein Transportschaden?
4. Ich muss meine wichtige Arbeit (Löcher an falsche Türseiten bohren) ständig unterbrechen, nur um den Backofen in den Schrank zu wuchten und zu sehen, dass es immer noch nicht passt.
Zeit zur Arbeit zu fahren. Da kann ich weniger Schaden machen.

Memoiren eines Umzugs – 2. Teil

Freitag, 6. Tag des Monats März

Der große Tag rückt näher. Nach einem Vorsorgetermin beim Arzt fahre ich noch vor der Arbeit in die Wohnung, wo mein bester schon seit 7 Uhr auf die Lieferung des Herdes wartet. Wir rücken die schon vorhandenen Möbel an ihre zukünftigen Plätze und machen klar Schiff für das große Räumen am Samstag. Der Herd kommt, ich fahre zu Arbeit. Abends räumen wir in meiner Wohnung weiter, Kiste um Kiste wird auf dem Flur gestapelt, die letzten Möbel abgebaut und alles ein Stockwerk nach unten geschleppt. Irgendwann bin ich durch und will nur noch schlafen, der Rest muss wann anders gehen.

Samstag, 7. Tag des Monats März

Wir stehen früh auf und frühstücken bei meinen Eltern. Dann geht es mit Anhänger zur WG, dort warten nur noch Möbel. Wir benötigen zwei Fuhren, dann holen wir alle Kisten und Körbe aus meiner Wohnung. Es gibt Schnittchen und Kuchen für alle Helfer, dann werden die letzten Möbel in zwei weiteren Fuhren transportiert. Bereits am frühen Nachmittag ist alles oben und fast alles im richtigen Zimmer. Tausend Dank an alle helfenden Hände, ihr wart unglaublich fix!
Am Nachmittag rücken wir Möbel, räumen Kisten aus, sortieren, entdecken was wir noch vergessen haben, räumen Schränke ein und Bücherregale um. Vereinzelt sieht es schon wohnlich aus, aber viele Kisten Kreativmaterial warten noch auf einen Platz. Zum Abendbrot gibt es Sandwichtoast aus der provisorischen Küche, dann schlafe ich wie ein Stein.

Sonntag, 8. Tag des Monats März

Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel wecken uns. Nach dem Frühstück geht es mit Räumen und Sortieren weiter. Manches bekommt einen provisorischen, anderes einen dauerhaften Platz. Ich wasche meine mitgebrachte Dreckwäsche in der neuen Maschine, danach kommen die Sesselbezüge dran. Wir machen Listen für alles was wir vergessen haben, was wir noch kaufen und was wir noch machen müssen. Zum Mittagessen bei meinen Eltern scheint die Sonne, es wird Frühling. Schneeglöckchen und Märzkaninchen machen gleich gute Laune. Wir arbeiten unsere to-do Liste ab und sammeln Kleinmöbel und Kleinigkeiten ein und bringen sie zur Wohnung. Unsere Nachbarn kommen noch einmal in den Genuss sonntäglichen Bohrens, als wir die Lampe im GästeWC und die Gardinenstange im Schlafzimmer anbringen. Die Waschmaschine darf ein drittes Mal laufen und unseren neuen Vorhängen im Schnellprogramm zu frischem Duft verhelfen. Ich fahre für ein Stündchen auf Arbeit, dann gibt es Abendbrot und einen gemütlichen Abend in den frisch gewaschenen Sesseln. Wir sind umgezogen.

Holländische Hyazinthe

Im Supermarkt um die Ecke von der Ferienwohnung habe ich sie für 99ct gekauft, jetzt steht sie mitten im Umzugschaos und blüht in zartem rosa. Große, locker verteilte rosa Blüten hat sie, nicht so dicht gepackt und grell wie manch andere. Duften tut sie auch, aber dezent. Wenn man daneben sitzt riecht man es, aber es reicht nicht aus um den ganzen Raum zu füllen. Finde ich ganz gut so. Sorgt für ein bisschen Frühling, wenn draußen mal wieder eine Puderschicht Schnee auf den Dächern liegt.
hyazinthe

Memoiren eines Umzugs

Freitag, 27. Tag des Monats Februar.

Ich verließ die Arbeit um viertel vor drei, eine halbe Stunde nachdem mein Betreuer überhaupt erschienen war. Um drei trafen wir uns an der neuen Wohnung, machten einen Rundgang mit dem Vermieter, schrieben ein Mängelprotokoll und bekamen die heiligen Schlüssel. Wir nahmen an der gesamten Wohnung Maß, besonders Küche und Bad. Wir verließen die Wohnung mit einbrechender Dunkelheit und planten zuhause noch einmal die Küche durch und erstellten unsere Einkaufliste für das schwedische Möbelhaus am nächsten Tag.

Samstag, 28. Tag des Monats Februar.

Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Kassel. Auf dem Weg holten wir noch schnell Glaspfand im Wert von 25€ in der WG ab und lösten diesen im Supermarkt ein. Im Möbelhaus angekommen, nahmen wir den kürzesten Weg zu den Küchen, bekamen eine Beratungstermin innerhalb von 5 Minuten und wurden von einer unglaublich kompetenten Mitarbeiterin betreut. Sie bestätigte unsere Meinung, dass auch ein Spülbecken für einen 50er Unterschrank in unsere Küche einbaubar ist, versicherte uns, dass man bis auf die Arbeitsplatten sicher alles in einen Kombi bekäme und stellte uns eine wirklich übersichtliche Liste aus, auf der alle Teile dem jeweiligen Schrank zugeordnet waren. Guter Service! Anschließend machten wir eine Runde durch die Möbelausstellung, ließen das zur Mittagszeit überfüllte Restaurant links liegen und füllten einen Einkaufwagen in der Kleinkramabteilung. Beim ersten Gang durch die Kasse kam alles außer der Küche mit, unter anderem auch zwei Ordern, die uns eine nette Pause an der Warenausgabe bescherten. Weil das Auto noch so leer aussah, entschieden wir uns kurzerhand noch die Küchenteile zu kaufen. Danach sah das Auto gar nicht mehr leer aus. Eher ein wenig überladen. Wieder an der neuen Wohnung angekommen wurde spontan mein Bruderherz zum Schleppen herantelefoniert und wir schafften alle Pakete in den zweiten Stock. Motiviert vom unkomplizierten Einkauf wollten wir noch Lampen anbringen, scheiterten aber an unseren nicht vorhandenen Bohrerfahrungen.

Sonntag, 1. Tag des Monats März.

Am Vormittag holten wir alles, was in ein Auto passt aus der WG und meiner Wohnung in die neue Wohnung. Dank kräftiger Schlepphilfe kamen wir gut voran. Ich musste dann noch kurz auf Arbeit während der Beste schon mal mit aufbauen anfing. Mein Vater kam dazu und es wurden bis zum Abend sieben Lampen unter Verwendung des Bohrhammers angebracht. Jetzt fehlt nur noch die Beleuchtung im Bad, aber dafür muss zunächst der Spiegelschrank angebaut werden. Wir verbrachten den Abend wieder mit Planen und fielen ziemlich Müde ins Bett.

Soweit das letzte Wochenende. Am Montagabend holten wir einen gebrauchten Kleiderschrank ab, gestern schuftete der Beste den ganzen Tag in der Wohnung und baute fast alle Küchenmöbel auf, Waschmaschine und Kühlschrank wurden geliefert und wir setzten Abends den gebrauchten Kleiderschrank wieder zusammen. Dieser Umzug ist anstrengender als gedacht, aber wir kommen gut voran und ich freue mich auf „danach“.