Memoiren eines Umzugs

Freitag, 27. Tag des Monats Februar.

Ich verließ die Arbeit um viertel vor drei, eine halbe Stunde nachdem mein Betreuer überhaupt erschienen war. Um drei trafen wir uns an der neuen Wohnung, machten einen Rundgang mit dem Vermieter, schrieben ein Mängelprotokoll und bekamen die heiligen Schlüssel. Wir nahmen an der gesamten Wohnung Maß, besonders Küche und Bad. Wir verließen die Wohnung mit einbrechender Dunkelheit und planten zuhause noch einmal die Küche durch und erstellten unsere Einkaufliste für das schwedische Möbelhaus am nächsten Tag.

Samstag, 28. Tag des Monats Februar.

Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Kassel. Auf dem Weg holten wir noch schnell Glaspfand im Wert von 25€ in der WG ab und lösten diesen im Supermarkt ein. Im Möbelhaus angekommen, nahmen wir den kürzesten Weg zu den Küchen, bekamen eine Beratungstermin innerhalb von 5 Minuten und wurden von einer unglaublich kompetenten Mitarbeiterin betreut. Sie bestätigte unsere Meinung, dass auch ein Spülbecken für einen 50er Unterschrank in unsere Küche einbaubar ist, versicherte uns, dass man bis auf die Arbeitsplatten sicher alles in einen Kombi bekäme und stellte uns eine wirklich übersichtliche Liste aus, auf der alle Teile dem jeweiligen Schrank zugeordnet waren. Guter Service! Anschließend machten wir eine Runde durch die Möbelausstellung, ließen das zur Mittagszeit überfüllte Restaurant links liegen und füllten einen Einkaufwagen in der Kleinkramabteilung. Beim ersten Gang durch die Kasse kam alles außer der Küche mit, unter anderem auch zwei Ordern, die uns eine nette Pause an der Warenausgabe bescherten. Weil das Auto noch so leer aussah, entschieden wir uns kurzerhand noch die Küchenteile zu kaufen. Danach sah das Auto gar nicht mehr leer aus. Eher ein wenig überladen. Wieder an der neuen Wohnung angekommen wurde spontan mein Bruderherz zum Schleppen herantelefoniert und wir schafften alle Pakete in den zweiten Stock. Motiviert vom unkomplizierten Einkauf wollten wir noch Lampen anbringen, scheiterten aber an unseren nicht vorhandenen Bohrerfahrungen.

Sonntag, 1. Tag des Monats März.

Am Vormittag holten wir alles, was in ein Auto passt aus der WG und meiner Wohnung in die neue Wohnung. Dank kräftiger Schlepphilfe kamen wir gut voran. Ich musste dann noch kurz auf Arbeit während der Beste schon mal mit aufbauen anfing. Mein Vater kam dazu und es wurden bis zum Abend sieben Lampen unter Verwendung des Bohrhammers angebracht. Jetzt fehlt nur noch die Beleuchtung im Bad, aber dafür muss zunächst der Spiegelschrank angebaut werden. Wir verbrachten den Abend wieder mit Planen und fielen ziemlich Müde ins Bett.

Soweit das letzte Wochenende. Am Montagabend holten wir einen gebrauchten Kleiderschrank ab, gestern schuftete der Beste den ganzen Tag in der Wohnung und baute fast alle Küchenmöbel auf, Waschmaschine und Kühlschrank wurden geliefert und wir setzten Abends den gebrauchten Kleiderschrank wieder zusammen. Dieser Umzug ist anstrengender als gedacht, aber wir kommen gut voran und ich freue mich auf „danach“.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Memoiren eines Umzugs

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s