Komm, wir fahren nach Amsterdam!

gracht
Es ist jetzt schon wieder einen Monat her, dass ich mit guten Freunden eine gute Freundin in Amsterdam besucht habe. Wie bereits im letzten Jahr in Stockholm hatten wir unglaublich viel Spaß. Wenn man sich z.T. länger nicht gesehen hat und dann drei Tage mit wenig Schlaf und viel Programm verbringt, wird es unweigerlich witzig.
Heute bekommt ihr also endlich mal den Reisebericht aus der Stadt mit den vielen Grachten und den vielen Touristen.
Spätabends kamen wir in unserer airbnb-Unterkunft in Duivendrecht an. Zu fünft hatten wir ein ganzes Haus gebucht und, ja, das war wirklich cool. Drei Schlafzimmer, Dachterasse, ein großer, gemütlicher Wohn- und Essbereich mit vollausgestatteter Küche, alles relativ neu, gut gepflegt und sauber. Allein schon die high-end Lichtanlage sorgte bei unseren Spielkindern für Begeisterung. Nach dem veganen Abendessen hatten wir uns viel zu erzählen und es wurde ziemlich spät.
Frühstück auf holländisch
Beim Frühstückseinkauf am nächsten Morgen gab es noch einen Strauß Tulpen dazu, ein bisschen Frühling für alle, bevor wir uns mit der Metro ins Zentrum wagten. Das Wetter war zwar, wie im Februar zu erwarten, durchwachsen, aber dennoch haben wir einen Großteil der Stadt zu Fuß erkundet. Amsterdam ist zwar sehr überlaufen, aber auch wirklich schön. An jeder Ecke gibt es kleine Cafés mit hausgemachtem Kuchen und frischen Waffeln und wenn man abseits der ganz schlimmen Touripfade läuft ist die Dichte an Coffeeshops erträglich. Das ist ein bisschen das zwiespältige an dieser Stadt. Es gibt das ruhige, verträumte, ein bisschen romantische Amsterdam mit Grachten und den Grachtenhäusern, den kleinen Cafés und Geschäften. Und dann ist da das Party-Amsterdam, die Stadt mit dem Rotlichtviertel und den Coffeeshops, mit den betrunkenen Touristen und ramschigen Andenkenläden. Mir gefällt ja das erstere besser 😉
DeWaag
Nachdem wir irgendwann etwas durchgefroren waren, besichtigten wir den alten Palast. Der im Eintritt inklusive Audioguide bot auf Knopfdruck sogar Zusatzinformationen zu den einzelnen Stationen, je nachdem ob man sich für architektonische oder historische Details interessierte. Nach dem Palastbesuch vervollständigten wir unsere Runde durch die Stadt und fuhren zum Kräfte sammeln und Abendessen wieder nach Duivendrecht, bevor wir uns noch einmal in das Nachtleben im Zentrum stürzten. Am Ende landeten wir in einer netten Kneipe mit hausgebrautem Bier, probierten Bitterballen, alten Käse und guten Senf und verquatschten uns mal wieder.
Am nächsten Tag holten wir bei wunderschönen Sonnenschein die etwas verstreut liegenden Sehenswürdigkeiten nach und besichtigten den Campus der freien Universität, machten ein grandioses Fotoshooting mit den „Iamsterdam“-Buchstaben und spazierten durch den Vondelen Park.
kirchturm
Dann gönnten wir uns noch ein typisches Amsterdamhighlight: eine Grachtenrundfahrt. Vom Wasser aus eröffnen sich tatsächlich ganz andere Perspektiven und einige Plätze und Gebäude, die man die Tage zuvor schon „erlaufen“ hat erkennt man erst auf den zweiten Blick. Witzig war auch der automatische Audioguide auf dem Boot. Zunächst kamen die Erklärungen auf holländisch, dann auf deutsch und dann auf englisch. Da man die Kernaussage meist schon auf holländisch versteht, dann auf deutsch noch einmal erklärt wird, ist spätestens die dritte Erläuterung auf englisch… sehr ermüdend. Wieder festen Boden unter den Füßen besichtigten wir noch ein sehr schlechtes Museum bevor wir wieder zur Ferienwohnung zurückkehrten.
Am Abreisetag räumten wir die Wohnung und zogen noch einmal zum Souvenirshopping los, bevor es spät abends wieder heimwärts ging.
Vielen Dank meine lieben Mitreisenden, es war ein großartiges, lecker, toppetje Wochenende mit euch 🙂
traum
Und über niederländische Spezialitäten werde ich dann nochmal einen gesonderten Beitrag schreiben, das wäre hier zu viel geworden.

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Ein Gedanke zu “Komm, wir fahren nach Amsterdam!

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