Einhundertvierzig

Ich bin heute auf Seite 140 meines Laborbuches angekommen. Das weiß ich so genau, weil wir schon vornummerierte Notizbücher bekommen, damit man auch ja nicht einzelne Seiten nachträglich hinzufügen oder entfernen kann. An sich ist das jetzt nichts besonderes, zumal ich das Buch ja auch schon ein Weilchen nutze und immernoch 50 Seiten vor mir habe. Allerdings war ich heute schon sehr durch und irgendwie sprang mir diese 140 direkt ins Auge, gefolgt von einem „Cool, dann kommt ja bald die 142!“ Kann man sich drüber freuen, muss man aber nicht. Durch war ich übrigens, weil ich heute den beliebtesten Versuch bzw. die beliebteste Methode in unserem Labor durchführen durfte, was auch prompt in einer netten 12-Stunden-Schicht endete. Von acht bis acht auf Arbeit und bis auf einen halbe Stunde Mittagspause auch nur am Arbeiten. Gut, insgesamt habe ich einen nicht unerheblichen Teil dieser Zeit mit kontrolliertem Zuwarten verbracht, aber wenn man immer nur Intervalle von vier Minuten hat, ist da wenig Entspannung. Meinen Schreibtisch habe ich auch nur beim Kommen und Gehen gesehen.Was ich nun gemacht habe? Ist eigentlich nicht so wichtig, aber ich kann mal die Eckpunkte erklären. Für diesen Versuch haben wir eine sonderangefertigte Anlage, die pro Durchlauf in der Theorie 16 Proben bearbeiten kann. Praktisch ist immer mindestens eine „Messstation“ kaputt, also nur 15. Die Anlage besteht aus glücklicherweise zweimal dem gleichen Aufbau, man kann also auch mit je einem Teil acht Proben bearbeiten. Glücklicherweise daher, weil natürlich eine „Hälfte“ Anfang der Woche den Geist aufgegeben hat. Diesmal war’s einfach der PC, der nicht mehr tat. Der gerufene IT-Mensch sagte nur „Oh mein Gott, es ist windows xp!“ Anscheinend war Ersatz auf die Schnelle nicht zu bekommen und natürlich hatte ich frohen Mutes 12 Proben am Start. Der erste Durchgang inklusive Anlagenvorbereitung und Probennachbereitung wäre um fünf erledigt gewesen (Ja, nur drei Stunden mehr bei zwei Durchgängen. Der Trick heißt Abläufe schachteln.). Aber man kann ja nicht alles haben. Was ich übrigens sehr beruhigend im Hinblick auf die allgemeine Arbeitsmoral bei uns erwähnen möchte ist, dass ich heute früh lange alleine auf weiter Flur war und heute Abend definitiv die Letzte. Und Montag mach ich zum Ausgleich erstmal frei.

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