Sommer im Garten

Der Sommer ist tatsächlich mal hier im Norden zu Besuch. Und wie immer, ich bin beschäftigt mit Arbeit. Selbst Schuld, wenn man sich einen Job sucht, der drinnen stattfindet. Am Sonntag war aber ein bisschen Zeit bei der Familie durch den Garten zu streifen. Ich habe also mal wieder ein paar Blumenfotos für euch 🙂
Wie überall blühen jetzt die Rosen, und natürlich komme ich mit der Kamera nicht dran vorbei.

Mir und auch den Insekten haben es die Kleeblüten angetan. Sowas sieht man nur, wenn man einen entspannten Rasenmährythmus hat. Ich habe eine ganze Weile im Klee gesessen und die kleinen, weißen Schneebälle betrachtet. Um mich herum hat es die ganze Zeit gesummt. Der Klee ist bei allen Nektarsammlern anscheinend sehr beliebt.

Meine Ma hat aber auch einige ausgefallene Beetpflanzen. Diese rot-gelben Blühten leuchten in intensiven Farben und rufen schon von Weitem nach einem Fotoshooting.

Genau wie diese Pflanze. Ich glaube, es wird im Herbst eine Lampionblume. Die Sommerblüte hat schon was von Kunst.

Zu Essen gibt es im Garten jetzt auch. Mein Vater hat wie jedes Jahr Unmengen von Salat gezogen. Die Gemüsebeilage für die nächsten Wochen ist damit geklärt. Außerdem gibt es die ersten Kirschen, die Johannisbeeren sind reif und es beginnt die Zeit des Marmeladekochens. Wunderbar.

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Emma

Es ist unglaublich, wie prokrastinationsfähig ich bin. Habe ich mir wochenlang so gar keine Gedanken um meine Masterarbeit gemacht (MA, gesprochen „Emma“:D), so sitzt sie mir jetzt deutlich spürbar im Nacken. Aber soweit, dass ich mich wirklich mal hinsetzen und was schreiben würde, ist es dann doch noch nicht. Ich öffne lieber mit schlechtem Gewissen mal die Datei, kriege schlechte Laune und unglaubliche Demotivation, schließe die Datei und weiß dann doch nix Besseres mit mir anzufangen. Ich sollte ja schließlich endlich mal was machen! Das schlechte Gewissen raubt mir jede Muße für andere Dinge, selbst der ja auch notwendige Wohnungsputz nervt mich tierisch. Mir ist langweilig, ich hab Hunger, alles ist doof. Die einzig wirksame Notbremse: Tasche packen, Fahrrad schnappen, ins Büro fahren. Ich, der PC und Emma. Ganz allein, unter Neonröhrenlicht und Klimaanlage. Keine andere Möglichkeit zur Ablenkung. Ich finde meine Seelenfrieden, bastle ein bisschen an den Formulierungen und lese noch ein Paper. Ein bisschen Literaturrecherche und einen Plan fassen. Wenn ich dann wieder nach Hause komme, bin ich hungrig, aber weitaus zufriedener, als wenn ich den ganzen Tag mit schlechtem Gewissen durch die Wohnung geschlichen wäre. Wir werden das irgendwie schaffen, die Emma und ich. Wird auch nur ein klein wenig Nerven kosten.
Ich geh dann erstmal wieder Sockenstricken. Das geht nämlich selbst mit vollem Kopf wunderbar voran und gibt ein sehr gutes Gefühl von Produktivität.

Sockenliebe

Oder, wie Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore schon sagte: „Man kann nie genug Socken haben“. Ich glaube, ich habe aber für’s Erste wirklich genug. Deshalb habe ich beschlossen, da nun die unsäglichen Mojos von den Nadeln sind, mit der Produktion von Weihnachtssocken zu beginnen (Nur noch 6 Monate meine Lieben. Da muss man sich ranhalten). Je nachdem wie weit ich komme gibt es dann dieses Jahr zu Weihnachten Socken für die engste Familie oder für den ganzen Freundeskreis (ich habe öfter mal so Motivationsschübe, die dann aber nicht lange anhalten. Also keine Angst.).

Unter anderem Schuld an diesem wahnwitzigen Plan ist das Buch „Standpunkt. Socken stricken.“, dass ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe. Ich kann mich wirklich Stunden damit beschäftigen, durch die 42 verschiedenen Sockenmodelle zu blättern, mich über die Farbwahl der Autoren zu wundern (orange mit pinkem Jaquardmuster…), passende aktuelle Garne zu recherchieren, Zopfmusterstrickschriften zu entziffern… Dabei weiß ich sehr wohl noch, wie anstrengend Norwegermuster zu stricken sind und dass ich selbst bei den Mojos zu blöd zum mitzählen war (hm, hab ich schon fünf Reihen links?). Die Chance, dass ich eine wunderschöne Zopfmustersocke oder eine abgefahrene Jaquardsocke also frustfrei fertigstellen kann, gehen stark gegen null. Trotzdem habe ich ein sechsfach Sockengarn in Natur-Tweed gekauft. Ich bin einfach völlig hin- und weg von dieser Aran-Socke. Die müssen gestrickt werden.

Als Vorarbeit, zur Musterstrick-gewöhnung quasi, habe ich Hermiones Everyday Socks angeschlagen. Die kostenlose Anleitung lief mir im großen Internet so über den Weg und scheint machbar zu sein. Ein Musterrapport von vier Maschen und vier Reihen, eine Käppchenferse, schlicht, schön und sicher ganz flink gestrickt. Es geht im Moment arbeitstechnisch zwar ganz schön zur Sache, aber ich hoffe ich kann euch bald Erfolgsfotos zeigen 😉

Noch ein paar Worte zum Buch: Neben vielen inspirierenden Sockenbildern sind auch Grundanleitungen für verschiedene Fersen und Spitzen enthalten, sowie Sockentabellen für vier- und sechsfädiges Sockengarn. Ein bisschen unpraktisch ist lediglich, dass die Strickschriften für Zopf- und Jaquardmuster nicht bei den individuellen Anleitungen stehen, sondern im hinteren Teil des Buches gesondert gesammelt sind. Auch wird in den Anleitungen oft auf die Grundanleitung für Ferse oder Spitze verwiesen, die noch weiter hinten im Buch zu finden ist. Häufiges Umherblättern wird sich also nicht vermeiden lassen. Ansonsten aber ein richtig schönes und vielfältiges Sockenbuch.

Fertig.


I killed an UFO! Die Mojos sind fertig. Erst lagen sie wieder eine ganze Weile rum, die Stricklust war nicht da, dann habe ich beim Telefonat mit der Schulfreundin die Ferse in Angriff genommen und auf einmal lief’s. Abends beim Fernsehen das Strickzeug zur Hand genommen und plötzlich sind sie fertig.
Leider hat Mojo 2 eine längere Spitze als Mojo 1. Das liegt daran, dass ich inzwischen weiß, wie man eine korrekte Bandspitze strickt. Als ich Mojo 1 gestrickt habe, wusste ich das noch nicht. Mojo 2 passt auch ein wenig besser, Mojo 1 ist durch die kurze Spitze ein bisschen zu klein. Dieser Fauxpass ist aber auch das Einzige, was meine Freude schmälert. Zum ersten gefällt mir das Muster so am Fuß recht gut, zum zweiten ist es ein gutes Gefühl so ein ewig währendes Projekt einfach abzuschließen. Jetzt habe ich wieder Kapazität für neue Projekte und auch schon einige Ideen, aber davon wann anders mehr.

Für ganz Neugierige eine ungefähre Anleitung, wie ich Mojos stricke:
Man nehme eine vier-fädige Sockenwolle (hier: Opal Schafpaten) und ein Nadelspiel Größe 2,5, außerdem ggfs. eine Sockentabelle.
Für Größe 40/41 64 Maschen anschlagen, bei anderen Größen darauf achten, dass die Maschenzahl durch vier teilbar ist. Dann 2re, 2li (= Längsrippen) ein Bündchen stricken, so ungefähr 6-10 cm. Für den Querrippenteil 5R glatt re, 5R glatt li bis 5 Querrippen gestrickt sind, dann weiter in Längsrippen. Es folgt die persönliche Lieblingsferse, ich habe eine Bumerangferse gestrickt und das Längsrippenmuster dabei beibehalten. Funktioniert mäßig gut. Noch ein Stückchen (1-2cm) Längsrippen, dann wieder 5 Querrippen stricken. Wer sehr kleine Füße hat, muss eventuell eine „Rippe“ weglassen*, damit die Socke nicht zu lang wird. Anschließend wieder in Längsrippen die Spitze stricken. Ich habe eine Bandspitze gestrickt, auch das wird mit dem Längsrippenmuster mäßig hübsch.
*Als Anpassung bei kleinen Größen können auch die Querrippen auf 4R re, 4R li verkürzt werden.

Ich schicke die fertigen Mojos jetzt erst mal zu Maschenfeins „auf den Nadeln“.

Bikinifiguren

Man hat es als Frau ja eh schon nicht leicht mit dem Klamottenshoppen. Zu allem Überfluss kommt ja (bei den meisten) noch die Notwendigkeit dazu, neben der Unterbüx ein weiteres Stück Unterwäsche zu tragen, dass die viel diskutierte Oberweite ein wenig bändigt. Selbst wenn man sich im Normbereich der angebotenen Konfektionsgrößen befindet, ist es mitunter schwierig den einen, perfekten BH zu finden. Wie im Titel angedeutet, geht es heute um die nächstschwierige Disziplin: Bademode. Ich persönlich habe ja noch das große Glück, genau eine Größe über dem zu liegen, was von der Bekleidungsindustrie als Norm für Oberweite angesehen wird. Heißt: Der Pool an angebotenen Bikinis, die überhaupt in meiner Größe vorhanden sind, ist klein. Nahezu winzig. Über diese niedlichen Triangel-Bindedinger, die es in den Größen XS bis L gibt, kann ich leider nur noch müde lächeln. Von welcher Körbchengröße wird bei den Teilen eigentlich ausgegangen? Sind das Modelgrößen, also so Körbchen A über alle Größen? Oder soll ein „L“ dann tatsächlich einem C-Körbchen entsprechen? Genauso hoffungslos sieht es bei den Bandeauoberteilen aus. Ganz abgesehen davon, dass mir sämtliche Freundinnen, die am anderen Ende der Größenskala liegen versichern, dass Bandeau auch bei ihnen einfach nicht gut aussieht und nichts hält. Bleiben die klassisch geschnittenen Bikinioberteile mit Bügel und Polster. Von Esprit gibt es eine Reihe in „großen Größen“. Ich wäre ja bereit fast 70€ für einen Bikini auszugeben, wenn er denn wirklich passt. Allerdings haben die Esprit Designer noch nicht verstanden, dass auch Menschen unter 60 große Oberweite haben können und dementsprechend sehen die ausgewählten Muster aus.
Vor fast vier Jahren löste ich das Bikiniproblem sehr elegant mit einem Sportmodell. Das gibt Halt und bleibt auch beim Sprung vom 10m-Turm an Ort und Stelle. Irgendwann vergaß ich die dazugehörige Hose am Baggersee und kaufte eine schlichte schwarze im Sommerschlussverkauf nach, noch ein Pluspunkt für das pragmatische schwarz der Sportbekleidung.
Dieses Jahr steht ein Urlaub an der See auf dem Programm. Mit nur einem Bikini für eine Woche an die See fahren? Nicht mit mir. Außerdem sind vier Jahre eine lange Zeit für einen Bikini, die man meinem treuen Sportmodell inzwischen auch anmerkt. Es musste ein Nachfolger her. Doch selbst im Sportbekleidungshaus wurde ich nicht fündig. Die dort angebotenen Sportbikinis entsprachen nicht dem was ich an Halt erwarte, die normale Bikinikollektion… siehe oben. Schließlich erhielt ich auf der Sommerfeier des Studiengangs den entscheidenden Tipp: die Bekleidungskette aus Schweden, die eigentlich nur Mode für Menschen mit Modelmaßen macht (und meist auch noch so aussieht als wäre es high fashion, sprich hässlich) hat diesen Sommer ihre Bademodenpalette eine Größe nach ober erweitert. Die entscheidende Größe. Ich radelte direkt am nächsten Tag in die Stadt. Tatsächlich, es passt. Hält. Sitzt. Sieht gut aus. Auch wenn natürlich einiges mehr zu sehen ist, als beim Sportbikini. Damit werde ich aber zurechtkommen, gibt es dann wenigstens auch ein bisschen Bräune fürs Dekolletee. Ich kann ja auch einfach mal zeigen was ich habe. Positives Körpergefühl und so. Dafür bin ich heute auch extra joggen gegangen 😉

Die Hafer-Herausforderung: Woche 4. Finale!

Es ist vorbei! Die Hafer-Herausforderung habe ich tapfer gemeistert und dabei einige neue Erkenntnisse getroffen. Diese Woche habe ich außerdem meist die Kamera liegen lassen, statt jeden Morgen meine Flocken abzufotografieren. Das war nämlich das Umständlichste an der ganzen Hafersache 😉 Daher kann ich aber schon gar nicht mehr genau sagen, wie ich meine Haferflocken wann gegessen habe. Es waren aber meine Standards: Haferflocken mit Milch und Joghurt eingelegt, morgens Obst dazu. Vor allem Banane ist schon fast ein Muss, da sie eine schöne Süße reinbringt. Die Zubereitung von Samstag habe aber dennoch ich im Bild festgehalten, die war nämlich neu: Am Vorabend habe ich TK-Himbeeren auf die Milch-Flocken-Joghurt Portion gegeben. Diese sind über Nacht aufgetaut und wurden am Morgen mit Bananenstückchen versüßt. Nach dem Durchmischen gibt das eine tolle rosa Farbe, da die TK-Himbeeren ein wenig matschig sind.

Zeit für ein Fazit: Overnight-Oats sind ein tolles, zuckerfreies Frühstück auch für ehemalige Cornflakes-Esser (ich empfehle einen Umstieg über „Knuspermüsli mit Joghurt“). Ich habe festgestellt, dass mir der „künstliche“ Zucker morgens beim Frühstück nicht fehlt. Allerdings hat sich auch bestätigt, dass ein bisschen Süße nicht fehlen darf, am Besten schmeckt immer noch Erdbeer-Banane. Ganz allgemein habe ich die Süßigkeiten, auch die ich ja parallel ebenfalls verzichtet habe, weniger vermisst als befürchtet. Mit Studentenfutter oder Obst habe ich kleine Nachmittagshänger abfangen können. Brauche ich auf Arbeit etwas tröstliches, gibt es Roiboostee mit Karamellaroma. Was mir allerdings sehr schwer fällt, ist der Verzicht auf Süßes bei „Anlässen“. Wenn auf der Tauffeier das Kuchenbuffet eröffnet wird, es zum Brunch bei Mama Brownies gibt oder bei der Grillparty jemand Marshmallows auspackt, habe ich das Gefühl etwas zu verpassen. In solchen Momenten merke ich, dass ich gerne etwa davon Essen möchte. Nicht unbedingt nur weil es süß ist, sondern weil alle davon essen, alle in den Genuss der großartigen Torte kommen und nur ich mich selbst davon ausschließe. Vielleicht ist es auch ein bisschen Neid, weil „die“ etwas dürfen, das ich nicht darf. Ich habe also folgenden Entschluss gefasst: ich bleibe beim Süßigkeitenverzicht und bei den Haferflocken, allerdings mit folgender Regelung: Einmal in der Woche darf irgendetwas Süßes gegessen werden. Das kann ein richtiges süßes Gericht sein (Arme Ritter! Milchreis mit Kirschen! Süßer Nudelauflauf!), ein Stück Kuchen, ein Eis, ein Schokoriegel. Wichtig ist: Es ist nur eine Portion/ein Stück. Ich gönne mir ein bisschen was, ganz bewusst und das nebenher-naschen unterbleibt. Ich bin gespannt, ob ich meine Gewohnheiten so ändern kann und werde sicher hin und wieder davon berichten.