Bikinifiguren

Man hat es als Frau ja eh schon nicht leicht mit dem Klamottenshoppen. Zu allem Überfluss kommt ja (bei den meisten) noch die Notwendigkeit dazu, neben der Unterbüx ein weiteres Stück Unterwäsche zu tragen, dass die viel diskutierte Oberweite ein wenig bändigt. Selbst wenn man sich im Normbereich der angebotenen Konfektionsgrößen befindet, ist es mitunter schwierig den einen, perfekten BH zu finden. Wie im Titel angedeutet, geht es heute um die nächstschwierige Disziplin: Bademode. Ich persönlich habe ja noch das große Glück, genau eine Größe über dem zu liegen, was von der Bekleidungsindustrie als Norm für Oberweite angesehen wird. Heißt: Der Pool an angebotenen Bikinis, die überhaupt in meiner Größe vorhanden sind, ist klein. Nahezu winzig. Über diese niedlichen Triangel-Bindedinger, die es in den Größen XS bis L gibt, kann ich leider nur noch müde lächeln. Von welcher Körbchengröße wird bei den Teilen eigentlich ausgegangen? Sind das Modelgrößen, also so Körbchen A über alle Größen? Oder soll ein „L“ dann tatsächlich einem C-Körbchen entsprechen? Genauso hoffungslos sieht es bei den Bandeauoberteilen aus. Ganz abgesehen davon, dass mir sämtliche Freundinnen, die am anderen Ende der Größenskala liegen versichern, dass Bandeau auch bei ihnen einfach nicht gut aussieht und nichts hält. Bleiben die klassisch geschnittenen Bikinioberteile mit Bügel und Polster. Von Esprit gibt es eine Reihe in „großen Größen“. Ich wäre ja bereit fast 70€ für einen Bikini auszugeben, wenn er denn wirklich passt. Allerdings haben die Esprit Designer noch nicht verstanden, dass auch Menschen unter 60 große Oberweite haben können und dementsprechend sehen die ausgewählten Muster aus.
Vor fast vier Jahren löste ich das Bikiniproblem sehr elegant mit einem Sportmodell. Das gibt Halt und bleibt auch beim Sprung vom 10m-Turm an Ort und Stelle. Irgendwann vergaß ich die dazugehörige Hose am Baggersee und kaufte eine schlichte schwarze im Sommerschlussverkauf nach, noch ein Pluspunkt für das pragmatische schwarz der Sportbekleidung.
Dieses Jahr steht ein Urlaub an der See auf dem Programm. Mit nur einem Bikini für eine Woche an die See fahren? Nicht mit mir. Außerdem sind vier Jahre eine lange Zeit für einen Bikini, die man meinem treuen Sportmodell inzwischen auch anmerkt. Es musste ein Nachfolger her. Doch selbst im Sportbekleidungshaus wurde ich nicht fündig. Die dort angebotenen Sportbikinis entsprachen nicht dem was ich an Halt erwarte, die normale Bikinikollektion… siehe oben. Schließlich erhielt ich auf der Sommerfeier des Studiengangs den entscheidenden Tipp: die Bekleidungskette aus Schweden, die eigentlich nur Mode für Menschen mit Modelmaßen macht (und meist auch noch so aussieht als wäre es high fashion, sprich hässlich) hat diesen Sommer ihre Bademodenpalette eine Größe nach ober erweitert. Die entscheidende Größe. Ich radelte direkt am nächsten Tag in die Stadt. Tatsächlich, es passt. Hält. Sitzt. Sieht gut aus. Auch wenn natürlich einiges mehr zu sehen ist, als beim Sportbikini. Damit werde ich aber zurechtkommen, gibt es dann wenigstens auch ein bisschen Bräune fürs Dekolletee. Ich kann ja auch einfach mal zeigen was ich habe. Positives Körpergefühl und so. Dafür bin ich heute auch extra joggen gegangen 😉

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