Hucken und Bansen*

Es wird Herbst, morgens früh merkt man es ganz deutlich wenn der Sollingnebel über den Täler hängt und taubenetzte Spinnennetze zwischen schon trockenen Gräsern hängen. Dann kann man es fühlen und riechen: der Herbst kommt, auch wenn man ein paar Stunden später davon gar nichts mehr bemerkt.

Wir waren gestern schon so früh unterwegs, denn ein paar dutzend Buchenstämme mussten dringend auf ein ofenfertiges Maß gebracht werden. Wenn der Herbst kommt, kommt auch der Winter und im Winter wird geheizt. Das Bruderherz war gut gelaunt, arbeitswillig und begeistert bei der Sache (Achtung, Ironie). Der Beste und ich ergaben uns in unser Schicksal. Ein Tag Bewegung an der frischen Luft kann ja nicht schaden. Ausgerüstet mit Motorsäge und hydraulischem Spalter kamen wir gut voran, die Sonne vertrieb den Morgennebel, es wurde angenehm warm.

Wir aßen unsere Brotzeit im Schatten einer kleinen Buche und erfreuten uns an der Landschaft.

Am Ende das Tages schauten wir zufrieden auf zwei Polter Holz. Gerne würde ich schreiben „zwei akkurat gebanste (für den Laien: gestapelte) Polter Holz“, aber leider bin ich, was das Bansen angeht, völlig unbegabt. Von Seiten des Bruderherzes kam noch ein gehörige Portion absoluter Demotivation dazu und so können wir nur sagen „hoffentlich fällt es nicht um“. Geschafft ist geschafft und erst im nächsten Frühjahr geht der ganze Spaß von vorne los.

*plattdeutscher Dialekt meiner Heimat, in etwa: Haufen und Stapel, aber auch metaphorisch für eine Menge Zeug, eher unordentlich.

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Und was machst du jetzt so?

Die klassische Frage sobald jemand erfährt, dass ich die Emma ja nun abgegeben habe. Nun ja. Ich bin hart am chillen würde ich sagen.

  • Ich hänge viel rum und prokrastiniere die leidigen Pflichten wie Wohnungsputz vor mich hin.
  • Ich war beim Zahnarzt und beim Frisör, beides lange überfällig. Ich habe mir Termine beim Augenarzt und beim Frauenarzt geben lassen, beides mit drei Monaten Vorlauf.
  • Ich stricke. Im Moment Socken, zwei Paar parallel. Die Zopfmustersocken sind ein Traum, auch gut zu stricken. Das sechsfach Sockengarn macht schon Spaß. Die anderen Socken sind ein ganz schlichtes Standardrezept. Die Wolle gefällt mir als Faden im Knäuel eigentlich besser als gestrickt, dabei stricke ich schon das ruhigste Muster, das ich mir vorstellen kann (glatt rechts). Sie ist einfach so unglaublich bunt.

  • Ich lese. Mein Büchereiausweis hat sich schon gelohnt. Allein diesen Monat habe schon sieben Bücher gelesen. Wenn man bedenkt, dass ich vorher fast gar nicht zum lesen kam, eine enorme Steigerung. Dabei ist flockige Jugendliteratur wie „Ben Fletchers total geniale Maschen“ genauso dabei wie ernsthafte Erlebnisberichte. „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ ist stellenweise zwar sehr philosophisch, aber zugleich auch unglaublich interessant. Außerdem sollte man diese Idee mal im Hinterkopf behalten.

  • Ich sitze gelegentlich auf Hochsitzen und beobachte Wild, das Schonzeit hat. Eine Übung in Geduld und viel Zeit zum Nachdenken.
  • Ich helfe meinem Vater beim Kaninchen impfen und tätowieren, Holz machen, der Betreuung des Landsitzes.
  • Ich plane meinen September, denn dann soll endlich mal ein bisschen was passieren hier. Es gibt Ausflüge, Feiern, Besuche und vielleicht nochmal einen Urlaub. Über den denke ich auch ein wenig nach. Eine Idee, die mich nicht wieder los lässt, ist die der Hüttenwanderung in den Alpen. Selbst wenn wir das vielleicht nicht diesen September machen, das kommt auf die ToDo Liste für zukünftige Reisen.
  • Ich esse zu viel. Wenn man sitzt und strickt oder mit einem Buch vor der Nase so rumliegt oder am PC hängt, der Langeweileappetit kommt früher oder später um die Ecke.
  • Ich lese viel im Internet und komme nicht drum hin mir über Flüchtlinge Gedanken zu machen. Unter #bloggerfuerfluechtlinge tun viele Menschen sehr viel Gutes und natürlich möchte man dann auch was tun, ein bisschen aus Gruppenzwang, ein bisschen aus echtem Interesse. Ich habe heute dann endlich die Suchmaschine bemüht und ein paar Infos eingeholt. Das größte Problem besteht im Moment im Grenzdurchgangslager Friedland, gar nicht so weit weg von hier. Dort werden aber vor allem Ehrenamtliche zur Organisation benötigt und für mich ist der Weg dann doch leider etwas zu weit. Hier in Göttingen selbst scheint die Lage ganz okay zu sein, auf der Internetplattform „Göttingen hilft“ übersteigen die Angebote deutlich die Nachfrage, das lässt hoffen. Mal schauen ob sich das ändert, wenn nächsten Monat die ersten Flüchtlinge in das neue Heim auf den Zietenterassen einziehen. Ich werde jedenfalls die Website im Auge behalten und mich bei Gelegenheit einbringen.

Ja, das mache ich im Moment. Und um der nächsten Frage vorzugreifen, nein, ich weiß noch nicht genau wie es beruflich weitergeht. Das ist eigentlich das viel größere Problem gerade 😀

Aus dem Urlaub: Turmhügelburg Lütjenburg


Bei Lütjenburg steht eine rekonstruierte frühmittelalterliche Turmhügelburg. Vorlage für die Errichtung war unter anderem ein Wandteppich, dafür sieht die Burg schon ziemlich cool aus. Rings um die Turmhügelburg sind verschiedene mittelalterliche Häuser, auch aus verschiedenen Epochen aufgebaut. Der Eintritt zum Gelände ist frei, der betreibende Verein bittet lediglich um ein Spende vom 2€ und dafür bekommt man recht viel zu sehen. Es gibt eine Kapelle, einen Kräutergarten, ein Gemüsebeet, ein Backhaus, Bienenstöcke, eine Schmiede, mehrere Wohnhäuser und einen Turnierplatz.

Wir sind uns über die Nützlichkeit der Turmhügelburg zur Verteidigung zwar etwas unschlüssig, ist sie doch komplett aus Holz gebaut und nicht sonderlich groß. Aber wird schon funktioniert haben. Trotz Ankündigung auf der Website fand zu unserem Besuch leider keine Führung über die Burganlage statt, vielleicht hätte man sich dafür anmelden müssen. Trotzdem ist die Burg ein sehr schönes Ausflugsziel und für Kinder sicherlich hochspannend.

Im Anschluss fuhren wir noch nach Lütjenburg selbst, eine sehr hübsche kleine Ostseestadt. Aus akuter Fotografiermüdigkeit entstanden leider keine Fotos, Lütjenburg ist aber definitv einen Abstecher wert 😉

Aus dem Urlaub: frischer Fisch vom Bottsand


Urlaub an der See heißt für mich auch immer Fisch essen. Jahrelange Bemühungen meiner Eltern („Wenn wir schon an der See sind, kannst du nicht jeden Abend Schnitzel essen!“) haben mich zunächst zum panierten Fischfilet gebracht. In den letzten Jahren habe ich dann Mut gefasst und mich zu ganzen Fischen (mit Gräten und Kopf!) vorgearbeitet. Und wirklich, frischer Fisch ist was richtig leckeres!
Über die Website Fisch vom Kutter vermarkten deutsche Fischer direkt ihren Fisch. Auf der Heimfahrt von den Fanggründen melden sie an, was es wo zu kaufen geben wird. Zu unserer großen Freude gab es ganz in der Nähe von Schönberg einen Fischhandel, der täglich frisches vom Kutter und gutes Geräuchertes verkaufte. An der Marina Wentdorf liegt der Verkaufskutter der Familie Rönnau. Bei einem ersten Besuch holten wir einen ganzen Dorsch für den Grill und ein bisschen Räucherfisch zum Probieren. Besonders überzeugt waren wir von der frischen Dorschfrikadelle.


Nach erfolgreichem Fischkauf erkundeten wir den angrenzenden Deich. Die Marina Wentdorf ist durch eine Landzunge, den Bottsand, vom Meer getrennt. Der Bottsand ist ein Vogelschutzgebiet und soll vor allem den bodenbrütenden Watvögeln als Rückzugsmöglichkeit dienen. Eine NABU Station auf dem Deich vermittelt in einer sehr guten Ausstellung die Besonderheiten des Bottsands. Hier erfuhren wir auch, dass es große Probleme mit Füchsen gibt, die selbst eigens errichtete Elektrozäune überwinden. Der Bottsand darf in der Regel nicht betreten werden. Lediglich eine Frau lebt in einer kleinen Hütte mit Solarstrom mitten auf der Halbinsel und zählt die Vögel, dokumentiert Bruterfolge und hat wahrscheinlich viel Langeweile. Wir beobachteten im flachen Wasser einem ganzen Schwarm Gänse, die mit viel Krawall aufflogen, um anschließend mit genauso viel Krawall wieder zu landen.


Wir liefen einmal durch die Dünen bis zum Strand, von dem aus man das Fahrwasser der Kieler Förde gut im Blick hatte, bevor uns auf dem schattenlosen Deich die Sonne wieder heimwärts trieb.

Aus dem Urlaub: Marinedenkmal Laboe und Seesterne


Das Ostseebad Laboe liegt direkt an der Einfahrt zur Kieler Bucht. Das Fahrwasser mit den großen und kleinen Booten, Schiffen und Fähren geht dich am Badestrand vorbei, sodass immer was zu gucken ist. Wahrzeichen von Laboe ist das Marinedenkmal, heute eine „Gedenkstätte für die auf See gebliebenen aller Nationen“ und „Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren“. Die Geschichte des Denkmals geht bis in die zwanziger Jahre zurück und entsprechend andere Widmungen trug es früher. Der Eintritt zum Denkmal ist recht teuer, aber wenn man schon mal vor Ort ist… Ausschlaggebend für uns war die Möglichkeit den 60m hohen Turm des Denkmals besteigen zu können, denn das tolle Wetter versprach eine gute Aussicht. Das Gelände des Denkmals ist fast klinisch sauber, es wird also gut gepflegt. Eine Ausstellung informiert über die Geschichte der deutschen Marine in beiden Weltkriegen und die Aufgaben der Marine heute. Zahlreiche Schiffsmodelle sind in Vitrinen zu bestaunen. Auch die Geschichte des Denkmals selbst wird erläutert. Da der „Betreiber“ der Gedenkstätte der Marinebund selbst ist, steht die Notwendigkeit derselben natürlich nicht zur Debatte 😉 Leider hatte ich nicht genug Zeit mich intensiver mit der Ausstellung zu befassen, da der Rest meiner Reisegruppe weniger interessiert war. Von der Ausstellung aus geht es in den Keller, in einen unterirdischen Gedenkraum. Durch ein Buntglasfenster in der Decke scheint ein wenig Licht, ansonsten ist es sehr dunkel, sehr kalt und ein wenig feucht dort unten. Ich vermute mal, dass genau das die Intention des Architekten war. Entlang der Wände hängen Kränze, deren Schleifen die verschiedensten Widmungen tragen. Manche wurden von Staatsvertretern abgelegt, andere von Familien, die damit einem auf See Verstorbenen gedenken. Wieder andere Kränze stammen von Besatzungen einzelner Marineschiffe oder Ehemaligenverbänden der Marine. Schließlich geht es ins Erdgeschoss des Turmes, wo den Weltkriegen gedacht wird. Eindrucksvoll ist hier im Wandputz festgehalten, wie viel Material und Leben in diesen Kriegen verheizt wurde. Es lässt einen ein bisschen schaudern und sehr, sehr hoffen, dass wir so etwas nicht noch einmal erleben müssen.
Es folgt der Aufstieg in den Turm. Der Turm ist hohl (!) und das Treppenhaus etwas lieblos an eine Seite desselben geklebt. Und offen zur Turmmitte. Richtig was für Höhenängstliche 😀

Von oben hatte man wie erwartet einen wirklich gutem Ausblick auf Kiel, auf den Strand, auf das Hinterland. Coole Sache. Runter nahmen wir aber den Fahrstuhl.

Einmal über die Straße vom Marinedenkmal liegt ein altes U-Boot auf dem Trockenen und dient als technisches Museum. Soll heißen: Man hat es hübsch gemacht und man kann mal durchlaufen und gucken. Viel Erläuterungen gab es nicht zu lesen, aber war schon okay. Interessant war vor Allem zu sehen, wie eng es in so einer Blechbüchse wirklich war. Es gab einfach keinen Platz. Für nix. Die Besatzung schlief auf, über und zwischen den Torpedos. Die Toilette war nur bis zu einer Tauchtiefe von 25m benutzbar. Der Koch hatte so ziemlich genau einen Quadratmeter Küche und ein Regal zur Verfügung, bei knapp 50 Mann Besatzung. Unvorstellbar, muss ja aber irgendwie funktioniert haben.

Nach diesem Programm hatten wir erst mal genug von deutscher Vergangenheit und militärischer Seefahrt und folgten daher den Schildern zur meeresbiologischen Station Laboe. Auf dem Weg wurden wir von gefühlten Millionen Gewittertierchen belagert, dabei war es ganz normales, sonniges und sehr warmes Sommerwetter. Die Meeresbiologische Station war dann der Hit. Zwar mussten wir erneut Eintritt bezahlen, dafür bekamen wir aber eine Privatführung. Zunächst wurden wir in einer Art Klassenzimmer auf die zu erwartenden Highlights vorbereitet und lernten viel über die Ostsee. Was unterscheidet die Ost- von der Nordsee? Was für Tierarten finden wir in der Ostsee und warum? Danach ging es durch drei Räume mit Aquarien voller Ostseebewohner, zu denen es immer interessante Fakten zu erfahren gab. Wir lernten, wie Seesterne Muscheln erbeuten, wie sich Krebse gegen Möwenangriffe wehren und wo der Aal sich vermehrt. Zu unser aller Freude durften wir einen Seestern anfassen und einen Krebs in die Hand nehmen.


Von den Betreibern der Station werden auch Fahrten mit einem ehemaligen Forschungskutter angeboten. Bei diesen Fahrten geht es raus auf die Ostsee, ein kleines Netz wird ausgeworfen und der Fang anschließend gemeinsam begutachtet. Für uns war das zeitlich leider nicht mehr drin, aber ich schätze mal, es lohnt sich.

Von Laboe selbst haben wir auch Zeitgründen dann auch nichts mehr gesehen, dabei gibt es dort noch eine ganze Strandpromenade und einen Hafen zu entdecken. Uns lockte nach so viel Kultur aber erst mal „unser“ Strand in Hohenfelde.

Aus dem Urlaub: das Basislager Hohenfelde


Anstelle einer ermüdenden chronologischen Aufzählung der Ereignisse aus dem Ostseeurlaub habe ich beschlossen, die Orte, die wir besucht haben, einzeln vorzustellen. Das gibt mir die Möglichkeit mehr Fotos zu zeigen und auf unsere persönlichen Highlights besser einzugehen. Außerdem haben wir so ziemlich jeden Tag den gleichen Plan befolgt: vormittags ein Ausflug, nachmittags schwimmen. Basislager für unsere Unternehmungen war der kleine Ort Hohenfelde in der Probstei, besser, die Ferienhaussiedlung Malmsteg. Da wir mit zehn Personen plus zwei Kleinkindern unterwegs waren, hatten wir zwei Ferienhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft gebucht. Gleich die Straße runter war das Meer, keine fünf Minuten Fußweg zwischen uns und dem Wasser.

Der Strand in Hohenfelde ist kurtaxefrei, erfahrene Ostseeurlauber wissen was das heißt: nicht unbedingt der beste Strand in der Gegend, aber immerhin Hunde erlaubt. Wir waren dennoch positiv überrascht: nach einer Geröllböschung folgte ein schmaler Streifen Sandstrand, breit genug um die Strandmuschel aufzustellen, dann kam die Brandung mit ein bisschen Steinchen und Steinen und schwups, stand man im knietiefen Wasser auf der Sandbank. Ab da ging es dann flach und sandig weiter. Etwa auf Höhe einer Boje, die den Beginn einer Bootslandezone markierte, war das Wasser tief genug zum schwimmen, aber flach genug um noch laufen zu können, sollte man das Gefühl haben abgetrieben zu werden. Ich suche mir beim Schwimmen im Meer immer solche Markierungen, denn mir hat man als Kind eingebläut mich vor der Strömung in Acht zu nehmen. Jeden Tag unseres Urlaubs waren wir am Strand und im Wasser, fast immer auch mit der Strandmuschel, einem guten Buch und ein wenig Snacks. Das Strickzeug hatte ich leider nie dabei, wollte ich der Wolle doch Salz, Sand und Meerwasser ersparen. Wir bauten Sandburgen oder machten Fotospaziergänge. An zwei Abenden waren wir auch in der Dämmerung unterwegs, zum romantischen Sonnenuntergang.

Immer am Wasser entlang kam man auch zu einem großen Campingplatz mit Tante Emma Laden wo ich Postkarten kaufte. Dies war leider die einzige Einkaufsmöglichkeit „vor Ort“, der nächste Supermarkt war im zwei Kilometer entfernten Hauptort. Eine halbe Stunde Fußmarsch in die andere Richtung findet man die Straußenfarm Ostseeblick. Ich persönlich finde, dass der Bauer dort ein bisschen sehr viel Geld mit seinen Straußen machen will (2,50€ dafür, dass man die Babystrauße anschauen darf!), aber wenn man schon mal vor Ort ist, muss man ja mal gucken. Die Babystrauße ließen sich dann sogar streicheln und guckten wir erwartet sehr niedlich drein, die Großen waren dann schon etwas sehr garstig.




Auf dem Heimweg kamen wir an einem Archehof mit Direktvermarktung vorbei und klingelten nach der Bäuerin, die uns bereitwillig den Hof und die Tiere zeigte, bevor wir uns mit Wurst eindeckten. Überall auf dem Hof lief Geflügel frei herum, Hühner, Enten, Gänse, ein Hahn. In einem großen Auslauf erfreuten sich Angler Sattelschweine am Matsch und eine Herde Coburger Fuchsschafe weidete auf einer Wiese am Haus. Landidylle wie man sich das vorstellt.

Überhaupt, wer Ruhe sucht und sich nicht daran stört nur von anderen Urlaubern umgeben zu sein, kann in Hohenfelde sehr schön entspannen, vorausgesetzt man ist mobil. In dem Sinne eher was für Familien als für Rucksackreisende 😉

12 von 12

Ich tauche mal aus meiner post-Urlaubs-Motivationssenke auf und zeige euch in zwölf Bildern meinen Tag (Urlaubsbericht kommt. Versprochen). Viele weitere tolle Fotos gibt es bei Draußen nur Kännchen!

Mein Tag beginnt um vier Uhr morgens. Um fünf sitze ich auf einem Hochsitz und gucke auf diese Wiese (nur noch dunkler. Die miese Qualität liegt am Handy, sry).

Um halb acht wird meine Geduld belohnt. Da ich schon ängstlich gefragt worden bin: Ricke und Kitz haben momentan noch Schonzeit, ich habe sie also nur beobachtet und mich gefreut mal was anderes zu sehen als leere Wiese. Der Rehbock, auf den ich eigentlich gewartet habe, hat sich nicht blicken lassen.

Wenn man den Tagesrhytmus auseinanderbringt, dann richtig: Rührei statt overnight oats zum Frühstück.

Als Dessert ein Plattpfirsich. Wie kommt es eigentlich, dass es die jetzt so plötzlich überall zum kleinen Preis gibt? Ich kann mich nicht dran erinnern früher jemals Plattpfirsich gesehen, geschweige denn gegessen zu haben. Oder Plattnektarine. Oder Pluots.

Anschließend heißt es aufräumen und putzen auf dem Landsitz. Nicht fotografiert habe ich die beiden Kühlschränke, die ich geduldig geputzt habe. Dafür habe ich beim aufräumen spielen diese unglaublich knuffigen Holztiere gefunden. Dieses Krokodil! Und die kleinen Bären! Und dieser Ziegenbock! Und das Schaf erst! Wolke mit Kopf! So süß.

Der Landsitz steht nun schon fast fünf Jahre leer und das merkt man leider an vielen Stellen. Unbeirrt davon blühen die Rosen im Vorgarten. Früher war der 12. August immer ein ein Tag voll Trubel, denn meine Oma hatte Geburtstag und alle kamen zur großen Feier. Heute haben wir eine Chrysantheme auf ihrem Grab gepflanzt, als kleinen Gruß.

Nicht im Bild festgehalten ist die Heimfahrt und die zwei Stunden, die ich mit Essen und schlafen verbracht habe, bevor der nächste Einsatz anstand. Die festen Schuhe waren trotz Sommerwetter eine gute Idee.

Ein Anhänger Holz wurde in Rekordzeit gesägt und gestapelt. Schon das zweite Holzstück fiel mir auf den Fuß, in Sandalen hätte das sicher einen schönen, blauen Zeh gegeben.

Dann blieb noch ein wenig Zeit um durch den Garten zu streifen, natürlich fotografierend. Heute waren die Dahlien mal von ganz nah dran.

Noch ein bisschen pflücken für daheim, die Balkontomaten lassen noch ein wenig auf sich warten.

Dann geht es erstmal unter die Dusche, Holzmehl loswerden.

Der Beste hat wie immer gekocht. Frühkartoffeln aus dem eigenen Garten mit lecker Zwiebel-Schnittlauchquark.

Das waren meine zwölf Bilder. Ich bin jetzt auf jeden Fall gut fertig und werde sicher bald ins Bettchen verschwinden. Gute Nacht! 😉