Aus dem Urlaub: das Basislager Hohenfelde


Anstelle einer ermüdenden chronologischen Aufzählung der Ereignisse aus dem Ostseeurlaub habe ich beschlossen, die Orte, die wir besucht haben, einzeln vorzustellen. Das gibt mir die Möglichkeit mehr Fotos zu zeigen und auf unsere persönlichen Highlights besser einzugehen. Außerdem haben wir so ziemlich jeden Tag den gleichen Plan befolgt: vormittags ein Ausflug, nachmittags schwimmen. Basislager für unsere Unternehmungen war der kleine Ort Hohenfelde in der Probstei, besser, die Ferienhaussiedlung Malmsteg. Da wir mit zehn Personen plus zwei Kleinkindern unterwegs waren, hatten wir zwei Ferienhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft gebucht. Gleich die Straße runter war das Meer, keine fünf Minuten Fußweg zwischen uns und dem Wasser.

Der Strand in Hohenfelde ist kurtaxefrei, erfahrene Ostseeurlauber wissen was das heißt: nicht unbedingt der beste Strand in der Gegend, aber immerhin Hunde erlaubt. Wir waren dennoch positiv überrascht: nach einer Geröllböschung folgte ein schmaler Streifen Sandstrand, breit genug um die Strandmuschel aufzustellen, dann kam die Brandung mit ein bisschen Steinchen und Steinen und schwups, stand man im knietiefen Wasser auf der Sandbank. Ab da ging es dann flach und sandig weiter. Etwa auf Höhe einer Boje, die den Beginn einer Bootslandezone markierte, war das Wasser tief genug zum schwimmen, aber flach genug um noch laufen zu können, sollte man das Gefühl haben abgetrieben zu werden. Ich suche mir beim Schwimmen im Meer immer solche Markierungen, denn mir hat man als Kind eingebläut mich vor der Strömung in Acht zu nehmen. Jeden Tag unseres Urlaubs waren wir am Strand und im Wasser, fast immer auch mit der Strandmuschel, einem guten Buch und ein wenig Snacks. Das Strickzeug hatte ich leider nie dabei, wollte ich der Wolle doch Salz, Sand und Meerwasser ersparen. Wir bauten Sandburgen oder machten Fotospaziergänge. An zwei Abenden waren wir auch in der Dämmerung unterwegs, zum romantischen Sonnenuntergang.

Immer am Wasser entlang kam man auch zu einem großen Campingplatz mit Tante Emma Laden wo ich Postkarten kaufte. Dies war leider die einzige Einkaufsmöglichkeit „vor Ort“, der nächste Supermarkt war im zwei Kilometer entfernten Hauptort. Eine halbe Stunde Fußmarsch in die andere Richtung findet man die Straußenfarm Ostseeblick. Ich persönlich finde, dass der Bauer dort ein bisschen sehr viel Geld mit seinen Straußen machen will (2,50€ dafür, dass man die Babystrauße anschauen darf!), aber wenn man schon mal vor Ort ist, muss man ja mal gucken. Die Babystrauße ließen sich dann sogar streicheln und guckten wir erwartet sehr niedlich drein, die Großen waren dann schon etwas sehr garstig.




Auf dem Heimweg kamen wir an einem Archehof mit Direktvermarktung vorbei und klingelten nach der Bäuerin, die uns bereitwillig den Hof und die Tiere zeigte, bevor wir uns mit Wurst eindeckten. Überall auf dem Hof lief Geflügel frei herum, Hühner, Enten, Gänse, ein Hahn. In einem großen Auslauf erfreuten sich Angler Sattelschweine am Matsch und eine Herde Coburger Fuchsschafe weidete auf einer Wiese am Haus. Landidylle wie man sich das vorstellt.

Überhaupt, wer Ruhe sucht und sich nicht daran stört nur von anderen Urlaubern umgeben zu sein, kann in Hohenfelde sehr schön entspannen, vorausgesetzt man ist mobil. In dem Sinne eher was für Familien als für Rucksackreisende 😉

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