Und was machst du jetzt so?

Die klassische Frage sobald jemand erfährt, dass ich die Emma ja nun abgegeben habe. Nun ja. Ich bin hart am chillen würde ich sagen.

  • Ich hänge viel rum und prokrastiniere die leidigen Pflichten wie Wohnungsputz vor mich hin.
  • Ich war beim Zahnarzt und beim Frisör, beides lange überfällig. Ich habe mir Termine beim Augenarzt und beim Frauenarzt geben lassen, beides mit drei Monaten Vorlauf.
  • Ich stricke. Im Moment Socken, zwei Paar parallel. Die Zopfmustersocken sind ein Traum, auch gut zu stricken. Das sechsfach Sockengarn macht schon Spaß. Die anderen Socken sind ein ganz schlichtes Standardrezept. Die Wolle gefällt mir als Faden im Knäuel eigentlich besser als gestrickt, dabei stricke ich schon das ruhigste Muster, das ich mir vorstellen kann (glatt rechts). Sie ist einfach so unglaublich bunt.

  • Ich lese. Mein Büchereiausweis hat sich schon gelohnt. Allein diesen Monat habe schon sieben Bücher gelesen. Wenn man bedenkt, dass ich vorher fast gar nicht zum lesen kam, eine enorme Steigerung. Dabei ist flockige Jugendliteratur wie „Ben Fletchers total geniale Maschen“ genauso dabei wie ernsthafte Erlebnisberichte. „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ ist stellenweise zwar sehr philosophisch, aber zugleich auch unglaublich interessant. Außerdem sollte man diese Idee mal im Hinterkopf behalten.

  • Ich sitze gelegentlich auf Hochsitzen und beobachte Wild, das Schonzeit hat. Eine Übung in Geduld und viel Zeit zum Nachdenken.
  • Ich helfe meinem Vater beim Kaninchen impfen und tätowieren, Holz machen, der Betreuung des Landsitzes.
  • Ich plane meinen September, denn dann soll endlich mal ein bisschen was passieren hier. Es gibt Ausflüge, Feiern, Besuche und vielleicht nochmal einen Urlaub. Über den denke ich auch ein wenig nach. Eine Idee, die mich nicht wieder los lässt, ist die der Hüttenwanderung in den Alpen. Selbst wenn wir das vielleicht nicht diesen September machen, das kommt auf die ToDo Liste für zukünftige Reisen.
  • Ich esse zu viel. Wenn man sitzt und strickt oder mit einem Buch vor der Nase so rumliegt oder am PC hängt, der Langeweileappetit kommt früher oder später um die Ecke.
  • Ich lese viel im Internet und komme nicht drum hin mir über Flüchtlinge Gedanken zu machen. Unter #bloggerfuerfluechtlinge tun viele Menschen sehr viel Gutes und natürlich möchte man dann auch was tun, ein bisschen aus Gruppenzwang, ein bisschen aus echtem Interesse. Ich habe heute dann endlich die Suchmaschine bemüht und ein paar Infos eingeholt. Das größte Problem besteht im Moment im Grenzdurchgangslager Friedland, gar nicht so weit weg von hier. Dort werden aber vor allem Ehrenamtliche zur Organisation benötigt und für mich ist der Weg dann doch leider etwas zu weit. Hier in Göttingen selbst scheint die Lage ganz okay zu sein, auf der Internetplattform „Göttingen hilft“ übersteigen die Angebote deutlich die Nachfrage, das lässt hoffen. Mal schauen ob sich das ändert, wenn nächsten Monat die ersten Flüchtlinge in das neue Heim auf den Zietenterassen einziehen. Ich werde jedenfalls die Website im Auge behalten und mich bei Gelegenheit einbringen.

Ja, das mache ich im Moment. Und um der nächsten Frage vorzugreifen, nein, ich weiß noch nicht genau wie es beruflich weitergeht. Das ist eigentlich das viel größere Problem gerade 😀

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