Foto, Foto!

Ich dachte ich zeige mal, was ich die ganze Zeit so durch die Gegend schleppe, wenn ich tolle Fotos machen will.
Zunächst mal zur Kamera, von der es kein Foto gibt, weil ich ja Fotos machen musste. Eine Nikon D3100, das Einsteigermodell unter den DSLRs, längst vom Markt durch seinen Nachfolger, die D3200, verdrängt. Ich muss dazu sagen, ich gehe nicht sehr zimperlich mit meiner Kamera um. Sie hat schon ein paar Kratzer und eine Ecke des Gehäuses ist gesprungen, seid die Handtasche mitsamt Kamera mal etwas unsanft gelandet ist. Ich benutze keine dick wattierte Kameratasche, sondern stecke das gute Stück einfach ein. Bis vor Kurzem hatte ich noch einen gefütterten, selbstgenähten Beutel, aber den habe ich neulich verloren. Das mal vorweg als Erklärung, warum ich mich mit meinem Equipment eher am unteren Preisbereich bewege. Insgesamt bin ich mit der D3100 auch voll zufrieden, sie ist für eine DSLR klein und leicht und macht gute Bilder. Lediglich der automatische Weißabgleich liegt nicht immer korrekt, aber wenn man das weiß, kann man damit leben.

Zur Kamera gehört das typische Kit-Objektiv mit Brennweite 18-55mm (AF-S DX Nikkor 18-55mm 1:3.5-5.6 G VR). Mit diesem Objektiv lassen sich schöne Bilder machen! Aufgrund der etwas kleinen Blende ist es eher ein draußen-bei-schönem-Wetter Objektiv, hat aber bei manueller Fokussierung eine erstaunlich kurze Naheinstellgrenze. Ich habe fast ein Jahr nur mit diesem Objektiv fotografiert, bevor ich mir ein weiteres zugelegt habe. Besonders auf Reisen ist der Weitwinkelbereich super für Gebäude oder Landschaftsaufnahmen. Leider verzieht das Objektiv in diesem Bereich ein wenig, aber was will man auch erwarten.

Nun sind 55mm maximale Brennweite nicht wirklich viel und so zog dieses Jahr ein „richtiger“ Zoom ein. Das Sigma DC 18-250 mm 1:3.5-6.3 Macro OS HSM ist ein klassischer Reisezoom. An meiner kleinen Kamera sieht es unglaublich groß aus und sorgt mehr oder minder für eine Verdoppelung des Gewichts. Dieses Objektiv ist eine Eierlegendewollmilchsau und als solches natürlich eher mittelmäßig in allen Disziplinen. Ich war mir dessen völlig bewusst, denn die Probleme mit kleiner Blende oder stürzenden Linien kannte ich ja auch schon von meinem 18-55mm. Dieses Objektiv ist für Reisen und Ausflüge gedacht und hat sich vor allem im Tierpark bzw. Zoo dieses Jahr schon sehr gut geschlagen. Die Naheinstellgrenze liegt mit 35 cm auch wunderbar kurz und ermöglicht in Kombination mit der großen Brennweite schöne Tiefenunschärfen und Makroaufnahmen. Es ist ein guter Kompromiss zwischen Flexibilität, Bildqualität und Preis.

Dritter und mein Liebling im Bunde ist meine Festbrennweite, das AF-S Nikkor 50mm 1:1.8 G. Mit Festbrennweiten bekommt man für erfrischend wenig Geld wunderbare Lichtstärken. Mit der minimalen Blende 1.8 fotografiere ist selten, denn meist ist der Schärfebereich dann unglaublich schmal. Dieses Objektiv macht sich gut für Portraits, denn die Freistellung ergibt sich quasi von selbst. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen, zum Beispiel bei Parties im Haus, kann man noch passable Bilder machen. Nicht zu verachten ist auch die geringe Größe, mit der Festbrennweite drauf passt die Kamera in jede Handtasche. Mein Lieblingsfeature ist die M/A Einstellung des Fokus, bei der in die automatische Fokussierung eingegriffen werden kann, um den Fokuspunkt auf das gewünschte Detail zu legen. Die meisten Leute sind sehr verwirrt, wenn sie mit der Kamera ein Bild machen wollen und ich ihnen erkläre, dass sie nicht zoomen können. Man muss ein wenig anders fotografieren, das Motiv mehr suchen und den eigenen Standpunkt öfter verändern. Auch aus diesem Grund fotografiere ich gerne mit der Festbrennweite, man muss ein wenig aufmerksamer gucken und nachdenken, was will ich abbilden und wie? Und aus welchem Winkel kriege ich das aufs Bild? Einziger Wehrmutstropfen ist bei diesem Objektiv die hohe Naheinstellgrenze, die keine Makroaufnahmen ermöglicht, aber dafür hab ich ja jetzt den Reisezoom 😉

Im Fazit kann ich nur sagen, dass ich mit allen drei Objektiven richtig gute Bilder gemacht habe – und eine Menge Aufnahmen, die zum Teil langweilig, zum Teil schlecht sind. Es liegt wie immer mehr am Menschen als am Equipment. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und von denen ist auch noch keiner vom Himmel gefallen. Oder so 😛

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Ein Gedanke zu “Foto, Foto!

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