Die Berge rufen! Teil 1

Blick vom Balkon
Wir sind zurück aus unserem 4-Tages Kurzurlaub in den Alpen. Ich habe mich durchsetzen und den Besten überzeugen können, das alpine Wandern doch mal zu testen. Anfang der Woche ging es mit dem Zug nach Oberstdorf, Direktverbindung ab Göttingen. Zugreisen sind ja immer ein bisschen Nervenkitzel, man muss schon flexibel sein. Unser IC hatte dann bereits 20 min Verspätung („technischer Defekt“) als wir endlich einstiegen, die wir dann zwischenzeitlich auf 60 min ausbauten („Notarzteinsatz am Zug“, „Zugüberholung“, „Notarzteinsatz am Gleis“) . Entdeckung der Langsamkeit als Urlaubsentspannungsübung. In Oberstdorf wurden wir von unseren Vermieter am Bahnsteig abgeholt und bekamen ein paar Einsteigerinfos. Unsere Wohnung war klein und gemütlich, mit allem was wir so brauchen ausgestattet. Vom kleinen Balkon aus hatte man schon einen sehr schönen Bergblick, an dem ich mich in der gesamten Zeit nicht satt sehen konnte. Wir gingen noch einkaufen fürs Frühstück und später dann lecker Essen. Allgäuer Kasspatzen, ein Traum.

Am nächsten Tag war das Wetter ein wenig grau und neblig. Ich hatte eine „kleine“ Tagestour mit Gipfelbesteigung herausgesucht, zu der wir dann gut gelaunt aufbrachen. Zunächst ging es noch auf bequemen Wanderwegen durchs Tal, dann auf einer Waldstraße in schönen Kehren bergauf bis zum „Gerstruben“, einem alten Bergbauernhof.
Gerstruben
Von dort an wurden die Wegverhätnisse abenteuerlich, steil bergauf über Viehweiden, in Serpentinen durch wurzelige Bergwälder, über Steine, Schlamm und noch mehr Wurzeln. Je höher wir kamen, umso schöner wurde die Aussicht.
Panorama
Der Beste trug fast den gesamten Aufstieg unseren Rucksack und kämpfte sehr mit der dünnen Höhenluft, während ich nur mit der Kamera „bepackt“ vorauslief. Wir erreichten eine Art Bergsattel, an dem es auf der anderen Seite wieder steil bergab ging und staunten. Die letzten Meter bis zum Gipfel des Hahnenkopfes gingen dann recht gut. Leider zogen nun Wolken auf und verdeckten das Panorama, aber nichtsdestotrotz war es ein tolles Gefühl wirklich da ganz oben zu sein (1735m).
Auf dem Gipfel
Zur Belohnung gab es für jeden ein Landjägerwürstchen und eine Verschnaufpause. Der Abstieg war zunächst recht schön, wir sahen Gemsen auf einem nahen Grat, kamen durch interessante Höhenlandschaften und über die zwei Lugenalpen, die leider schon geschlossen waren.
Abstieg
Bier gab es an der unteren Alpe trotzdem, auf Vertrauensbasis im Brunnen deponiert. Eine schöne Idee. Danach ging es eine Viehtrift hinab durch dichten Bergwald bergab. Der Weg war steil, rutschig und ein bisschen langweilig, ich rutschte ein paar mal weg und landete auf dem Hintern. Endlich im Oytal angekommen gönnten wir uns jeder eine große Saftschorle in der Oytalhaus Gaststätte, von der aus wir dann den restlichen Weg zurück nach Oberstdorf in Angriff nahmen. Da das Vieh am Wochenende schon von den Alpen hinabgetrieben worden war, stand es nun im Tal auf der Nachweide. So viele Kühe! Und ganz ohne Zaun, stehen sie manchmal auch einfach auf dem Weg. Insgesamt waren wir diesen Tag etwa acht Stunden unterwegs und abends entsprechend fertig. Im Restaurant unweit unserer FeWo aßen wir dann wirklich sehr gut zu Abend, Kässpatzen und Hirschragout vom Feinsten.
Untere Lugenalpe
Fortsetzung folgt… 😉

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3 Gedanken zu “Die Berge rufen! Teil 1

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