Perfektes Dinner

Am letzten Dienstag haben wir die logistischen Möglichkeiten unseres Haushalts voll ausgeschöpft und sechs Personen zum Essen geladen. Ein komplettes Menü mit Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch für acht Personen auf den Tisch zu bringen wird erst dann zu einer richtigen Herausforderung wenn man nur vier Töpfe und sechs Löffel besitzt.
Von allen Geschirrteilen besitzen wir in der Regel 4 pro Sorte, dementsprechend habe ich immer abwechselnd gedeckt. Beim Besteck kamen wir gerade so über die Runden, nur zwei Suppenlöffel mussten von den Gästen selbst mitgebracht werden. Bei den Gläsern haben wir dann spannenderweise 6 pro Sorte, aber auch das fiel nicht weiter auf. Die zueinander kompatibelsten wurden fürs Glasdessert verwendet, auf dem Tisch sah es eh schon bunt gemischt genug aus. Ich hatte sehr viel Spaß daran den Tisch ansprechend einzudecken und alles hübsch zu machen, der Beste tobte sich in der Küche aus.

Zur Vorspeise gab es eine Champignoncremesuppe, gekocht mit selbst zubereiteter Gemüsebrühe. Brühe kochen ist ja super einfach! Der Hauptgang und Anlass des Dinners war eine Rehkeule. Fast ein Jahr hat sie in der Tiefkühltruhe verbracht und auf ihren großen Auftritt gewartet. Zusammen mit hausgemachten (und nur ein bisschen aufgequollenen) Semmelknödeln und einem großen Topf Rotkohl war es jetzt endlich soweit. Mit am Tisch hatten wir zwei Wildneulinge, die beide überzeugt werden konnten, allen anderen schmeckte es sowieso. Selbst von den ungefähr zwei Kilo Rotkohl blieb kaum etwas übrig.

Als krönenden Abschluss gab es dann das klassische Dessert: Schokopudding mit Vanillesoße. Beides „from scratch“, ohne Tütchen und Pülverchen. Der Schokopudding nach diesem Rezept wurde sehr schokoladig, wer es milder mag sollte vielleicht Vollmilchschoki verwenden. Die Vanillesoße bereitete mir ein wenig Probleme, wollte das Eigelb doch nicht gleich abbinden. Letztendlich ist eine perfekte Konsistenz herausgekommen und nur ein ganz kleines bisschen Eiweiß ausgeflockt. Lernen durch machen, ich kann jetzt eine Vanillesoße klassisch zur Rose abziehen (Schmecken tut es übrigens auch richtig gut).

Am Ende waren alle Teller leer, alle Gäste satt und die Stimmung super. Jetzt warten wir auf die Gegeneinladung zum Bierbraten (oder Fruchtzwergeselbstmacheis, wir sind da flexibel). Für das nächste Menü bei uns steht dann schon fest: es gibt Kaninchen.

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Ein Gedanke zu “Perfektes Dinner

  1. „Bambis Mama schmeckt super!“ – der wahre Slogan dieses Eintrages!
    Es war wieder einmal wundervoll bei euch und das Essen unglaublich schmackofatz. Zum Fruchtzwergeselbstmacheis lade ich doch immer gerne mal ein. 😀
    Und dann schauen wir uns wieder „gute“ Studienpromotionvideos an! 😀

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