Mein neuer, alter Kleiderschrank

Früher, als ich noch zur Schule ging, bei meinen Eltern wohnte und das Leben irgendwie einfacher war, da hatte ich einen Kleiderschrank. Ein tiefer Pax, in Birke. Meine gesamte Garderobe war in diesem Schrank untergebracht, zumindest passte alles hinein, praktischerweise lag wie bei jedem Teenager das meiste im Zimmer verteilt. Dann zog ich aus und bei Oma ein und lebte mit der Dekadenz eines begehbaren Kleiderschranks. Das „begehbar“ hielt sich dank großzügiger Lagerung von Kleidung auf dem Boden auch in Grenzen, aber wozu hat man sonst einen begehbaren Kleiderschrank? Nun ja, inzwischen wohne ich mit dem Besten zusammen und auch wenn wir eine schöne, große Wohnung haben hieß es doch zurück zum klassischen Schrank. Mein alter Pax zog wieder mit ein (ein Dank an meine Mama, die damals schon im Gedanken am mögliche Umzüge zwei schmale statt eines breiten Korpus angeschafft hat). Zusätzlich zum Schrank kam eine Kommode dazu, in der ein Teil meiner Garderobe ausgelagert wurde. So nach und nach wurde ich von meinem Schrank dann immer genervter. Der tiefe Korpus ist toll um Dinge aufzuhängen. Er ist weniger toll um Dinge hineinzulegen, denn alles was in der zweiten Reihe liegt, sieht man nicht und zieht man auch nicht an. Das störte mich gewaltig. Außerdem hat sich in meiner inzwischen Garderobe einiges angesammelt, was aufgehängt werden kann/sollte, der Kleid-mit-Strumpfhose-Look ist zum Beispiel erst in den letzten Jahren in mein Bewusstsein gedrungen. Gleichzeitig war ich positiv überrascht von meiner Kommode. Schubladen sind ja so praktisch! Man kommt an alles dran, auch wenn es zweite Reihe liegt, man sieht alles auf einen Blick, top. So nach und nach reifte der Entschluss: der Pax muss anders! Und da kommt noch ein großes Plus bei schwedischen Systemmöbeln zum Tragen: Auch wenn mein Pax inzwischen uralt ist, das neue Zubehör passt. Einen Besuch beim IKEA und einen Abend mit meinem Kleiderschrank später habe ich meine Aufbewahrung optimiert. Ich habe jetzt drei neue Schubladen und eine weitere Kleiderstange. Damit ist Platz alles aufzuhängen, was auf einen Bügel gehört. Pullover und Unterwäsche haben jetzt eine Schublade und ein Korb ist für Strumpfhosen vorgesehen. Die Hosen wurden in die Kommode ausgelagert, allerdings ist das noch nicht ganz final. Es ist außerdem noch Platz für eine weitere Schublade, die ich mir bei der nächsten Gelegenheit holen werde, dann ist auch noch Platz für meine Sammlung an Halstüchern. Aber sieht es nicht irgendwie schon viel besser aus?

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