Aubergine

Mein bestes Bruderherz hat vor einiger Zeit die Kategorie „Obst und Gemüse, das super witzig aussieht, aber einfach nicht zum Verzehr geeignet ist“ geschaffen. Für ihn fallen unter anderem Rüben, Kürbisse und Auberginen in diese Kategorie. Ich finde Rüben und Kürbisse jetzt nicht so übertrieben witzig, aber wenn das Kind meint. Bei den Auberginen muss ich ihm einfach Recht geben, zumindest was das Aussehen angeht. Diese Farbe. Diese Form. Diese glänzende Schale. Dieser grüne Stengel-Hut. Und jetzt stellt euch mal folgendes vor: der Stengel als Schnabel/Mund/jedenfalls vorne, dann rechts und links ein Wackelauge und das dicke Ende der Aubergine als hinten. Der Auberginen-Fisch! Oder Vogel, je nachdem. Ich erfreue mich jedes Mal an dieser Vorstellung (und habe leider kein passendes Bild im Internet gefunden. Und es versäumt selbst eins zu machen).
Nun hat mein Bruderherz allerdings eins verkannt. Auberginen schmecken ganz großartig. Am Besten in Bierteig gewendet und ganz viel Öl ausgebacken (Ich höre schon den Besten: „Aber dann schmeckt man ja von der Aubergine gar nicht mehr…*“). Oder so wie ich sie mir heute zum Mittagessen zubereitet habe:
Eine Aubergine und eine Knoblauchzehe würfeln. Die Aubergine in ein bisschen Öl anbraten. Dann den Knoblauch dazu, mit Salz und Pfeffer würzen und 15-20 min köcheln lassen. Dabei immer mal ein klein wenig Wasser (oder wer drauf steht vielleicht Wein) angießen. Und fertig. Ist jetzt kein Gourmetessen, aber fix zubereitet und von der Menge her für eine Person in Ordnung. Man kann die Aubergine jetzt zusammen mit Fetacreme in Pitataschen oder Fladenbrot füllen, dann geht das sogar auf die Hand. Ich habe heute eine Portion Couscous dazu gekocht. Der Couscous bekommt bei mir immer ein bisschen Raz al Hanout, eine marrokanische (?) Gewürzmischung. Damit schmeckt er echt richtig, richtig lecker. Ein bisschen Feta dazuschneiden, vielleicht ein bisschen Joghurt als Dip, falls was zu salzig oder zu scharf geworden sein sollte (ich lern‘ das noch) und fertig. Wenn man jetzt das ganze Öl und die lange Garzeit ignoriert, kann man sich einbilden was richtig gesundes, vitaminreiches zum Essen zu haben 😉

* Ich gebe zu, Aubergine ist jetzt nicht soo intensiv im Eigengeschmack. Das oben beschriebene Gericht ist auch eher was für Menschen, die Risi-Bisi oder Rührei mit Toast auch als vollwertige Mahlzeit anerkennen. Ich hab ja hier auch wen, der das maximal als Beilage oder Snack einordnet. Der steht dann aber auch bestimmt doppelt so lange in der Küche ;P

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