2015 – Ein obligatorischer Jahresrückblick

Es ist ja gute Sitte als Bogger am Ende eines Jahres ein bisschen zurückzublicken. Weit verbreitet ist eine Stichpunktabfrage, die ich der Einfachheit halber mal übernommen und mit eigenen Fragen ergänzt habe.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Bin ja hoffnungsloser Optimist und nur an gute Dinger Erinnerer, also selbstverständlich 10 😉
Zugenommen oder abgenommen? 
Keine Ahnung, aber alle fragen mich, ob ich abgenommen hätte. Also meine Silhouette scheint sich verändert zu haben…
Haare länger oder kürzer?
In etwa gleich lang, da ich 2014 zur fast genau gleichen Zeit im September beim Frisör war und meinen jährlichen Haarschnitt bekommen habe. Nächstes Mal aber wieder mit mehr Stufen.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Rein medizinisch habe ich an Fernsicht gewonnen. Und zwei neue Brillen.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Die ganzen Anschaffungen zum Umzug, die Miete, so banale Sachen.
Der hirnrissigste Plan?
Bei meiner Oma das Haus umzubauen. Zum Glück nix geworden.
Die teuerste Anschaffung?
Unsere Küche 😀 Ganz allein für mich wahrscheinlich das neue Kameraobjektiv und meine Erna.
Das leckerste Essen? 
Hm. Habe sehr oft sehr lecker gegessen. Noch frisch im Gedächtnis: die Heiligabendforelle.
Das beeindruckendste Buch? 
Am schönsten war Flamingos im Schnee. Da hab ich am Ende dann auch geheult.
Der ergreifendste Film? 
Ja, ne, so viele Filme waren’s einfach nicht… ich nominiere mal Baymax, weil da alles an Drama drin vorkommt, was Pixar so zu bieten hat.
Das schönste Konzert?
Das Sommernachtskonzert von Unicante, das hat gute Laune gemacht. Der eine Gospelchor, den ich bei der Nacht der Göttinger Lichter gehört habe, war auch gut.
Strickbilanz?
4,5 Paar Socken, ein Pulli, 3 Mützen. In Arbeit ein Paar Fäustlinge. Alles maximal Nadelstärke 4, der Großteil 2,5.
Was genäht?
Strickprojektbeutel, Objektivbeutel, Krimskramstäschchen, eine Strandtasche, zwei Kleider.
Die meiste Zeit verbracht mit…?
In der ersten Jahreshälfte: Arbeit. Danach: nichts tun.
Die schönste Zeit verbracht mit…?
Reisen.
Vorherrschendes Gefühl 2015? 
Schau’n wir mal, wie’s weitergeht.
2015 zum ersten Mal getan?  
Eine Masterarbeit geschrieben. Auf ein Promotionsprogramm beworben. Ein Poster präsentiert. Eine Käppchenferse gestrickt. Ein Kleid genäht. Die Krankenkasse gewechselt. In den Alpen gewesen. Amsterdam gesehen. Auf ein Schwein geschossen. Auf der Hochzeit einer Schulfreundin gewesen.
2015 nach langer Zeit wieder getan?
Einen Tag krank im Bett gelegen. Ernsthaft über ein Haustier nachgedacht. Auf einem Abiball gewesen. Einen Bibliotheksausweis beantragt.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich hoffe ich habe viele Menschen mit Kleinigkeiten glücklich gemacht.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ganz materiell: Einhornhausschuhe 😀 Ansonsten: Zeit, Liebe, Vertrauen.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Wir haben die Wohnung.“
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 
Ich hoffe da gibt’s viele.
Besseren Job oder schlechteren?
Endlich einen Job! Also ja, besser.
Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Eine neues Lieblingsreiseziel: Berge.
Mehr bewegt oder weniger?
Sportlich gesehen weniger. Das ganze Jahr irgendwie nicht aus’m Knick gekommen.
Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ein bisschen Heuschnupfen, zwei oder drei Erkältungen.
Davon war für Dich die Schlimmste?
War alles eher kein Problem.
Dein Wort des Jahres?
„Master of Science“
Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?
Trotz Vollzeitarbeit Zeit für mich, meinen Besten, meine Familie und meine Hobbys finden.
2015 war mit 1 Wort…?
Gut.

So, jetzt bleibt mir nur noch ganz sentimental allen Mitlesenden ein tolles Restjahr und einen guten Rutsch zu wünschen, wir sehen uns dann 2016.

I would take the north-west passage… Fernsehtipp.

Nur falls jemandem so zwischen den Jahren langweilig sein sollte… in der arte Mediathek habe ich ein echtes Schätzchen gefunden. Die Dokureihe „Polar Sea 360 – per Anhalter durch die Arktis“ ist Teil des Polar Sea 360 Projekts in dessen Rahmen die erste 360° Doku für Oculus Rift und ähnliche virtual reality Systeme geschaffen wurde. Außerdem findet sich online ein Abenteurerlogbuch, dass Zusatzmaterial in Bild, Text und Ton zu den Fernsehfolgen der Dokureihe liefert (ist das dieses berühmte cross-media-storytelling?).
Über die Fernsehdoku stolperte ich eher zufällig, als ich im Nachmittagsprogramm ein bisschen Unterhaltung beim Stricken suchte. Man merkt schnell, dass diese Doku sehr sorgfältig recherchiert und gedreht wurde. Grob folgt man über die verschiedenen Folgen Menschen, die die Nord-West Passage bereisen wollen, also den Seeweg oberhalb Kanadas. Gestartet wird in Island und dann geht es immer westwärts. Ein großes Thema ist der Klimawandel und wie er die Arktis beeinflussen wird. Wie werden sich Flora und Fauna entwickeln, wenn das Eis schwindet? Wird die Nord-West Passage irgendwann ein stetig schiffbarer Seeweg? Es werden Forscher porträtiert, die diesen und anderen Fragen auf den Grund gehen möchten. Darüber hinaus wird auch immer wieder über die Inuit erzählt, ihre Geschichte, ihre Bräuche und wie ihre Welt sich immer stärker wandelt. Es geht um das Verhältnis der weißen Eroberer zu den indigenen Völkern dieser Region, um Unrecht das ihnen in früherer Zeit angetan wurde und wie sich der zunehmende Tourismus heutzutage auswirkt. Schließlich wird auch über die Geschichte der sagenhaften Nord-West Passage erzählt, von den großen Expeditionen und dem großen Scheitern. Alle diese Themen werden ineinander verwoben, in Kontext gebracht und mit tollen Landschaftsaufnahmen vervollständigt. Ich habe das Gefühl, die Macher geben sich sehr viel Mühe ein ausgeglichenes, vollständiges Bild zu liefern. Insgesamt gibt es 10 Folgen mit jeweils etwa 45 Minuten, genug Material um diesem Nichtwinter zu entfliehen. Und am Ende hat man dann noch einen tollen Ohrwurm mitgenommen.

Frohe Weihnachten!

wünsche ich gehabt zu haben 😉 Wir hatten ein paar schöne, ruhige Tage. Nicht langweilig, aber auch nicht stressig, eine ganz gute Mischung.
Heiligabend war ich bei meiner Familie und mit ihr im Weihnachtsgottesdienst, habe mit meinem Bruderherz den Baum geschmückt, dies Jahr in rot-silbern, es gab lecker Forelle (ja, ganz traditionell) und wie immer viele Geschenke für das Bruderherz und mich. Meine Mutter hat für mich einen Fuchsloop genäht und mein Bruderherz wirklich klasse Handtücher beappliziert. Auch die von mir gestrickten Geschenke sind gut angekommen, ich sollte schon mal Ideen sammeln für nächstes Jahr.

Am Morgen des ersten Weihnachtstages überreichten der Beste und ich uns unsere Geschenke. Ich hatte bis kurz vor knapp noch an seinem Weihnachtsgeschenk und weiß jetzt, wie lange ich für ein paar Socken stricken muss, wenn es sein muss. Nachdem mein Bruderherz bereits Interesse angemeldet hatte, gefallen sie dem Besten ebenfalls sehr gut. Die Wolle ist aus der aktuellen Schfpaten Edition von Opal, Wacholderheide, das Muster heißt Blueberry Waffle Socks und strickt sich sehr angenehm.

Als ich dann die großartigen Einhornhausschuhe ausgepackte, war es kindliche Freude pur. Ich werde auch nicht müde, mich über die alpakaartigen Tiere an meinen Füßen zu freuen ❤

Zum Mittag gab es dann Rehrücken bei meinen Eltern, einen wirklich entspannten Nachmittag und ein paar Brettspiele am Abend. Für den zweiten Weihnachtstag fuhren wir in den Harz, trafen die Patenkindfamilie, die Familie des Besten und eine Schulfreundin des Besten, gingen in strahlendem Sonnenschein spazieren und spielten mit duplo (und den Kindern). Heute verbringen wir den Tag ganz entspannt zu zweit, haben unsere Geschenke schon einsortiert und werden uns nachher etwas zu Essen bestellen.
Ich hoffe ihr alle da draußen habt einen ebenso gemütlichen Sonntag und verbringt auch die nächsten Tage im Kreis eurer Liebsten. Lasst es euch gut gehen, war ja schließlich Weihnachten 😉

Ein verspätetes Weihnachtskleid…

Nachdem ich den für’s Nähen vorgesehenen Samstag mit fiesem Virus im Bett verbrachte, hatte ich am letzten Sew-Along-Termin keinerlei Fortschritt zu zeigen. Und wie das so ist, einmal hinter der deadline ist es irgendwie auch egal… Gestern dann holte ich mir endlich ein bisschen Motivation beim Durchstöbern der anderen wahnsinnig tollen Weihnachtskleider und packte meine Erna aus. Ganz fertig ist das Kleid noch nicht, es fehlt noch an Säumen und einer Kragennaht-Fixierungsnaht. Tragen tut es sich allerdings schon ganz wunderbar, der Bahnenrock fällt so schön, die Brustabnäher sitzen wirklich in der Nähe meiner Oberweite, wenn sie auch ein wenig „tütig“ auslaufen. Es war eine gute Idee für Oberkörper und Ärmel eine Größe größer zuzuschneiden, an Armen und Brust sitzt der Stoff doch recht eng. In der Taille könnte es wie erwartet eine ganze Menge weniger Weite sein, ich bin mir aber unsicher, ob das Kleid sich dann noch über den Kopf anziehen lässt. Ich muss mir mal den nahtverdeckten Reisverschluss aneignen, dann könnte das was werden. Insgesamt haben sich die kleinen Änderungen also voll ausgezahlt.
Ein bisschen unzufrieden bin ich noch mit dem Kragen. Die Stoffkombi gefällt mir wirklich gut, nur leider will der Kragen noch nicht ganz so sitzen, wie mir das vorschwebt. Vielleicht fixiere ich ihn noch mit ein-zwei kleinen Stichen, damit er nicht so „aufklappt“, sondern eher wie ein Astronautenkragen „steht“. Das Gröbste sollte bis Heiligabend auf jeden Fall drin sein, dann wird das Kleid seinen großen Auftritt haben 🙂

Vielen Dank an die Damen vom me made mittwoch für diesen schönen sew-along. Ohne die deadlines im Nacken hätte ich niemals dieses Kleid fertiggestellt, das war wirklich hilfreich 😀 Bis zum nächsten Mal!

Noch die Details:
Schnittmuster: Toni von Milchmonster
Änderungen: Brustabnäher versetzt, Oberteil eine Größe größer als „benötigt“ zugeschnitten, Bahnenrock von einem gekauften Rock abgepaust.
Stoffe: Dunkelgrüner Sweat vom Stoffmarkt, gelber Wolkenjersey z.B. hier zu kriegen.

Eskalation an der Streuselfront


Weihnachtszeit ist immer eine Zeit der Traditionen. Zu diesen Traditionen gehört seit einigen Jahren auch das Keksebacken mit einer guten Freundin. Da wir beide im Herzen Kinder sind, backen wir einfache Butterplätzchen, freuen uns über unsere wunderbare Sammlung an Ausstechförmchen („Wo kommt denn das Schaukelpferd her? Ist das wirklich meins?“) und verbringen Stunden mit Zuckerguss und Streusel. Es ist übrigens erstaunlich, was für eine Sauerei selbst erwachsene Menschen mit Zuckerschrift und Streudekor veranstalten können. Dieses Jahr ging es alles in allem eher gemächlich über die Bühne, es fehlte wahrscheinlich an der richtigen musikalischen Untermalung. Aus unserem ersten Keksjahr für immer unvergessen ist die sächsische Weihnacht im mdr 😀

Liebe Freundin, nächstes Jahr suchen wir uns was schönes aus der Mediathek dazu aus und kaufen wieder die Prinzessin Lilifee Glitzerschrift! Und für alle anderen verrate ich das Butterplätzchenrezept mit Spaßgarantie:
250g Mehl mit 125g Zucker und 2 PckVanillezucker mischen. 1 Ei und 150g Butter in Flöckchen (also nur die Butter, das Ei einfach drauf) dazugeben. Mit einem Messer so lange in der Schüssel herumschneiden, bis alles schön krümelig ist. Dann mit den Händen zu einem Keksteig verkneten und etwa 30min kalt stellen. Auf etwas Mehl ausrollen, mit viel Freude tolle Formen ausstechen und bei 160°C (Ober-/Unterhitze) etwa 10-15 min goldgelb backen. Für den besten Zuckerguss Puderzucker mit geradesoviel Zitronensaft verrühren, dass ein zähflüssiger Guss entsteht. Nach Belieben auf die Plätzchen verteilen, bestreuseln und über Nacht trocknen lassen. Die Zuckerschrift wird übrigens nie wirklich fest, die klebt immer, also ggfs. von anderen Plätzchensorten getrennt lagern.

Schnapper

Nachdem ich am Montag zum Kontrollbesuch bei meinem Zahnarzt eh schon in der Stadt war, hab ich kurzerhand mal beim Wollgeschäft meines Vertrauens vorbeigeschaut. Und siehe da, in der 50%-reduziert-Kiste fanden sich doch gleich zwei Knäuel eines schönen Farbverlaufsgarns, ideal für mein Handschuhprojekt. Da habe ich kurzentschlossen zugegriffen und bin bin inzwischen sehr, sehr begeistert. Das Muster sieht echt schön aus und strickt sich gut. Durch die Hebemaschen wird das ganze Gestrick sehr dick und fest, für Handschuhe ideal. Ich bin nur sehr gespannt, ob ich mit meiner Wolle auskomme, ich hoffe ich kann das besser einschätzen, wenn der erste Handschuh fertig ist.

Ansonsten geht es heute eher langsam. Immerhin wusste mein Teeadventskalender gleich, was man am Tag nach der Studiengangsweihnachtsfeier braucht 😉

12 von 13 am 14.

Ja, ich weiß, alles irgendwie gegen die allgemeinen 12 von 12 Regeln. Ich wollte am 12. selbstverständlich jede Menge tolle Fotos machen, aber eine wirklich fiese Erkältung hat mich den ganzen Tag im Bett oder auf dem Sofa verbringen lassen, in der Regel schlafend. Das ist beim besten Willen keine 12 Bilder wert. Also habe ich den 13. dokumentiert, an dem es mir bereits um Welten besser ging. Aber seht selbst:

Der Tag beginnt mit Adventskalendertee. Meiner ist der mit der Tigerente!

Der Appetit ist noch etwas schwach, meine overnight-oats bleiben im Kühlschrank und ich starte mit Vitaminen. Leider kein klassisches #obstmandala 😀

Ich setze mich kurz an den Schreibtisch, um ein Fotogeschenk für meine Eltern fertig zu designen. Als der Hunger mich wieder aufstehen lässt, ist es auf der Uhr an unserer dunklen Küchenwand schon erschreckend spät.

Zum Mittag gibt es aufgewärmte Pizza vom Vortag und sehr aromatisierten Tee. So richtig kann ich mich nicht damit anfreunden.

Höchste Zeit, Kekse zu backen. Wir fangen an mit easy peanut cookies. Dafür braucht es original patriotische Erdnussbutter.

Schieb, schieb in den Ofen rein.

Weil ich gerade so drin bin, gibt es noch eine Runde Ausstechkekse. Das Einzige was mir an Ausstechförmchen noch fehlt, sind die langweiligen Klassiker. So kleiner Stern odern Herz. Ansonsten ist die Mischung besser als jeder Zoo.

Die Erdnusskekse werden erst richtig gut mit ein bisschen Vollmilchschoki. Snickers lässt grüßen.

Nach kurzer ravelry-Suche finde ich ein Strickmuster für hübsche Handschuhe. Seit langem stricke ich damit mal wieder was für mich. Zunächst wird aber alles abgeschrieben, damit ich offline daran stricken kann.

Wir sind zum Abendessen eingeladen. Vorsorglich packe ich mir meine Mojos ein, damit ich in der Gastgeberwohnung keine kalten Füße bekomme. Die Erkältung soll bloß fernbleiben!

Es gibt Bierbraten, Brot und Senf. Gute Kombi.

Wieder zuhause feiern der Beste und ich noch ein bisschen Advent. Drei Kerzen schon! Weihnachten kommt immer schneller als man denkt.

Ich hoffe meine 12 von 13 gefallen euch, auch wenn sie ein bisschen zu spät dabei sind. Wer es alles pünktlich geschafft hat, könnt ihr bei Frau Draußen nur Kännchen bewundern.

Der tägliche Tapir

Die Adventszeit ist fast zur Hälfte rum, daher jetzt pünktlich zum Bergfest der Artikel über unsere Adventskalender.
Ich mag ja viele etwas ungewöhnliche Tierarten. Ein besonderer Favorit dabei ist der Tapir. Tapire sind cool. Die haben so Nasen, sind sehr verfressen und irgendwie rund. Was lag da für den besten Mann an meiner Seite näher, als für mich einen Tapiradventskalender zu basteln? 24 Pappschachteln werden von 48 Tapiren bewacht. Jeder Tapir trägt eine rote Weihnachtsmütze mit Watteflausch und einen unverwechselbaren Gesichtsausdruck. Sie sind alle von Hand ausgeschnitten, zusammengeklebt und bemalt, von einem Mann, der sonst mit Basteln nicht allzu viel am Hut hat. Ganz große Liebe.

Und da diese Tapire so wundervoll sind und einiges an Arbeit und Zeit darin steckt, lasse ich sie mir jedes Jahr neu befüllen. Dieses Jahr sind sie mit einem Fotopuzzle bestückt, das ein Motiv unseres Alpenurlaubs zeigt. Der Beste hat versucht das Puzzle vorher zusammenzusetzen um dann in jedes Türchen zusammenpassende Teile zu verpacken, damit man jeden Tag ein bisschen weiter kommt. Allerdings hat dieses Fotopuzzle so viele gleich aussehende Teile, dass er nicht ganz fertig geworden ist. Den noch nicht zugeordneten Teil bekomme ich dann zu Weihnachten 😉 Außerdem habe ich noch zwei Weihnachtsbaumanhänger von den Tapiren bekommen und heute war noch eine Handcreme dabei. Mein Mann kann sowas.
Natürlich gibt es da auch etwas zurück. Der von mir geschenkte Adventskalender besteht aus 24 kleinen Stoffbeutelchen mit Filzzahlen. Im Vergleich mit den Tapiren zunächst eher unspektakulär, dafür aber auch mit einem besseren Packmaß für die Sommeraufbewahrung 😀 Dieses Jahr habe ich schöne Tees und Gewürze eingepackt, bisher kam diese Füllung auch sehr gut an.

Mir selbst habe ich auch noch einen Adventskalender gegönnt, ein Teekalender. Diese Packungen mit 24 verschiedenen Tees sind ja inzwischen weit verbreitet. Die vergangenen Jahr hatte ich den Teeadventskalender von alnatura, dieses Jahr wollt ich mal was Neues ausprobieren und habe einen Teekalender der Firma Lebensbaum. Ich mag die tägliche kleine Überraschung beim Frühstück, was für ein Tee es wohl wird. Und da es ja immer nur ein Beutelchen ist, bin ich nicht allzu schwer getroffen, wenn es mir mal nicht so schmeckt. Ingwer in Tees ist zum Beispiel nicht so meins, aber manch ein Kräutertee ist besser als gedacht. Der Beste hat dieses Jahr übrigens den Teekalender von alnatura mit ins Büro genommen, der Tee am Schreibtisch passt besser in seinen Tagesablauf.

Man muss schon bekloppt sein…

Um 5.30 Uhr dreißig klingelt der Wecker. Kurz vor sechs quäle ich mich aus dem Bett, ziehe mich an und frühstücke länger als geplant. Wie gut, dass mein Rucksack schon vorgepackt ist. Trotzdem komme ich zu spät bei meiner Familie an. Wir verladen alles ins Auto, Mama hat mir Brote geschmiert. Ich verkrieche mich auf der Rückbank. Wir holen noch einen Mitfahrer ab, dann versuche ich ein wenig zu schlafen.

Um 9.45 Uhr sitze ich auf meinem Hochsitz, der ein eigentlich nur ein recht wackliger Klappsitz ist. Ich ziehe mir zusätzliche Schichten über, eine artistische Meisterleistung auf dem kleinen Sitz, und beginne zu warten. Kurz nach zehn kommen die Treiber vorbei, sie haben schon Rotwild gesehen. Lange passiert nichts. Ich esse einen Teil meiner Brote und trinke ein wenig Tee aus meiner Thermoskanne. Ab und an fallen in einiger Entfernung einzelne Schüsse. Mir wird kalt.

Es ist noch eine Viertelstunde bis zum Schluss der Jagd. Mein Sitz befindet sich in der Nähe der Jagdgrenze, das heißt auf „der anderen Seite“ ist jemand anderes für die Jagd zuständig und ich darf Wild, dass dort herumläuft, nicht bejagen. Plötzlich nehme ich jenseits der Grenze Bewegung war. Im ersten Moment bin ich baff, dort kommen sehr große Tiere durch das Unterholz. Zwei Stück Rotwild! Zum Abschuss freigegeben sind nur Rotwildkälber, aber beide sind etwa gleich groß. Noch dazu bleiben die beiden sicher auf der anderen Grenzseite. Zwei gute Gründe, lediglich zu beobachten. Als die Beiden aus meinem Sichtfeld verschwinden, zittere ich vor Kälte und Aufregung. Zum Glück ist es ja nicht mehr lang! Ich habe mich gerade ein wenig beruhigt, da sehe ich wieder Bewegung im Unterholz. Eine Ricke mit Kitz zieht ganz entspannt dort lang. Sie bleiben geradeaus vor mir stehen und beginnen zu äsen (=fressen 😉 ). Auch die beiden befinden sich sicher auf der anderen Grenzseite, ich nehme also das Fernglas zur Hand und beobachte sie. Die jetzt im Winterfell fast grauen Rehe sind zwischen den kleinen Buchen und dem ganzen Laub nur schwer zu erkennen. Würden sie sich nicht ab und an ein wenig bewegen, hätte ich keine Chance sie zu beobachten. Als in einiger Entfernung zwei Schüssen fallen, treten die beiden langsam den Rückzug an, tiefer ins Unterholz.

Um 13.00 Uhr entlade ich meine Waffe und packe meine Habseligkeiten zusammen. Mein Vater, der ein Stück weiter weg saß, kommt vorbei. Auch er hat das Rotwild gesehen und ist der Meinung, ein Kalb wäre dabei gewesen. Wir gehen zum Weg, der die Grenze markiert, um uns zu vergewissern, dass die beiden außerhalb unserer Befugnis waren. Wir stehen gerade auf dem Weg, links von uns das Nachbarrrevier, rechts „unser“ Bereich. Keine 20 m vor uns taucht links ein ganzes Rudel Rotwild im Wald auf. Ich entdecke zuerst den Hirsch der dabei ist. Uns beide haben sie noch nicht wahrgenommen. Recht entspannt ziehen sie in einer Reihe vor uns über den Weg. Vorneweg das Leittier, eine erfahrene Hirschkuh, nach ihr ihr Kalb, das deutlich kleiner ist. Dann folgen drei weitere Stücken „Kahlwild“, mein Vater erkennt sie als zwei Alttiere und ein starkes Kalb oder schwaches Schmaltier (einjähriges, weibliches Tier). Zum Schluss trottet der Macho hinterdrein. Ein starker Hirsch. Ich zähle auf die Schnelle drei Geweihenden und eine kleine, dreizackige Krone auf jeder Seite. Das wäre dann ein 12-Ender! Wow! Fast über den Weg, bemerkt das Rudel uns doch und beschleunigt seinen Schritt. So schnell wie sie aufgetaucht sind, sind sie auch wieder verschwunden. Hätte ich eine Viertelstunde länger auf dem Hochsitz ausgehalten, wären sie direkt bei mir vorbeigekommen. So habe ich zwar keine Gelegenheit zum Schießen gehabt, allerdings ein beeindruckendes Naherlebnis mit diesen großen, majestätischen Tieren. Ich bin für die drei durchgefrorenen Stunden mehr als entschädigt.

Um 20.33 Uhr steige ich endlich ins Auto Richtung Heimat. Das Abendessen bei unserem Gastgeber hat sich wie erwartet in die Länge gezogen. So ist das halt, wenn man entfernte Verwandtschaft zur Jagd besucht. Ich werde jetzt zwei Stunden durch die Pampa und irgendwann über die Autobahn gurken, bevor ich endlich in mein Bett fallen kann.
Man muss für diese Jagdsache schon ein bisschen bekloppt sein.

Auf den Nadeln im Dezember

Die Zeit, sie rennt. Die Projekte von letztem Monat sind fertig geworden. Die Mütze für meinen Papa zeige ich euch hier, das Patenkind-Weihnachtsgeschenk ist für alle außer der Patenkindfamilie hier zu sehen.

Gerade noch auf meinen Nadeln, aber schon ein ganzes Stückchen weiter als auf dem Foto ist diese Mütze. Das Muster ist der „Basic Norwegian Star Hat“, dieses Exemplar soll mein Bruderherz zu Weihnachten bekommen.

Wenn es jetzt nicht schon wieder dunkel wäre, würde ich noch fix ein Foto von einer kleinen Amigurumispielerei machen, die jetzt auch schon bestimmt eine Woche auf Vollendung wartet. Die Anleitung will ich euch aber nicht vorenthalten: Roll-Up Armadillo.
Ansonsten gibt es leider nichts weiteres Zeigbares. Ich habe zwar noch ein paar Pläne, was man noch so für Weihnachten „fix“ stricken könnte und vielleicht sogar was auf den Nadeln, aber der Feind liest ja bekanntlich mit. Im Januar zeige ich dann alles, was sich diesen Monat noch so ergeben sollte 😉

Ich bin dann mal wieder auf dem Sofa. Bisschen stricken. Ihr könnt ja bei Maschenfein die Werke anderer Stricker in der Auf den Nadeln Sammlung bewundern.