Regentag

Man weiß, dass es Zeit für eine Dusche ist, wenn man drei Meter gegen den Wind nach Erde, Lagerfeuer und gebratener Leber mit Zwiebeln riecht.
Man weiß, dass es ein guter Jagdtag war, wenn man abends genauso nach Hause kommt und es überhaupt nicht schlimm findet.

Ich saß gestern mal wieder auf einem Hochsitz. Im Regen. Ohne Dach. Irgendwie war das aber gar nicht so schlimm, wie es klingt, mir tat die meditative Ruhe und das obligatorische Frieren eigentlich ganz gut. Ein bisschen entschleunigen, ein bisschen archaisch fühlen, nach einer Arbeitswoche ist das vielleicht für meine Seele mal ganz erholsam. Ich saß zum Glück mit dem Rücken zum Wind, mein Gesicht blieb also auch dank Hutkrempe wunderbar trocken, nur die Beine, Füße, Arme waren hinterher leicht bis mittelschwer durchnässt. Nach zwei Stunden war’s dann aber auch gut, meine Hände eiskalt und von meiner Hutkrempe tropfte es.

Hinterher dann aufwärmen und erzählen in der alten Wohnküche, bei bollerndem Ofen, heißen Tee und frischer Leber. Hat was sehr ursprüngliches und ein bisschen von diesem warm fuzzy feeling.

So kann man einen verregneten Samstag doch ganz gut verbringen.

Auf den Nadeln im Januar

Nun ist der Monat fast schon wieder rum, und ich habe noch nicht gezeigt, was alles so auf meinen Nadeln liegt.

Ich habe endlich und pünktlich zum kurzen Wintereinbruch meine Fäustlinge beendet (und bis letzte Woche Dienstag waren sie noch auf den Nadeln!). Jetzt trage ich sie und freue mich darüber. Durch das Hebemaschenmuster sind sie wunderbar dick und warm, nur der Daumen ist „einfach“ gestrickt und wird bei -10°C auf dem Fahrrad ein wenig kalt. Den Härtetest haben sie aber trotzdem bestanden und mit der für Fäustlinge typischen Bewegungseinschränkung komme ich so nach und nach auch gut klar. Handschuhe sind übrigens schwierig an der Hand zu fotografieren wenn man kein eigenes Handschuhmodel hat 😉


Nach der ganzen Geschenkestrickerei im Dezember wurde es Zeit, mir mal wieder was zu stricken. Schon unglaublich lange stehen Armstulpen auf meiner Liste, Wolle dafür liegt auch schon lange bereit. Auf der Fahrt ins Museum habe ich dann endlich die ersten Maschen angeschlagen. Die Farbe der Wolle finde ich nach wie vor wunderschön, wie sich das Muster entwickelt muss sich noch zeigen.

Kurz nachdem ich meine Stulpen angeschlagen hatte, erreichte mich eine freudige Nachricht aus dem entfernten Familienkreis. Kurzentschlossen legte ich fest: das neue Familienmitglied bekommt handgestrickte Söckchen. Mein einziges Problem: Ich besitze genau 1,8 Nadelspiele in Sockengröße 2,5mm, soll heißen: eine Nadel habe ich mal irgendwo verloren. Vier Nadeln vom vollständigen Nadelspiel waren mit Stulpen belegt, also die freie Spielnadel von da geklaut und mit dem niedlichsten Wollknäuel (25g „my first Regia“ in Sonnengelb) unglaublich wenig Maschen angeschlagen. Da ich ja eh nur eins stricken kann, Stulpen oder Söckchen, muss ich halt nur dran denken, die Nadel umzupacken, wenn ich das Projekt wechsle 😀 Das Bündchen war schon fertig, da entschied ich mich noch für hübsche Ringel aus einem hellgrauen Wollrest. Der erste Socken ist schon fertig, den zweiten will ich unbedingt bald anschlagen, denn obwohl ich extra die etwas größeren Söckchen stricke, bin ich mal wieder in Angst, das Kind könnte vor Fertigstellung rauswachsen (in meiner Vorstellung wachsen Babys sehr, sehr, sehr schnell).

Nach den Stulpen auf Nadelstärke 3 fühle ich mich zur Zeit mit dem dünnen Sockengarn sehr wohl. Kaum zu glauben, dass ich am Anfang mit 10er Wolle gestrickt habe 😀 Jezt gehe ich mal stöbern, was die anderen Menschen diesen Monat so auf oder auch schon von den Nadeln runter haben, gesammelt wie immer bei Maschenfein.

Lebensziele

Einmal auf einem liebevoll geschmückten Handwagen Platz nehmen. Den von den Kollegen in unzähligen Überstunden gebastelten Hut aufsetzen, nicht ohne ihn vorher gehörig zu bewundern. Mit Blumen in der Hand den Brunnen auf dem Marktplatz besteigen und ein kleines Mädchen aus Bronze küssen. Doktor sein.

So drei, vier Jahre ist das leider noch hin. Bis dahin verbringe ich gerne meine Arbeitszeit weiter mit Bonbons an Schnüre tackern, Lichterketten ankleben und Schnäpse umfüllen. Irgendwann machen die Kollegen das auch für mich.

Kulturprogramm

Wenn man unter der Woche viel zu tun hat, nimmt man sich für das Wochenende am Besten auch noch was vor. Folgerichtig haben wir am Samstag einen lange von mir gehegten Wunsch erfüllt und das Niedersächsische Landesmuseum Hannover besucht. In den letzten Jahren sind die Sammlungen zur Natur- , Völkerkunde und Frühgeschichte komplett überarbeitet worden, dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen. Gegliedert ist das Museum in drei Bereiche, Naturwelten, Menschenwelten und die Landesgalerie, der Eintritt für Studenten beträgt drei Euro, einen Audioguide gibt es kostenlos (später dazu mehr).

Die Naturwelten sind eine Kombination aus Viavrium und Museum, es gibt einen großen Aquariumbereich, Reptilien, Amphibien und Kreta Stachelmäuse zwischen typischen Museumsexponaten. Landschaften Niedersachsens werden ebenso behandelt wie die Formenvielfalt im Tierreich und Dinosaurierspuren. Das Design der Ausstellung gefällt mir sehr gut, helles Holz und ein frisches Farbkonzept, das sieht gleich viel moderner aus. Für Kinder gibt es einen Audioguide, eher ein Hörspiel, das durch die Ausstellung führt, natürlich mussten wir den testen. Leider beginnt es aus uns nicht wirklich ersichtlichen Gründen in der Mitte der Ausstellung und die einzelnen Hörbeiträge sind recht lang und auch eher langatmig. Auch geht er nur auf einzelne Exponate ein, wenn man die anderen Informationen noch wahrnehmen will, braucht man entsprechend lange. Ich habe also nur rein gehört und dann lieber die Erklärungstafeln überflogen. Die Erklärung der Exponate schwankt zwischen viel zu ausführlich und viel zu kurz, ein weiterer Kritikpunkt. Auch war uns nicht immer klar, wo man jetzt so konzeptionell langgehen sollte und Übergänge zwischen den einzelnen Teilbereichen waren nicht ersichtlich. Wegen der Vielfalt an lebenden Tieren und der schönen Gestaltung der Ausstellung lohnen sich meiner Meinung die Naturwelten trotzdem. Gerade mit Kindern sind die paar Euro Museumseintritt dafür schon in Ordnung. Leider hatte ich in diesem Museumsbereich meine Kamera nicht dabei und ich ärgere mich, das ich nicht nochmal wiedergekommen bin um die Bartagamen unter dem Dinoskelett zu fotografieren.

Die neugestalteten Menschenwelten sollen Frühgeschichte und Völkerkunde miteinander verbinden und einen Bezug zu den aktuellen gesellschaftspolitischen Themen Migration, Religion, Geld, Kolonisation etc. herstellen. Ich holte meine Kamera aus den Kleiderschließfach, in Erwartung einiger toller Bilder. Leider ist ein Großteil der Ausstellung immer noch sehr klassisch konzipiert: Wir stellen mal aus, was wir in Ausgrabungsstätten so gefunden haben. Das Ganze ist zwar mit einem hübschen Farbkonzept versehen, aber vitrinenweise Faustkeile und Töpfe mit eher deskriptiven Texten lässt anfängliches Interesse doch erlahmen. Auf den Erklärtafeln (zumindest denen, die wir gelesen haben) wird wenig auf den Kontext eingegangen, hier hätte man viel über zum Beispiel gesellschaftlichen Wandel, Kulturbegegnungen oder Christianisierung erzählen können. Zum Thema Mittelalter sieht man nicht eine Ritterrüstung, nicht ein Bild einer Burg, keine „so sah Hannover im Mittelalter aus“ Visualisierung. Überhaupt hat es mir sehr an Bildern gefehlt. Statt den fünfzehnten Faustkeil noch auszustellen wäre vielleicht ein kleines Video oder Fotos von Reenactments, Funktionsdemonstrationen oder ein „so denken wir hat das Lager ausgesehen“-Plan gut gewesen. An einzelnen Multimediastationen kommt das vor, oft aber in sehr langen Sequenzen, die wieder die Geduld des Besuchers herausfordern. Ein Beispiel: Es gibt eine Hörstation mit Musik von einer Knochenflöte. Nachdem man den entsprechenden Knopf gedrückt hat, spielt das nicht etwa ein 30 Sekunden Beispiel sondern bestimmt ein zweiminütiges Lied. Bereits nach 10 Sekunden hat man aber den Punkt „okay, so klingt also eine Knochenflöte“ erreicht und geht weiter. Eine wieder verwirrende Mischung aus zu viel und zu wenig Informationen. Der völkerkundliche Bereich ist ähnlich gestaltet und wirkt etwas lieblos an den Rest angehängt.
Man könnte aus dem Ganzen eine interessante Sache machen, wenn man einen guten Begleitaudioguide an der Hand hätte, der im Verlauf der Ausstellung eine Einordnung zu den gezeigten Gegenständen und den historischen Daten gibt. Der bereits existierende Audioguide besteht aus der Erzählung von Menschen verschiedener Herkunft, die über ihre Geschichte und ihre Kultur erzählen. Ein schönes Projekt, sicher interessant, aber überhaupt nicht im Bezug zu dem, was man in der Ausstellung sieht, weswegen ich da nicht weiter hineingehört habe. Fazit zu diesem Teil: man kann mal durchlaufen, wenn man da ist und sich ein-zwei Lieblingsartefakte suchen, ansonsten ist viel Potential verschenkt worden.

Anschließend waren wir noch in der Landesgalerie, eine klassische Sammlung mit Bildern alter Meister. Hier gibt es zu einzelnen Bildern Audioguidekapitel (auf hoch- und plattdeutsch!), die über Bild, Künstler, Entstehung und Konzept erzählen, für Kunstlaien wie uns hilfreich. Berühmt ist diese Sammlung auch für zahlreiche mittelalterliche Altarbilder, Bibelszenen mit viel Blattgold, muss man mögen. Unsere Aufmerksamkeit war zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft, daher schauten wir lediglich oberflächlich ein bisschen herum. Für Kunstfans aber sicherlich eine schöne, kompakte Sammlung mit Werken aus allen namhaften Epochen.

Als kleine Versöhnung mit dem anstrengenden Programm hatte es dann draußen angefangen zu schneien und aus den großen Panoramafestern im oberen Stockwerk konnten wir noch die weiße Winterlandschaft bewundern, bevor wir uns selbst dort hinaus wagen mussten. Insgesamt ein schöner Ausflug und für den human Eintrittspreis kann man sich auch nur die Naturwelten angucken und sich an den Aquarien erfreuen 😀

Es läuft,

es läuft, nur hier aufs Blog schafft es sehr wenig… Dabei hätte ich diese Woche sicher das ein oder andere zu erzählen gehabt. Gut, dass ich immerhin die 12 von 12 gepackt habe! Der Rest an „Events“ jetzt mal im Schnelldurchlauf.

Auf der Arbeit hat es den Trockenschrank erwischt. Der Gute hat aus Altersschwäche vergessen, bei ca 100°C Innentemperatur mit dem Heizen aufzuhören. Das Ergebnis: ein Feuerwehreinsatz und jede Menge geschmolzenes Plastik. Und das ist normalerweise autoklavierbar, kann also locker mal so 300° ab. Gut, dass nicht noch mehr passiert ist und der Schaden sich in Grenzen hält. Muss man auch mal gesehen haben, sowas.

Ich habe tatsächlich ein neues Rezept gekocht. Ich arbeite da im Moment mit dem „meatfree monday“ Kochbuch, dass für jede Woche einen kompletten Tag mit Rezepten vorsieht, schön nach Jahreszeit und Saison geordnet, es gibt also ein begrenztes Angebot an Rezepten pro Woche aus denen ich mir was aussuche. Darüber, dass es mit „Paul McCartneys Kochkonzept“ beworben wird, kann man da mal hinwegsehen. Für Winterwoche 1 gab es Dinkelrisotto mit Spinat und Ziegenkäse. Original hätte noch Kürbis und Kastanie dazugehört, aber wir wollen mal nicht übertreiben.

So langsam definiert sich mein Projekt auf Arbeit. Ich hoffe bald loslegen zu können, zur Zeit kriege ich nur qualifizierte „mach mal“ Aufträge. „Wir müssten nochmal dieses testen und jenes verifizieren und es wäre gut, wenn…“. Aber hey: gibt Geld dafür. Da passt das mit der Motivation schon. Und den ganzen Tag Literaturrecherche in meinem tageslichtfreien Büro würde mich wahnsinnig machen 😀

Der Betriebsarzt hat mich für gesund befunden und auch nur einen gefühlten halben Liter Blut abgezapft. Warum ich zuerst einen Anamnesebogen ausfüllen musste, um dann dem Arzt das alles nochmal zu erzählen, damit es von ihm auf einem anderen Bogen eingetragen wird… man weiß es nicht. Schön auch die Frage: „Welche Gefahrstoffe denn?“ Naja. Alle. (Flüssigstickstoff und Trockeneis, sämtliche organische Lösungsmittel, auch Chloroform und Formaldehyd, Etidiumbromid und andere Interkalantien, Polyacrylamid, diverse Arzneimittel, sogar Chemotherapeutika, was halt alles so im Standardlabor verwendet wird.) Nein, keine Angst, wir wissen was wir tun und tragen auch brav persönliche Schutzausrüstung.

Der Winter ist zurück, mit einer Menge Schnee im Gepäck. Heute Nachmittag habe ich erstmal die Katze im Schnee fotografiert. Leider gibt es kein Bild davon, wie sie im Flug Schneebälle fängt, eine schon beeindruckende Fähigkeit.

Von meinem Museumsbesuch, Strickprojekten und den Urlaubsplanungen erzähle ich dann mal die Tage, das sprengt sonst hier den Rahmen 😉

12 von 12

Gerade noch rechtzeitig habe ich heute früh realisiert, dass wir ja den 12. haben. Das heißt 12 Bilder vom Tag sammeln und zeigen. Von mir gibt es diesmal künstlerisch wertvolle, technisch wirklich nicht ansprechende Handybilder. Macht einfach mehr Spaß als die Kamera umherzuschleppen.

Alle anderen 12 von 12 gibt’s bei Frau Kännchen 😉

Beginnen wir den Tag mit einem Zitat. Ja, der Wochentag ist falsch. Und der Urheber stimmt auch nicht. Ist alles Teil des Konzepts.

Guten Morgen Welt. Es hat geregnet und auf dem Weg vorm Haus sind überall Pfützen.

Auf Arbeit erstmal die Tasche wegschließen. Mein eigener Spind!

Der Vormittag vergeht wie im Flug. Ich suche ein bisschen im richtig kalten Gefrierschrank umher. Seit umgeräumt und abgetaut wurde, findet niemand nix mehr. Soll aber wieder besser werden.

Auf dem Zettel am Schrank steht „große Bechergläser“. Naja, ich wollte eigentlich so 2 l, nicht 250 ml.

Kurze Pause am Rechner. Natürlich habe ich schon einen passenden Bildschirmhintergrund eingerichtet.

Pause heißt auch: Handpflege. Diese Creme wurde „in Zusammenarbeit mit Bloggern“ entwickelt 😀

Mittagspause! Es gibt Stulle und Tee.

Der Nachmittag ist ebenfalls fix vorbei. Ich besuche ein Seminar und erledige weiter Kleinkram, dann geht es zum Sport. Die Umkleiden sind voll, aber zur Not tut’s auch der Mauervorsprung als Gepäckablage.

Hallo Fahrrad! Es geht endlich heimwärts!

Zuhause wird schon fleißig gekocht, es gibt Spaghetti Blognese für die Spieleabendrunde.

Ich setze mich lieber an den PC, auch hier thematisch passender Bildschirmhintergrund.

Das war’s! Ich nähre mich jetzt meinem Tagesziel: Bett!

Vertragsunterzeichnung und Dienstantritt

Vor Weihnachten habe ich ja meinen Arbeitsvertrag für dieses Jahr unterzeichnet. Der eigentliche Vertrag ist gerade einmal knappe zwei Seiten lang und verweist lediglich auf die entsprechenden Tarifregelungen und das Hochschulgesetz. Selbstverständlich ist es eine befristete Stelle nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und natürlich ist es eine Teilzeitstelle mit 19,25 Wochenstunden bezahlter Arbeit. Promotionsbedingungen sind halt nach wie vor eher schlecht in unserem Bereich. Was mich allerdings sehr erfreut hat, waren die gefühlt etwa 50 Seiten zusätzlichen Materials, die mir ausgehändigt, vorgelegt und zum Teil sogar unterschrieben werden mussten. Meine Highlights darunter:

  • ein Flyer der Werksfeuerwehr, die um neue Mitglieder wirbt.
  • ein Infozettel zum Nichtraucherschutz.
  • ein Modellentgeltnachweis mit Erläuterungsbogen, was die einzelnen Positionen darauf bedeuten.
  • ein Flyer zu „Maßnahmen der IT-Grundschutzes“ (ich sag mal full-sprectrum-cyber)
  • schon mal ein Vordruck, falls ich eine Änderung meiner persönlichen Daten melden möchten.
  • eine Hausordnung (für ein Gebäude in dem ich seit fünf Jahren(!) ein- und ausgehe).
  • eine mehrseitige Belehrung zu wissenschaftlichem Fehlverhalten.
  • Auszüge aus allen relevanten Gesetzestexten, zu den Straftaten, die mit einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst nicht vereinbar sind, inklusive Landesverrat und (mein Favorit) „Verrat in irriger Annahme eines illegalen Geheimnisses“.

Nach „Dienstantritt“ am Montag ging es dann lustig weiter, zum Glück mit weniger Papierkram, aber trotzdem nicht minder bürokratisch unterhaltsam. Zuerst holte ich meinen Mitarbeiterausweis an der völlig überlaufenen Kartenstelle ab, inklusive Fotoshoot. Dann bekam ich nach kurzer Wartezeit bei der Schlüsselstelle tatsächlich noch einen Spind auf unserer Etage, sogar unserem Flur zugeteilt, plus zugehörigem Umkleidenschlüssel. Die Inbesitznahme meines Schreibtisches war dagegen eher unspektakulär. Einen Netzwerkaccount hatte ich mir wohlweislich bereits vor Weihnachten anlegen lassen, bei der Gelegenheit hatte ich ein Klischeebüro eines Systemadmins von innen gesehen. Irgendwann fiel mir ein, dass auch noch ein Betriebsarzttermin notwendig war, da war dann auch nächste Woche tatsächlich noch was frei und mein Name bereits im System hinterlegt. Zu guter Letzt durfte ich noch einen „Antrag auf Ausgabe von Personalschutzkleidung“ ausfüllen, unterschreiben lassen und zur Wäscheausgabe bringen, um in 2 Tagen bis 2 Wochen wieder angerufen zu werden, wenn ich meine zwei Laborkittel abholen kann. Diese sind dann mit Namensetikett und QR-Code versehen, sodass sie automatisch ihren Weg aus der Wäsche zu meinem Spind finden sollen. Ich bin gespannt.
Nächster bürokratischer Akt: Aufnahme ins Promotionsprogramm. Ich freu‘ mich schon.