Vertragsunterzeichnung und Dienstantritt

Vor Weihnachten habe ich ja meinen Arbeitsvertrag für dieses Jahr unterzeichnet. Der eigentliche Vertrag ist gerade einmal knappe zwei Seiten lang und verweist lediglich auf die entsprechenden Tarifregelungen und das Hochschulgesetz. Selbstverständlich ist es eine befristete Stelle nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und natürlich ist es eine Teilzeitstelle mit 19,25 Wochenstunden bezahlter Arbeit. Promotionsbedingungen sind halt nach wie vor eher schlecht in unserem Bereich. Was mich allerdings sehr erfreut hat, waren die gefühlt etwa 50 Seiten zusätzlichen Materials, die mir ausgehändigt, vorgelegt und zum Teil sogar unterschrieben werden mussten. Meine Highlights darunter:

  • ein Flyer der Werksfeuerwehr, die um neue Mitglieder wirbt.
  • ein Infozettel zum Nichtraucherschutz.
  • ein Modellentgeltnachweis mit Erläuterungsbogen, was die einzelnen Positionen darauf bedeuten.
  • ein Flyer zu „Maßnahmen der IT-Grundschutzes“ (ich sag mal full-sprectrum-cyber)
  • schon mal ein Vordruck, falls ich eine Änderung meiner persönlichen Daten melden möchten.
  • eine Hausordnung (für ein Gebäude in dem ich seit fünf Jahren(!) ein- und ausgehe).
  • eine mehrseitige Belehrung zu wissenschaftlichem Fehlverhalten.
  • Auszüge aus allen relevanten Gesetzestexten, zu den Straftaten, die mit einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst nicht vereinbar sind, inklusive Landesverrat und (mein Favorit) „Verrat in irriger Annahme eines illegalen Geheimnisses“.

Nach „Dienstantritt“ am Montag ging es dann lustig weiter, zum Glück mit weniger Papierkram, aber trotzdem nicht minder bürokratisch unterhaltsam. Zuerst holte ich meinen Mitarbeiterausweis an der völlig überlaufenen Kartenstelle ab, inklusive Fotoshoot. Dann bekam ich nach kurzer Wartezeit bei der Schlüsselstelle tatsächlich noch einen Spind auf unserer Etage, sogar unserem Flur zugeteilt, plus zugehörigem Umkleidenschlüssel. Die Inbesitznahme meines Schreibtisches war dagegen eher unspektakulär. Einen Netzwerkaccount hatte ich mir wohlweislich bereits vor Weihnachten anlegen lassen, bei der Gelegenheit hatte ich ein Klischeebüro eines Systemadmins von innen gesehen. Irgendwann fiel mir ein, dass auch noch ein Betriebsarzttermin notwendig war, da war dann auch nächste Woche tatsächlich noch was frei und mein Name bereits im System hinterlegt. Zu guter Letzt durfte ich noch einen „Antrag auf Ausgabe von Personalschutzkleidung“ ausfüllen, unterschreiben lassen und zur Wäscheausgabe bringen, um in 2 Tagen bis 2 Wochen wieder angerufen zu werden, wenn ich meine zwei Laborkittel abholen kann. Diese sind dann mit Namensetikett und QR-Code versehen, sodass sie automatisch ihren Weg aus der Wäsche zu meinem Spind finden sollen. Ich bin gespannt.
Nächster bürokratischer Akt: Aufnahme ins Promotionsprogramm. Ich freu‘ mich schon.

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