Regentag

Man weiß, dass es Zeit für eine Dusche ist, wenn man drei Meter gegen den Wind nach Erde, Lagerfeuer und gebratener Leber mit Zwiebeln riecht.
Man weiß, dass es ein guter Jagdtag war, wenn man abends genauso nach Hause kommt und es überhaupt nicht schlimm findet.

Ich saß gestern mal wieder auf einem Hochsitz. Im Regen. Ohne Dach. Irgendwie war das aber gar nicht so schlimm, wie es klingt, mir tat die meditative Ruhe und das obligatorische Frieren eigentlich ganz gut. Ein bisschen entschleunigen, ein bisschen archaisch fühlen, nach einer Arbeitswoche ist das vielleicht für meine Seele mal ganz erholsam. Ich saß zum Glück mit dem Rücken zum Wind, mein Gesicht blieb also auch dank Hutkrempe wunderbar trocken, nur die Beine, Füße, Arme waren hinterher leicht bis mittelschwer durchnässt. Nach zwei Stunden war’s dann aber auch gut, meine Hände eiskalt und von meiner Hutkrempe tropfte es.

Hinterher dann aufwärmen und erzählen in der alten Wohnküche, bei bollerndem Ofen, heißen Tee und frischer Leber. Hat was sehr ursprüngliches und ein bisschen von diesem warm fuzzy feeling.

So kann man einen verregneten Samstag doch ganz gut verbringen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s