Von Sideboards und Wandfarben

Momentan habe ich nur ein Thema im Kopf: die Optimierung unserer Wohnung. Wir haben ein recht schmales Esszimmer, indem nicht nur der Esstisch steht sondern auch einiges an Küchenkram untergebracht werden muss. Unsere Küche ist sehr klein, also stehen Wasserkocher, Mikrowelle, Toaster und Brotschneidemaschine im Esszimmer, damit wir in der Küche noch Arbeitsfläche übrig haben. Dazu kommt dann noch die Müllstation, Glas und Altpapier, Kartoffeln, Zwiebeln, Tee und anderer Kleinkram. Zur Zeit ist das auf einem Servierwagen und einem Ivarregal untergebracht und das ist genau das Problem: offene Aufbewahrung sieht unordentlich aus, durch Ivar ist wenig Platz um den Esstisch, wenn mal Besuch kommt und irgendwie sieht es sehr zusammengewürfelt aus. Die Lösung ist eigentlich simpel, in der Ausführung aber leider schwierig: ein Sideboard, eine Anrichte, ein Küchenbuffet. Mit oben Schubladen, da drunter Türen, einer schönen Oberfläche. Etwa 1,50m lang, bis zu 50 cm tief und zwischen 80 und 90 cm hoch. Ach ja, bezahlbar sollte es auch sein. Und jetzt alle mal lachen.
Die klassische Anrichte ist anscheinend out. Es gibt im einschlägigen Fachhandel folgende Modelle: Landhaus, Hochglanz und Eiche. Hochglanz ist raus, zu hoher Pflegeaufwand. Landhaus passt nicht wirklich zum Rest unserer Einrichtung und auch nicht zur Wohnung (Landhaus muss ins Landhaus). Und die zur Zeit so moderne Eiche auf unser Buchenimitatlaminat zu den Kiefernholzstühlen und dem dunkel lackierten Tisch zu stellen… Ich will mehr Harmonie, nicht mehr Kontrast! Selbst der sonst so ergiebige schwedische Möbelhändler hat nichts passendes im Programm. Sideboards wie wir es uns vorstellen gibt es gar nicht, wenn man sich was schönes aus Küchenunterschränken zusammenstellt ist man ruck-zuck bei über 500€. Bei aller Liebe, aber für das Geld kann ich sonst komplette Räume einrichten. Im Katalog steht eine ganz hübsche Schrankkombination, angeblich für 271€ zu haben. Im Küchenplaner nachgebaut sind wir bei über 600€. So viel dazu. Am Wochenende gehen wir mal hier im Gewerbegebiet auf Möbelschau, aber ich habe wenig Hoffnung.
Als Übersprungshandlung haben wir dann mal angefangen das Wohnzimmer umzuräumen. Irgendwie sah es um den Fernseher herum immer so leer aus. Jetzt hat er einen Rahmen aus zwei Regalen bekommen und es wirkt gleich alles viel wohnlicher. Wenn wir jetzt noch das Sofa vorschieben und das Spieleregal teilen ist Platz für einen weiteren Esstisch für Gesellschaftsspiele und Besuch und das Esszimmer entlastet… Und dann, dann wird es endlich mal Zeit für Wandfarbe! Etwas warmes fürs Wohnzimmer, etwas helles fürs Esszimmer und vielleicht auch noch das Schlafzimmer, wenn wir schon mal dabei sind. Im Esszimmer könnte ich mir das Grün unseres Geschirrs gut als Wandfarbe vorstellen, meinetwegen auch ein bisschen pastelliger. Das Schlafzimmer würde mir in tiefsten Blau oder Petrol gut gefallen, ich habe da schon mal zwei Schöner Wohnen Trendfarben gefunden: Deep und Jade. Beim Wohnzimmer schwanke ich zwischen hellem Gelb (das wäre auch was fürs Esszimmer…), Erdbeereisrosa (leider beim Besten schon durchgefallen) und einem harmonischen Braun-Grau. Das ich nochmal über so nicht-Farben nachdenke, unglaublich. Aber ein schöner Choco-Ton zu weißen Möbeln und den ganzen grünen Textilien, das hätte was. Heute Morgen fiel mir dann ein Blau-Grau in die Hände, auch das wäre hübsch, aber doch zu kalt? Meine gesammelten Farbkarten liegen jedenfalls auf dem Wohnzimmertisch und lassen mich fantasieren. Der Beste allerdings guckte mich nach der ersten Umräumaktion ganz entsetzt an „Du willst immernoch streichen?“. Ja, vielleicht. Mal gucken. Eigentlich schon. Farbe ist doch immer gut, oder?

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