Sommer feiern

Ich mag diese Jahreszeit. Das Wetter ist nie dauerhaft schlecht, es ist unglaublich lange hell und alles ist so schön grün. Anlass genug für zahlreiche Sommerfeiern, Grillparties und Sportevents. Kein Wunder, dass ich weder zum Wohnungsputz noch zum bloggen komme, denn es wird abends oft spät. Zum Beispiel am Freitag, als wir ein Feierabendbier auf der Dachterasse des Instituts tranken und anschließend auf die Wohnheimsparty gingen. 90s trash auf der Tanzfläche, guter Ska open-air, das war super.
Oder das Sommergrillen bei der Arbeitskollegin am Samstagabend, der eher verregnet war, weswegen wir dann eben drinnen feierten.
Oder das Waldfest am Sonntag, bei dem ich mit meiner Mama zum Kaffeekochen eingeteilt war. Ein Tag mitten im Wald, mit blauem Himmel hinter grünen Bäumen und später sogar Jagdhornkonzert. Ein wunderbarer Sommermoment.
Aus dem Wald ging’s dann direkt zur Fußballgrillparty im Garten bei Arbeitskollegen des Besten, stilecht mit Leinwand und Picknickdecke.
Und gestern dann der langersehnte Universitätssporttag. Mit unglaublich gutem Sommerwetter, sehr viel Grill und dem ein oder anderen Bier, konsequenten Niederlagen im Fußballturnier und Seifenrutsche. Dass wir danach komplett durchnässt waren, war bei dem Wetter nicht weiter schlimm und auch mein Sonnenbrand auf der Nase ist weniger dramatisch als gedacht.
Und so vergehen diese Sommertage wie im Flug und der Juni neigt sich dem Ende zu. Schade eigentlich, meinetwegen könnt er noch ein bisschen bleiben.

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Die letzte Woche

und ein paar Tage drum rum. Los ging der Wahnsinn am letzten
Samstag: Aufstehen, Brötchen holen, Frühstück. Mit Mama zum Landsitz fahren, das Grab der Großeltern neu bepflanzen, den Vorgarten roden (wenn einem das Unkraut bis zur Hüfte steht, ist „jäten“ nicht mehr der richte Ausdruck). Wir machen eine Kontrollrunde durchs Haus. In der Küche steht eine offene Tüte Cornflakes, die davon lebende Maus sehen wir noch davonhuschen. Wir entsorgen die Cornflakes und hinterlassen noch eine Notiz, in der Hoffnung, dass so etwas nicht wieder passiert. Wir fahren wieder nach Hause, ich dusche und mache Sofapause, ich habe ein wenig Kopf, vielleicht von der Sonne. Irgendwann macht der Beste Pizza, ich stelle fest, dass ich für meine Verabredung viel zu spät dran bin. Wir essen Pizza und ich schwinge mich aufs Rad. Ich treffe einen alten Freund wieder, es werden zwei Bier auf dem Bierfest und zwei weitere in zwei Kneipen und es ist zwei Uhr nachts als ich ins Bett falle.
Sonntag: ist der 12., glücklicherweise ist dieser proppenvolle Tag also bereits dokumentiert.
Montag: Ich quäle mich früh aus dem Bett, fahre kurz auf Arbeit vorbei bevor ich zu meinem ganztägigen Seminar aufbreche. Es wird erstaunlich gut, mit sehr viel Input. Danach muss ich noch einmal kurz zurück, Zellen füttern, dann geht es zum Grillen mit den Menschen aus dem Seminar. Auch dieser Abend wird lang.
Dienstag: Ich bin wieder sehr früh auf Arbeit und versuche möglichst viel zu schaffen, denn ich muss in der nächsten Woche meine Daten vorstellen. Am Nachmittag ist eine Doktorarbeitsverteidigung unserer Arbeitsgruppe, während des Vortrags döse ich kurz weg, danach bin ich aber gut im flow, sodass ich erst sehr spät zum Sport fahre. Von dort geht es dann direkt in die Stadt, wir wollen auf die erfolgreiche Verteidigung anstoßen und treffen uns in einer Bar. Um 23 Uhr schließt der Laden und ich fahre heim.
Mittwoch: Ein weiterer langer Arbeitstag steht auf dem Plan, kurz nach dem Mittag bin ich dann aber erstmal weg, Fußball spielen. Wir verlieren (wie immer) zwei Spiele, diesmal halten wir uns aber recht gut. Anschließend duschen und zurück an die Arbeit. Abends liege ich dann nur noch faul auf dem Sofa, endlich Zeit zum durchatmen und Zeit mit dem Besten verbringen.
Donnerstag: Ein voller Arbeitstag, danach gebe ich (zum ersten Mal) den personal trainer für meine Arbeitskollegin und wir machen über eine Stunde fitness. Das Anleiten klappt erstaunlich gut, nach so vielen Kursen kann man das dann doch irgendwann wiedergeben.
Freitag: langersehnt. Ich sammele meine Daten zusammen, bastele meine Präsentation. Mein Praktikant, der auch am Montag präsentieren soll, fängt dann mal mit seiner Auswertung an (die Jugend von heute!). Irgendwann bin ich durch, mache nur noch das Minimum und fahre heim. Es gibt Tiefkühlpizza.
Samstag: Nach dem gemütlichen Frühstück fahre ich auf Arbeit und erledige die gestern liegen gebliebenen Dinge. Zur Mittagszeit bin ich wieder daheim und habe sehr großen Hunger, aber ich müsste mir Brot auftauen. Schließlich, ich bin schon sehr nölig, gehen wir zur Familie, ich esse dort Brötchen und wir fahren mit dem Bruderherz zusammen los. Wir besuchen meinen Papa in der Reha, laufen mit ihm durch das dortige Städtchen und essen ein Eis. Heimfahrt, Abendessen, Erholung.
Sonntag: Ausschlafen, Frühstück, Wohnungsputz. Ich würde gerne mal ein Wochenende lang gar nix tun. So wirklich nix. Anschließend in den Garten, Unkraut jäten, die Reste meines Spinates entsorgen. Ein Kaninchen wird wegen wunder Füße behandelt, zwei junge Tiere machen uns Sorgen, da sie schlecht fressen. Wieder zuhause essen wir fix ein Brot, dann fahren wir zum Fußballtraining. Es macht sehr viel Spaß, ist aber auch sehr anstrengend. Zuhause dann Dusche, Sofa, Bett.

Und dann kommt diese Woche, die terminlich entschleunigter ist, aber mich an anderen Fronten fordert. Nach recht vernichtender Kritik zu meiner Datenpräsentation heißt es ein wenig justieren, neu planen und nicht persönlich nehmen. Aber ich bin auf dem richtigen Weg denke ich. Die Hochs und Tiefs gehören halt dazu. Und nach so einer Woche wie der letzten darf man auch mal ein bisschen durchängen. Habe ja erstmal genug geschafft.

In die Botanik


Noch ein Nachtrag, noch ein bisschen länger gereift als meine 12 von 12. Es ist jetzt nämlich schon fast zwei ganze Wochen her, dass ich mit der Kamerafreundin durch den alten botanischen Garten in der Stadt gestreift bin.
Wir hatten gerade einmal anderthalb Stunden, bis uns ein Gewitter wieder vertrieb, aber immerhin haben wir die Runde durch die Gewächshäuser und einen ganz kleinen Teil der Parkanlage geschafft. Hier also jetzt die dazugehörige Bilderflut mit sehr, sehr viel Grün und ein bisschen bunt.













12 von 12. Leicht verspätet.

Besser spät als nie, ne? Ich habe letzten Sonntag ja ganz brav Fotos von meinem Tag gemacht, aber dann war meine Woche doch eher von der fordernden Sorte und irgendwie ist das Bilder sichten, bearbeiten und Artikel basteln dann ein wenig ins Hintertreffen geraten. Ich werde jetzt nicht großspurig irgendwas wie Besserung geloben, aber insgeheim hoffe ich ja doch, dass ich mein gerade schnelles Leben auch hier ein wenig ausbreiten kann. Wie auch immer, ein Sonntag im Juni, in 12 Bildern:

Los geht’s mit Sonntagsfrühstück. Dabei fest im Programm: Tomate-Mozarella mit Himbeer-Balsam-Essig.

Mein Mann kann: das perfekte Frühstücksei kochen.

Ich muss mal eben kurz auf Arbeit. Zellen kennen kein Wochenende und haben immer Hunger. Auf Arbeit ist alles leer und still.

Das heißt ich komme endlich mal dazu, die Blumen im Kübel vor dem Eingang zu fotografieren. Ist ja keiner da der dumm gucken kann.

Wieder daheim steht der Wohnungsputz an, erstmal der Essplatz. Eine häufige Brandursache in Privathaushalten sind übrigens nicht ausgeleerte Toasterkrümelschubladen. Die Krümelschublade gehört also fest zum Reinigungsprogramm. Zu Sicherheit wachen Salz- und Pfefferengel noch über den Esstisch.

Mein absoluter Liebling: Badputz. Nicht.

Die Küche hat der Beste geputzt, ich kann sie dann jetzt also wieder richtig schön einsauen. Deshalb werden für’s Fußballspiel am Abend ein paar Brownies zusammengebaut. Mein geht-immer-und-schön-fix-Rezept.

Zwischendurch mal ’ne Kleinigkeit essen. Es ist noch Pizza von gestern da, mit Hähnchenbrust, Bohnen, Mais und Pepperoni.

Da mein Papa verhindert ist, mache ich mich auf dem Weg in den Garten, denn die Kaninchen müssen gemistet werden. Ein kurzer Kontrollblick zeigt: Das Gemüse steht vorbildlich in Reih und Glied.

Das Bruderherz und ich wuchten zwei Stunden lang kehrblechweise Mist aus den Ställen und machen es den Knüffels wieder hübsch. Währendessen setzt der große Regen ein.

Ich sehe zu, dass ich wieder nach Hause komme. Unser Fußballtraining wird abgesagt, also habe ich Zeit für ein Sandwich und eine Tasse Tee auf dem Sofa.

Ich bereite noch schnell einen Couscoussalat für ein Grillevent am nächsten Tag vor.

Im Anschluss machen wir uns auf den Weg, um das erste Deutschlandspiel mit den Mannschaftskameraden aus der Uni-Liga zu verfolgen. Es wird ein sehr lustiger und langer Abend.

Das war also mein Sonntag. Vielleicht schaffe ich es ja noch zeitnah zu berichten, was den Rest der Woche dann noch los war. Jetzt verlinke ich meinen Beitrag erstmal bei Frau Draußen nur Kännchen, das ist erstaunlicherweise immernoch möglich. Wie schön, dass auch an Menschen wie mich gedacht wird 😉

Hausfrauenstolz

Dank der Kollegin mit Nachtischfixierung gibt es auf Arbeit jede Woche einmal Dessert. Jeder ist mal dran und letzte Woche hatte ich mich bereiterklärt. Kurzerhand also Donnerstagnacht den ersten Brandteig meines Lebens zusammengeworfen, Sahne geschlagen und und am Freitag hausgemachte Windbeutel serviert. Und da ich mal eben so aus dem Ärmel Brandteig lernen und backen kann, ist es nur ausgleichende Gerechtigkeit, dass ich keine ansprechende Essensfotografie hinbekomme.

Es ging dann nahtlos weiter mit Geburtstagstorte, aus mehreren Rezepten zusammengestückelt und sehr lecker, sommerlich leicht und frisch. Ein Rührteigboden mit Saft und Öl, frische Erdbeeren und mit Gelantine fixierter Naturjoghurt. Schmeckte sehr gut und dank kleiner Backform wars gar nicht so mächtig.

Auf in den Juni!

Und plötzlich ist Sommer. Zumindest kalendarisch. Meterologisch müssen wir uns ja noch bis Mittsommer gedulden. Ich freue mich jedenfalls sehr daran, dass draußen alles grünt und blüht und wächst. Meine Pläne für diesen Monat:

Zum Freuen im Juni: mich erwarten viele Fußballspiele mit der besten Mannschaft der Uni-Liga, ein Besuch beim Patenkind ist geplant, es muss definitiv gegrillt werden und zum Monatsabschluss findet das verschobene Unisportfest statt.

Aufträge im Juni: da es in der Family diesen Monat personelle Engpässe gibt, bin ich beauftragt worden die Kaninchengesundheit und -pflege zu überwachen, Kartoffeln zu häufeln, letzte Dahlien zu setzen, das Bruderherz durch die theoretische Fahrprüfung zu bringen und Nächte auf Hochsitzen zu verbringen.

Auf Arbeit im Juni: Mein selbstgesetztes Ultimatum zur Produktion eines ersten, großen, tollen Datensatzes läuft am Monatsende aus. Bis dahin steht also noch ein bisschen Arbeit ins Haus. Außerdem gibt es ganze drei Verteidigungen zu hören und ein wenig zu feiern. Und dann sollte ich mich endlich mal einschreiben.

Kreatives im Juni: Ich will so viele tolle Dinge stricken, habe mir aber erstmal ein bisschen Nähzubehör bestellt. Ich möchte Fotobücher gestalten und die Wohnzimmerdeko überarbeiten. Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt…

Die To-Do Liste im Juni: ist wie immer prall gefüllt. Nachdem jetzt Flüge für eine Reise in eine andere Kultur im Herbst gebucht sind, muss ich Reisepass und Visum beantragen. Dann gibt es ein paar ewig währende Klassiker, wie etwa Stühle lasieren und Vorhänge kürzen und wie immer ein paar Geburtstagsbasteldeadlines. Es wird nicht langweilig.

Anschaffungen im Juni: Ich werde diesen Monat viel Geld ausgeben. Neben den ober erwähnten Flügen sollen Kopfhörer dazu kommen und eine schicke Outdoor-Handtasche als Alltagsbegleiter, natürlich alles Markenware, drunter geht als topverdienender Angestellter im öffentlichen Dienst ja gar nicht. Die Wunschliste umfasst übrigens noch so Kleinigkeiten wie einen Kameragurt, vielleicht ein neues Objektiv, diverse Teile der Garderobe müssen erneuert werden und vielleicht auch noch ein Rucksack…

Mein Wunsch für den Juni: Viel Zeit draußen verbringen, viel Fotografieren und regelmäßig bloggen. Und endlich den perfekten Bikini finden!