Freitags hab ich frei

Naja, nur den heutigen Freitag. Ich bin seit Wochen so ferienreif und auch an den Wochenenden ist durch die vielen (ja in der Regel selbstgeplanten und wunderschönen) Unternehmungen nur Zeit für das nötigste. Also habe ich einfach mal einen meiner heiligen Urlaubstage geopfert und mache den Freitag frei. Herrlich. Ich habe bereits die Pflicht, sprich den Wohnungsputz erledigt und kann mich jetzt den ganzen wundervollen kleinen unnötigen Dingen widmen. Ich plane unter anderen seit langem mal wieder ein bisschen zu nähen, mein Strickzeug mal zu sortieren (es sind inzwischen zwei Projekte die herzhaftes Auftrennen erfordern), werde mir am Nachmittag die Haare schön machen lassen und dann mal eben nach Celle fahren und zwei gute Freundinnen dort treffen. Vielleicht springt zwischendurch auch noch ein bisschen Aufräumen und umherkruschteln bei raus, wer weiß. Oder der ein oder andere Blogbeitrag.
Allen, arbeitend oder nicht, einen schönen Freitag!

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Sommerküche

Wenn es warm ist und schnell gehen muss, gibt’s lauwarmen Salat mit Getreideanteil. Geht schnell, macht satt und ist nicht allzu schwer. Heute also Rucola-Tomaten-Hirse.
Geht so: eine Tasse Hirse mit der doppelten Menge Wasser aufkochen. Besser währenddessen nicht duschen gehen, sondern ein Auge drauf haben damit nix anbrennt. Die Hirsepackung sagt 5 Minuten kochen und 10 Minuten ausquellen lassen, kochen lassen bis das Wasser weg ist funktioniert auch. Eine dicke Handvoll Rucola aus dem Balkonkasten pflücken und abbrausen. Zwei dicke Tomaten kleinschneiden. Aus Olivenöl, Himbeer-Balsamessig, Salz und Pfeffer ein schnelles Dressing zusammenmixen. Alles zur noch warmen Hirse in eine Schüssel werfen, gut durchmengen. Ein Salatbesteck ist dabei hilfreich. Fertig. Hinsetzen und Essen bis nix mehr da ist und natürlich voll verchecken ein Foto zu machen, damit man nachher drüber bloggen kann. Anschließend halt trotzdem bloggen. Passt schon.
Das Rezept funktioniert auch mit Bulgur oder Couscous (dann unbedingt mit Raz-al-Hanout), lässt sich mit Oliven, Feta, Mozarella, getrockneten Tomaten oder anderem Gemüse ergänzen, mit Kräuterquark verfeinern, und als Beilage zu Halloumi, Bratwurst der Steak reichen.

Auf den Nadeln im Juli

Ja, ich stricke noch. Nicht sehr viel, da fehlt es leider einfach an Zeit. Bis auf ein kleines Geheimprojekt hat sich in den letzten Monaten sehr wenig getan, deshalb gab es auch keinen Auf den Nadeln Beitrag für Mai und Juni. Mein foragers scarf liegt dementsprechend immer noch unangetastet in der Ecke. So langsam kommt aber die Lust zurück daran weiterzuarbeiten. Bevor ich mich aber hinsetze und meine falsche Reihe aufribbel, musste ich aus gegebenen Anlass noch zwei Kleinprojekte einschieben. Socken gehen ja immer und Babysöckchen noch viel besser, sind sie doch fix fertig und unheimlich niedlich.
Das erste Modell ist schon von den Nadeln runter. Das Zopfmuster ist nach einer Anleitung von Drops gestrickt, die sich auf Ravelry mit dem wunderschönen skandinavischen Namen „Sockor med Flätmönster“ findet. Ansonsten habe ich mich für die Maße an mein Babysockenheft von Regia gehalten und 36 Maschen angeschlagen. Weil durch das Zopfmuster das 2re2li Bündchen nicht mehr aufgeht habe ich dort eben auch noch einen kleinen Zopf über 4 Maschen gestrickt, in jeder 3. Runde verzopft. So im Nachhinein würde ich über diese 4 Maschen lieber einen doppelten Zopf stricken, ähnlich wie der vordere (versteht man was ich meine?). Gestrickt sind die Socken aus einem Rest Regia Colormania. Ein ganz wunderbare buntes Garn, das aber verstrickt irgendwie nur halb so toll aussieht wie im Knäuel. Das Zopfmuster tut diesem Garn aber erstaunlich gut.

Das zweite Paar Socken ist immerhin schon zur Hälfte fertig und damit technisch gesehen gerade auch gar nicht auf den Nadeln. Kommt aber noch! Auf der Suche nach einen schönen Strukturmuster bin ich auf Pretty Harbour gestoßen und habe kurzerhand angeschlagen. Ich habe mich dann für ein gut abgelegenes Knäuel Wolle Rödel Sport und Strumpfwolle Classik aus meinem Vorrat entschieden, um das Muster nicht auch noch mit gemustertem Garn zu erschlagen. Ein wenig zu unruhig ist mir aber selbst dieses Unigarn noch. Trotz der gleichen angeschlagenen Maschenzahl wird bei diesem Muster der Socken deutlich breiter und sieht gar nicht mal mehr so babyklein aus. Aber egal, dann passt er halt im Winter.

Ich merke inzwischen dass sich meine Strickspannung von völlig verkrampft fest zu locker flockig geändert hat. Ich befürchte ich werde demnächst mal 2.25mm Nadeln für Socken testen müssen, denn das Strickbild ist schon ein wenig unregelmäßig und fluffig, besonders bei Mustersocken nicht unbedingt vorteilhaft.

Jetzt gehen diese Söckchen aber erstmal zu Maschenfeins Auf den Nadeln Sammlung, bei der ich mich immer wunderbar inspirieren und motivieren lasse weiter zu stricken. Und dann werde ich demnächst mal wieder meinen forager in die Hand nehmen. Ganz sicher.

Muffins. Mit Käse.

Ich lese ja notorisch alles was mir vor die Augen kommt. Schilder, Titel, Straßennamen, gerne auch mal laut. Selbstverständlich lese ich also auch Verpackungen. Und während ich so meine Haferflockenpackung ins Regal stellte, fiel mein Blick auf den Rezept-Tipp an der Seite: Käse Möhren Muffins.
Da wir eh grade Möhren ohne Ende zu verarbeiten haben und ich Lust auf ein bisschen was selbstgebackenes zum Naschen hatte, dass nicht auf meinem „Süßigkeiten-Index“ steht, habe ich also Muffins gebacken. Und weil diese Muffins wirklich lecker und sättigend sind, habe ich mir mal die Mühe gemacht und das Rezept für den Rest der Welt, der nicht ständig Haferflockentüten studiert, abgetippt.

Zutaten für 12 Stück: 200g Karotten / 2 Eier / 100ml neutrales Öl / 125g Buttermilch / 150g Weizenmehl T550 / 1 EL Backpulver / 4 EL zarte Haferflocken / 6EL Kürbiskerne / 100g geriebener Gouda / Salz & Pfeffer
Schritt 1: Die Möhren waschen, schälen und fein raspeln.
Schritt 2: Eier, Öl, Buttermilch verquirlen, Mehl und Backpulver dazu, dann Haferflocken, 4 EL Kerne, 2/3 des Käses und Möhrenraspel unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Schritt 3: Teig in Muffinförmchen geben, restliche Kerne und Käse drüber streuen. Etwa 25 min bei 180°C Ober/Unterhitze backen.

In meiner Variante (natürlich kann ich nix genau nach Rezept backen) habe ich die Kerne weggelassen, da wir die nicht im Haus hatten. Statt 550er Mehl habe ich 100g 405er und 50g Vollkornmehl genommen. Dinkelmehl funktioniert bestimmt auch sehr gut. Die Muffins sind durch Möhre und Buttermilch sehr saftig, durch die Haferflocken sehr reichhaltig, durch den Käse sehr lecker und ein bisschen fettig. Ich werde mir das Rezept auf jeden Fall für das nächste Mitbring-Buffet merken, vielleicht auch mal als Mini-Muffins.

12 von 12

Zwölf Bilder vom zwölften. Mal wieder nur mit dem Handy fotografiert.

Mir fiel erst ein, dass ja der zwölfte ist, als ich gerade das Haus verlassen wollte. Deswegen gibt es kein Bild meines Übernacht-Hafer-Frühstücks, vom Brote schmieren, Kalenderblatt abreißen, zweiten Babysocken anschlagen und was ich sonst noch so zwischen aufstehen und Haus verlassen treibe.
Dafür starten wir mit dem freundlichen Alpaka vom Bürodesktop.

Den Vormittag bin ich recht beschäftigt. Meine Zentrifuge findet: völlig OP.

Proben beschriften ist eine hohe Kunst. Man muss nämlich nicht nur nächste Woche sondern auch nächstes Jahr noch wissen, was man da jetzt gemacht hat.

Ich hab zwar schon arg Hunger, aber erstmal wird Agarose gekocht.

Zur wohlverdienten Mittagspause gibt es ein bisschen Sonnenschein in der Tasse. Dank Klimaanlage herrscht bei uns immer bestes „Wetter“ zum Tee trinken.

Eine Kollegin hat mir ein Geschenk aus ihrer Zweitheimat mitgebracht 🙂

Der Nachmittag steht im Zeichen des Wartens.

Idealer Zeitpunkt für ein bisschen Literaturrecherche. Ich hab da ein Talent für interessante, aber überhaupt ganz und gar nicht relevante Paper. Hier: Die Captain Morgan Technik für ausgerenkte Hüften. Ja ne, is klar.

Weil alles nicht so geklappt hat wie’s soll muss ich Dinge nochmal wiederholen und bleibe deshalb länger auf Arbeit. Leider heißt das, dass ich es nicht zu meinem Sportkurs schaffe. Als ich zuhause ankomme, habe ich schon wieder vergessen, dass ja der 12. ist. Es gibt also auch keine Fotos vom sonningen Heimweg oder dem Sport zuhause im Wohnzimmer. Nach dem Duschen gucke ich kurz mal auf mein Tablet und sehe den ersten 12 von 12 Beitrag. Ach ja da war ja was!
Inzwischen ist es höchste Zeit für Abendessen. Bei mir gibt’s Dinkel-Buttermilch-Pfannkuchen.

Anschließend ist gemeinsame Sofazeit mit dem Besten. Dafür müssen sich Blog und Fotos dann mal hinten anstellen. Leider auch in der Warteschlange: der Abwasch.

Vorm Zubettgehen noch ans Frühstück denken. Ich bereite mir meine Haferflocken vor.

Schlafenszeit.

Ja, das war mein 12. Juli… 🙂 Mehr tolle Fotos sammelt die Frau Kännchen.

Zufallsbegegnung

Dienstagabend, es war noch recht hell, der Wind rauschte in den Bäumen und erinnerte mich an die Sommerferien an der Ostsee. Da saß er am Straßenrand und gucke ein wenig verdutzt, genau wie ich. Kaum hatte er mich eingeordnet, gab er Hackengas und verschwand so schnell seine kleinen Beinchen es erlauben auf der andern Straßenseite im Gebüsch.

Auf in den Juli

Der Juli ist da und damit natürlich mal wieder hochtrabende Pläne und auch ein wenig Planlosigkeit, denn zur Zeit passiert vieles spontan.

Zum Freuen im Juli: ein freies Wochenende ohne Termine, die Freundin, die jetzt in München wohnt und vielleicht auch die Amsterdamfreundin kommen zu Besuch, wir wollen ganz dringend mal wieder nach Ostwestfalen-Lippe und ich hoffe auf ganz viel Sommerwetter für Grillpartys, Picknick und vielleicht auch mal einen Freibadbesuch.

Der Garten im Juli: Die Ernte beginnt, Johannisbeeren und Zucchini sind schon am Start, bald ziehen Himbeeren und Kirschen nach und vielleicht gibt es am Ende des Monats schon Karotten und grüne Bohnen?

Backen im Juli: Was geerntet wird will auch verarbeitet werden. Die erste Fuhre Johannisbeeren ist schon in diesen Kuchen gewandert, als nächstes dann Muffins oder Mohnkuchen mit Johannisbeeren. Dieses Jahr will ich auch endlich mal einen Schokokuchen mit Zucchini backen, das klingt einfach zu abgefahren. Und sobald die Himbeeren reif sind gibt es Himbeer-Käsekuchen-Brownies.

Die ToDo Liste im Juli: Wie erwartet stehen noch einige Punkte aus dem letzten Monat auf der Liste und es ist nicht absehbar ob sie diesen Monat erledigt werden können. Aber wer wird sich denn von sowas stressen lassen?

Kleiderkauf im Juli: Anfang August sind wir auf einer Hochzeit eingeladen. Bis dahin sollte ich mir also mal ein entsprechendes Outfit besorgen. Natürlich soll es schick sein, aber nicht zu sehr, kein schwarz und kein weiß und vor allem gut aussehen. Pastell ist ja klassisch für diese Anlässe, aber ich bin ja ein sehr heller Typ…

Habt einen tollen Sommermonat!