Gartenfreude

Der Garten und die viele Arbeit trägt Früchte. Sehr viele Früchte. Ich lebe seit einigen Wochen nur noch aus dem Garten. Ein tolles Gefühl. Aber auch ein wenig anstrengend. Eine Bilanz:
Zucchini: in rauen Mengen. Eigentlich mag ich keine Zucchini. Entsprechend freigiebig habe ich schon meine Arbeitskollegen beschenkt. Und zwei akzeptable Zubereitungsmethoden gefunden: im Backteig gebraten oder als Gemüsepuffer mit Kartoffel und Karotte. Apropos…

Karotten: Der Beste hat im Frühjahr drei Reihen Karotten gesät. Lange passierte nix, beziehungsweise es wuchs nur Unkraut. Dann war der Beste beruflich unterwegs und die Karotten da. „Müssen wir bei Gelegenheit mal verziehen“ stellten wir fest. Dann passte es nie und dann waren die Karotten auch schon wieder zu groß. Und sie wuchsen weiter. Aber es regnete nicht und unser lehmhaltiger Boden wurde zu betonähnlicher Masse, Ernten nahezu unmöglich. Und jetzt haben wir dicke, verwachsene Monsterkarotten in allen erdenklichen Formen. Da sie inzwischen zu echten Rüben herangewachsen sind, müssen wir jetzt wirklich mal alles ernten und auf Vorrat Suppe kochen. Und meine Familie sagte im Frühjahr noch: „Karotten? Das wird nix, der Boden hier ist zu schwer.“

Aubergine: Ja, endlich! Wir hatten es ja schon abgeschrieben, denn die Auberginenpflanzen wuchsen und gediehen, fingen sogar an zu blühen, aber wir konnten uns nicht vorstellen, dass das noch was werden sollte. Solange wie die gebraucht hatten um in die Gänge zu kommen… Inzwischen haben wir gelernt: Auberginen gehen fix, wenn sie einmal am Start sind. Und die Früchte sind von Anfang an lila. Drei lange, schlanke Exemplare haben wir jetzt geerntet. Ich freue mich riesig.
Grüne Bohnen: sind eines der wenigen Gemüse, die die ganze Familie mag. Wir haben extra die zwei Reihen Bohnen zeitlich versetzt gelegt, um nicht Unmengen auf einmal ernten und verarbeiten zu müssen. Hat auch fast geklappt, hätten wir die Ernte der ersten Reihe nicht grandios verpennt und auf einmal trotzdem viel zu viel Bohnen gehabt. Nach zwei Wochen Bohnenwetter (warm!) hat es sich ja zum Glück abgekühlt und wir erwarten nur noch ein-zwei Portionen. Zubereitungstipp: mit Tomatensoße zu Reis oder mit Sahnesoße zu Nudeln.
Kohl in allen Varianten: hatte ja mein Vater angepflanzt. Etliche Köpfe Weiß- und Spitzkohl lagern jetzt im Keller und warten auf Verarbeitung. Die wenigen gelungenen Brokkoli und Blumenkohlköpfe haben wir direkt verspeist, trotz Schneckenfraßstellen und Raupenbefall.
Tomaten: Wir haben diese Wochenende immerhin drei ganze Tomaten geerntet: eine Fleischtomate und zwei Tigertomaten. Der Rest hängt seit letztem Monat grün am Strauch und wird und wird nicht rot. Kein Tomatenjahr. Schade.
Zwiebeln und Knoblauch: hat der Beste heute geerntet. Jetzt liegen sie auf dem Balkon und dürfen noch ein wenig trocknen bevor wir sie einlagern.
Bald startet dann die Ernte von Kartoffeln, Äpfeln und Zwetschgen. Und dann gibt es ja noch ein paar mehr Kürbisse. Ich werd satt.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Gartenfreude

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s