Nebelberge


Schon als ich die Einladung meines Graduiertenkollegs zur gemeinsamen Brockenwanderung im Oktober bekam war klar, dass das bestimmt ein recht kühles und nasses Vergnügen werden würde. Trotz widriger Wettervorhersage wurde das geplante Programm aber tatsächlich durchgezogen, sodass wir durch dicken Nebel und beständigen Nieselregen auf dem berühmten Goetheweg dem Gipfel entgegen stapften. Ich war glücklich. Ich mag den Wald im Herbst, ich mag die frische, klare Luft, ich mag das Mythische, das der Nebel mit sich bringt, ich mag die Vorfreude auf die heiße Tasse Tee im Ziel.

Oben angekommen wurden wir dann auch mit der Aussicht auf eine dicke weiße Nebelwand und warmer Erbsensuppe belohnt.

Da es sich ja um einen offiziellen wissenschaftlichen Retreat handelte, gab es noch eine sehr lange Runde an Kurzpräsentationen mit Diskussion bevor wir durch den tatsächlich nochmal stärker gewordenen Regen wieder hinab stapften. Am Ende waren wir alle erschöpft, aber glücklich und ein wenig durchnässt.

Man sollte öfter mal bei Wetter nach draußen gehen.

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