Oh du Fröhliche…

Ich habe Ohrwürmer. Ja, Plural. Ich habe am Wochenende nach schöner Weihnachtsmusik gesucht, eine eher schwierige Aufgabe. Angefangen hat es mit den von Spotify vorgeschlagenen Playlisten. Die erste („Nie wieder last Christmas“) war beim Reinhören irgendwie sehr getragen, ruhig und besinnlich. Los ging‘s sofort mit dem Klassiker der angelsächsischen Silvesterfeierlichkeiten, Auld Lang Syne. Ohrwurm. Ganz hartnäckiger Ohrwurm. Ich schwenkte auf die „deutschsprachige Weihnachtslieder“ Liste um. Das passte vom Tempo schon eher zum Wohnungsputz war aber doch mehr was für meine Trash Toleranz, entweder Orchester mit Chor oder Peter Alexander. Das geht manchmal, aber nicht auf Dauer. Dabei finde ich die deutschen Weihnachtslieder gar nicht so schlecht. Man müsste nur mal Interpreten finden, die da was Annehmbares draus machen. Für viele der klassischen englischen Christmas Carols gibt es ganz tolle Versionen und kreative öffentliche Playlisten auf Spotify. So habe ich zum Beispiel auch herausgefunden, dass meine Arbeitskollegin seit August in Momenten der Verzweiflung oder Demotivation „Deck the Halls“ summt, ein weitere Ohrwurm bei dem wir jetzt im Advent einfach einsteigen. Natürlich ohne Text, denn den kann keiner von uns. In meinem Kopf hat sich zusätzlich dann noch „Joy to the World“ festgesetzt, passt auch ganz wundervoll als Untermalung zu absolut repetitiven Tätigkeiten (und so kann das auch klingen).
Zurück zum Kernpunkt, ich suche deutschsprachige Weihnachtslieder, nicht zu schmalzig, nicht zu getragen intoniert, gerne ein bisschen flotter. Man kann Stille Nacht auch als Viervierteltakt spielen, sowas funktioniert gut (vorausgesetzt man beherrscht überhaupt ein Instrument gut genug). Hinweise nehme ich gerne als Kommentar entgegen, ansonsten werde ich weiterhören und summen und singen. Und sollte ich erfolglos bleiben nehme ich mir dann einfach die schmalzige Kinderchorkasette, die aus nostalgischen Gründen für mich das Weihnachtsmusikding schlechthin ist und lasse sie digitalisieren. Kindheitserinnerungen funktionieren wahrscheinlich am Besten.
Und jetzt alle: Joy to the Wooorld…

Auf den Nadeln im November

Es ist vollbracht, mein Reyna-Tuch ist beendet. Also komplett, Fäden vernäht, gebadet, gespannt und bereits getragen. Leider noch nicht vorteilhaft fotografiert, aber ich wollte zumindest mal meinen Erfolg verkünden. Am Ende zogen sich die Reihen wirklich sehr. Ich habe aber auch schon das erste bewundernde „Ist das selbst gemacht?“ bekommen, trotz kleinerer Fehler.

Natürlich musste ich auch sofort ein neues Teil anschlagen, das wird aber ein Geschenk und kann damit hier nicht gezeigt werden, ich hatte es ja schon erwähnt. Strickt sich aber schön flott, diese Hauswolle 😉

Ich hoffe ich habe bald wieder mehr zu zeigen und schicke diesen kurzen, geheimnisvollen Beitrag trotzdem zu Marisa und der Auf den Nadeln Sammlung.

Advent, Advent

Kinder wie die zeit vergeht! Ich hatte ein schönes, entspanntes Adventswochenende. Los ging‘s schon am Freitag, denn am letzten Freitag im November ist beim Cousin Niederwildjagd. Dort wird nicht nur auf Wild gejagt, das bei uns eher wenig Beachtung findet (Fasane. Schnepfen. Hasen.), es ist auch eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich dort trifft und abends nach der Jagd gemeinsam das ein oder andere Horrido anstimmt. Dabei wird auch die ein oder andere Flasche Schluck geleert, das gehört dort eben auch dazu. Am nächsten Morgen traf ich zum Frühstück einige weitere meiner Cousinen und Cousins und wir konnten uns zumindest ein wenig unterhalten bevor wir uns wieder auf dem Heimweg machten. Luftlinie wohnt dieser Teil der Familie gar nicht so arg weit weg, aber die Anbindung ist irgendwie Murks. Wenn wir gut durchkommen sind wir etwa drei Stunden unterwegs. Entsprechend erschöpft kamen wir dann Samstagnachmittag wieder zuhause an. Der Beste wartete schon auf mich und gemeinsam machten wir uns an die Herstellung von Falafeln und allen weiteren Zutaten für Falafeltasche. Sehr lecker! Ich las noch ein bisschen anspruchslose Literatur, bevor ich ins Bett fiel.
Am Sonntag gab‘s ein leckeres Adventsfrühstück und nach dem Wohnungsputz holte ich den Tannenbaum aus dem Keller. Der Beste hatte am Vortag schon meinen Tapiradventskalender befüllt. Bevor ich jedoch voll in den Dekowahn einsteigen konnte mussten wir zum Sonntagsessen zur Familie. Es war wie immer sehr gemütlich. Nach dem Essen banden der Beste und ich gemeinsam zwei Adventskränze. Mein Exemplar wurde mal wieder etwas „struppig“, meine Bindetechnik nennt der Beste auch liebevoll Monstertruckreifen*. Sein Kranz hatte dafür noch ein paar kahle Stellen, die aber professionell ausgebessert wurden. Wir vermachten den Monstertruckreifen der Familie und dekorierten unseren Kranz in weiß-rot. Dann buken wir nach einigem Überlegen Spritzgebäck. Meine Mutter war erfreut diese Arbeit abgenommen zu bekommen, wir hatten Spaß am Hantieren mit Omas elektrischem Fleischwolf. Zwischenzeitlich war mir zwar schlecht vom Teig naschen, aber am Ende hatten wir dann sechs Bleche Spritzgebäck produziert. Meine Mutter drückte uns dann einen ganze Dose Kekse auf, ich packte noch Kartoffeln und Kürbis ein und wir zogen bepackt nach Hause. Dort vervollständigten wir die Deko und schmückten erstmal den Baum. Meine Kugelsammlung ist jedes Jahr beim Auspacken ein neuer Grund zur Freude, der neuste Zuwachs ist ein original Käthe Wohlfahrt Herr Fuchs von meinen Eltern aus dem Herbsturlaub mitgebracht. Wir aßen die restlichen Falafeltaschen, ich füllte den Adventskalender für den Besten während er das Spritzgebäck mit Schokolade verzierte und schließlich kuschelten wir uns auf dem Sofa ein und schauten die neuste Folge der tollen Arztserie.
So gemütlich war dieses Wochenende, dass der Bericht ganz ohne Fotos auskommen muss. Ich reiche bei Gelegenheit welche nach.

* Eines Tages werde ich einen Treckerreifen besorgen und grün ansprühen. Sieht mit Kerzen und Kugeln bestimmt auch gut aus.

Und was geht so?

Ein gemütliches Wochenende, das ging hier. Freitag machte ich früh Schluss und bummelte durch die Stadt, ein bisschen Vorweihnachtsvorfreude sammelnd. Im Bioladen kaufte ich für mich einen (hoffentlich) tollen Earl Grey zur Aufmunterung im Büro, im Supermarkt fand ich endlich eine kleine, preisgünstige LED-Lichterkette für meine Hartriegelzweige in der Vase, eine spontane Herbst/Winterdeko. Abends gab‘s dann TK-Pizza und ein paar Folgen der seriösesten Arztserie des öffentlich-rechtlichen Programms, wo der Kardiologe auch mal Brüche einrenkt und der Gynäkologe Lungenembolien beheben kann, wenn er nicht gerade Rettungswagen fährt. Inzwischen bin ich aber leider voll drin und kann es kaum erwarten, neue Folgen zu sehen. Dank Mediathek ist „binge-watching“ ja nicht drin (vielleicht schreibe ich da mal einen Rant zu). So ganz nebenbei beendete ich mein schon lange währendes Strickprojekt „Reyna“-Tuch. Endlich! Die letzten Reihen waren schon sehr lang. Da Weihnachten ja bald auf der Matte steht wurde gleich mal was Neues angeschlagen. Es wird ein Geschenk, also gibt‘s hier keine weiteren Infos 😉

Samstag wurde genüsslich ausgeschlafen, lecker gefrühstückt und dann noch ein bisschen Zeit vertrödelt. Mittags fuhr ich auf Arbeit und traf dort viele Kollegen bei der Samstagsarbeit, so ist das bei uns eben üblich. Ich kam gut voran und war nach einer Stunde wieder draußen, wie geplant. Der Wochenendeinkauf wurde erledigt und beim Bäcker gab‘s 50% Rabatt zur Wiedereröffnung nach Renovierung. Zuhause setzte ich dann einen lange gehegten Plan in die Tat um und nähte einen Sofakissenbezug. Für einen zweiten habe ich auch noch Stoff und Kissen, aber keine Lust mehr, das muss dann eben wann anders. Ich nahm aber die Gelegenheit beim Schopf und schaffte ein bisschen Ordnung in meine laufenden Projekte. Wir kochten lecker gefüllten Kürbis mit selbst gemachten Nudeln vom letzten Wochenende und futterten uns rund. Danach wurde ich noch eine Runde in League of Legends gecoached (ein hoffnungsloser Fall) und das Sofa lockte zum Stricken und Fernsehen.

Sonntag wachte ich dann mit Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen auf, alles nicht schlimm, aber doch beeinträchtigend. Eine kleine Erkältung, wurde ja mal wieder Zeit. Entsprechend langsam und gemächlich ließ ich es angehen, frühstückte und erledigte meinen Wohnungsputz. Weil ich gerade dabei war und es mich seit Wochen störte wurde auch gleich der Vorratsschrank einmal aus- und wieder eingeräumt. Es ist beeindruckend, wie viel Platz sowas immer wieder schafft. Außerdem habe ich jetzt wieder einen Überblick, was wir alles haben (sehr viele Sorten Mehl. Und sehr viele Getränkepulver, die wir eigentlich gar nicht trinken) und wo es sich versteckt.
Zum Mittag besuchten wir meine Familie, saßen dort auch noch lange zusammen und quatschten und fuhren dann unsere Kaninchen von einer Ausstellung abholen. Bruderherz musste fahren um zu üben und wurde dabei gleich von zwei Seiten liebevoll ermahnt („Schalten.“ „Langsam!“ „Da vorne rechts…“ „Fahr nicht so weit links!“). Ich bedauerte mal wieder keine Kaninchen zu besitzen, auch wenn mir zusätzlich zur Erkältung noch allergisch die Nase lief. Wir packten die Tiere und den gewonnenen Futtersack ein und fuhren zurück nach Hause. Da buken wir dann mal eben die ersten Kekse der Saison, Amerikanische Cookies mit Schoki, Karamellbonbonstückchen und Salz sowie Erdnusskekse. Nach dem klassisch deutschen Abendbrot guckten wir Menschen beim Computerspielen zu (für Eingeweihte: LoL Intel Extreme Masters) und ich ging dann pünktlich ins Bett um meine Erkältung in die Flucht zu schlagen.
Ein bisschen hat es auf jeden Fall geholfen.

12 von 12

Ja, mich gibt‘s noch! Und endlich auch mal wieder 12 von 12 🙂 Die Bilder sind keine Schönheiten, aber mein 12. war ein guter Tag, da bleibt sowas manchmal auf der Strecke.

Ich stehe früh auf und starte mit einem wunderbar falsch zugeordneten Zitat in den Tag.

Nach dem Frühstück heißt es Sachen packen, denn ich bin auf eine Gesellschaftsjagd eingeladen.

Aus diesem Berg an Klamotten und Zeug wird mal ein ordentlich gepackter Rucksack. Ja, das ist viel Gepäck, aber draußen ist es kalt und ich brauche viele Extra-Kleidungsschichten.

Ich habe überraschenderweise noch ein Viertelstündchen Zeit, gerade richtig um die Spülmaschine auszuräumen.

Der Abwasch von gestern Abend kommt auch noch dran.

Dann mache ich mich los, meine Papa treffen. Auf dem Weg bereue ich sofort, die gute Kamera nicht einpackt zu haben. Mein Handy fängt leider nur einen Bruchteil der Schönheit des ersten Frostes ein.

Unser halbwilder Parkplatzkater Mecki hat sich ein erhöhtes Plätzchen gesucht. Trotzdem beschwert er sich bei mir lautstark über die Kälte.

Noch mehr gefrorene Schönheiten. Es ist so kalt, dass sogar Dampf aus dem kleinen Bach aufsteigt, an dem ich entlang gehe.

Gemeinsam mit meinem Vater geht es dann los. Auf dem Weg sammeln wir noch entfernte Verwandtschaft ein, die extra zur Jagd angereist ist. Es ist schön, dass wir durch unser gemeinsames Hobby Kontakt halten. Nach der Begrüßung aller Jäger am verabredeten Treffpunkt werden wir auf unsere Positionen im Wald verteilt. Das Wetter ist perfekt, die Sonne bricht schon bald durch die Baumkronen.

Ich bin noch keine fünf Minuten an Ort und Stelle, da kommt ein Fuchs vorbei. In vielleicht zehn Metern Entfernung läuft er gemächlich durchs Unterholz. Er guckt kurz zu mir herüber, scheint mich aber nicht wahrzunehmen. Erst als er einen Bogen schlägt und auf meine „Fährte“ stößt, beschleunigt er sein Tempo und zieht auf direktem Weg davon. Ich freue mich über diese Begegnung.
Je länger ich stehe, desto kälter wird mir. Ich lege noch ein paar Schichten Kleidung an, am Ende trage ich drei Hosen, eine davon wattiert und fünf Lagen am Oberkörper, davon zweimal Fleece, dann ist es auszuhalten.
Nach einer Weile ist dann Hundegebell zu hören. Die Treiber haben ihre Arbeit aufgenommen und bewegen sich nun in einer Kette durch den Wald um gemeinsam mit den Hunden das Wild aufzuscheuchen. Bei diesem guten Wetter haben sie viel Erfolg, allein bei mir kommen im Laufe der Jagd mehrere Rehe und ein Wildschwein vorbei. Dafür, dass ich schon oft gar nichts gesehen und fürchterlich gefroren habe ein tolles Erlebnis. Da das Wild aber stets hochflüchtig, also sehr schnell unterwegs ist oder nur hinter Bäumen kurz stehen bleibt, schieße ich nicht.
Meine Geduld wird dann auch belohnt: ein Reh zieht schließlich gemächlich in geringer Entfernung vorbei und bleibt genau so vor mir stehen, dass ich einen guten Schuss anbringen kann.
Ich muss warten bis die Jagd offiziell vorüber ist, bevor ich das Wild bergen und versorgen kann. Da ich hier in einem „fremden“ Revier jage, gehört das Wildbret nicht mir, sondern mir bleibt nur das kleine Jägerrecht, die Innereien. Ich sichere mir also Leber und Herz, dann bringen wir das Reh zum Sammelplatz. Dort wird mir dann auch der „Bruch“ verliehen, ein kleiner Fichtenzweig, den ich mir an den Hut stecke, ein Symbol für den Erleger. Mit Jagdhörnern wird unser Jagderfolg verkündet und wir erweisen dem Wild die letzte Ehre.

Dann geht es wieder nach Hause, ins Warme. Inzwischen ist es Nachmittag und ich habe seit dem Frühstück nichts gegessen. Deshalb gibt es erstmal ein Butterbrot und warmen Tee, während wir an der Kaffeetafel sitzen und uns mit unserem Besuch unterhalten.

Schließlich machen wir uns wieder auf dem Weg, zum Abschluss des Jagdtages findet ein gemeinsames Abendessen in einem Gasthof in der Nähe des Reviers statt. Es gibt Haxen, Schnitzel und die üblichen Stammtischgespräche. Für mich sind vor allem die Jagd- und Lebensgeschichten der teilweise schon etwas älteren Herren interessant, aber es ist auch eine gute Gelegenheit um einmal Sichtweisen und Standpunkte auszutauschen.

Der zwölfte ist schon fast rum, als ich endlich meinen Vater und zwei seiner Kumpel nach Hause fahre. Dann bringe ich noch kurz meine „Beute“ in den Kühlschrank und falle müde ins Bett.

Mehr 12 von 12 mit tollen Bildern und Geschichten gibt es für alle bei Draußen nur Kännchen 🙂

Andalusien: die lange Anreise

Ja, ich hab‘s nicht vergessen, ich schulde noch ein paar Berichte und Eindrücke von unserer Andalusientour. Ich weiß nicht so recht wie ich das sinnvoll anstellen soll ohne in die übliche „und dann haben wir…“ Erzählerei zu verfallen, aber vielleicht ist das ja trotzdem ganz interessant.
Los geht‘s mit der dicksten Geschichte des Urlaubs, die eigentlich noch vor dem Urlaub steht. Gute Urlauber wie wir sind, waren wir am Flugtag extra pünktlich am Fraport, gaben unser Gepäck auf und stellten uns auf die übliche Warterei ein. Irgendwie am Rande bekamen wir dann mit, dass das gesamte Terminal geräumt wurde, „Behördeneinsatz“, vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die Meldung in der Tagesschau. Zunächst dachten wir uns dabei nix, war ja noch genug Zeit. Es wurde dann auch schon wieder Entwarnung gegeben, der Bereich wieder schrittweise geöffnet. Wir standen also in der Schlange um zum Sicherheitscheck voran zu kommen, da kam die gefürchtete sms: Ihr Flug wurde annulliert. Schicksalsergeben reihten wir uns also in die Schlage zur Umbuchung ein, standen dort drei Stunden herum und bekamen schließlich neue Tickets für den nächsten Tag und ein Hotelvoucher. Die erste Urlaubsnacht verbrachten wir also ohne Gepäck im ICE Hotel Frankfurt Flughafen. Ein total malerischer Ort direkt auf der anderen Seite des Rollfelds, mit einer beruhigenden Autobahn auf der anderen Seite.

Das Abendessen war okay, eine Notfallzahnbürste gab‘s auch und das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen war richtig gut. Haben wir das also auch mal erlebt. Um unsere Odyssee perfekt zu machen waren wir am nächsten Tag nicht auf einen, sondern auf zwei Flüge umgebucht worden, noch dazu eine andere Fluggesellschaft. Unsere Koffer sollten dann automatisch mitgenommen werden, sie seien ja schon im System. Wir brachen also gespannt auf, einmal Frankfurt – Rom und direkt weiter Rom – Málaga. Meinem Magen gefiel das gleich zweimalige Starten und Landen zwar nicht, aber immerhin waren wir nach fünf Stunden Reise dann tatsächlich in Spanien. Nur: unsere Koffer nicht. Die waren natürlich noch „im System“ im Frankfurt. Wir wissen jetzt also auch wie man Gepäck als vermisst meldet. Wenig begeistert holten wir dann unseren Mietwagen ab, der erste richtige Lichtblick des Tages, ich hatte darüber ja schon berichtet.
Unser ursprünglicher Plan hatte vorgesehen nach der Anreise eine Nacht bei Málaga zu übernachten und am nächsten Tag nach Granada weiter zu fahren. Da wir ja jetzt einen Tag zu spät waren, fuhren wir also direkt die anderthalb Stunden nach Granada, denn unsere Unterkunft dort hatten wir schon gebucht.
Unsere Koffer tauchten dann am nächsten Abend in Málaga auf, und da wir den „wir schicken das mit dem Kurier, ist dann morgen Mittag bei Ihnen“ Versprechungen eher skeptisch gegenüber standen, fuhren wir also nochmal zurück. Immerhin, wir konnten die Koffer und damit unsere Wäsche, Hygieneartikel und anderen Habseligkeiten tatsächlich relativ problemlos im Empfang nehmen. Auf dem Rückweg nach Granada gönnten wir uns dann noch einen Badestopp an der Costa del Sol und so hatte alles dann letztendlich ein gutes Ende, oder vielmehr der Urlaub einen verspäteten Start.
Nächstes Mal dann mehr zu Granada und unserer etwas außergewöhnlichen Unterkunft.

Auf in den November!

Ein neuer Monat, eine neue Wahnsinnsfahrt! Auf geht‘s in den Spätherbst, ins graue Dunkel. Ich werde wohl genug zu tun finden um mich vom Novemberblues abzuhalten. Meine Pläne für diesen Monat:

Zum Freuen im November: wir bekommen Besuch von einer in Süddeutschland Verschollenen mit Anhang, die Winterliga geht los, wir sind auf einen Party eingeladen, ein gemütlicher Abend mit dem Fußballteam ist auch schon geplant und ganz viel Vater-Tochter-Zeit steht auf dem Programm. Ende November ist dann ja auch schon quasi gleich Weihnachten.

Halali im November: Die Jagdsaison ist im vollen Gange, deshalb geht es erstmal zum Üben auf den Schießstand und dann den vielen Einladungen zur Gesellschaftsjagd folgen. Eine davon wird uns zu länger nicht gesehenen Verwandten führen, gleich doppelt schön.

Auf Arbeit im November: Ich bin gerade noch einmal drumherum gekommen, gleich zu Anfang des Monats einen größeren Vortrag halten zu müssen, der ist jetzt erst kurz vor Weihnachten dran. Ansonsten nimmt mein Projekt jetzt ganz langsam etwas an Fahrt auf und ich werde entsprechend ein bisschen ungeduldig. Ich will endlich mal richtig loslegen, aber gut Ding will Weile haben.

Küchenpläne im November: Wir müssen Kürbis verarbeiten. Viel Kürbis. Suppe und Lasagne gab‘s schon einmal und das Rezept für Kürbiskuchen von letzten Jahr habe ich schon als Cupcakes serviert. Da geht aber eindeutig noch mehr! Kürbisbrötchen zum Beispiel. Oder gefüllter Kürbis. Oder weitere Kürbiskuchenrezepte.

Meine Utopien für November: Ich würde gerne die Urlaubsfotobücher in Angriff nehmen, Kissenbezüge fürs Wohnzimmer nähen und Weihnachtsgeschenke stricken. Realistisch gesehen bin ich wahrscheinlich froh, wenn ich den Adventskalender für den Besten fristgerecht und kreativ befüllen kann 😀

Auf einen tollen Restherbst!