Was habe ich getan?

Eigentlich wollte ich mich ja spätestens am 23. hier melden, von meiner vollgepackten Vorweihnachtswoche erzählen und allen Frohe Weihnachten wünschen. Dann aber lag ich am 23. im Bett, mit mir ein fieser Husten, eine laufenden Nase, schmerzende Glieder und ein dicker Kopf. Ich konzentrierte meine Energie also auf die wesentlichen Dinge und war Heiligabend tatsächlich auch schon wieder „fit“ genug um das Pflichtprogramm aus Kirche, Essen und Bescherung mit der Familie zu feiern. Jetzt also im Schnelldurchlauf vom letzten Adventswochenende bis heute 😉
Donnerstag, 15. Dezember: Früher war alles besser! Weihnachtsfeier des Studiengangs, und meine Güte, was sind die neuen Studenten alles angepasste Streber. Und dabei waren wir das schon. Aber vielleicht ist bei Jahrgang 1998 die Altersdifferenz auch einfach schon zu groß.
Samstag, 17. Dezember: Weihnachtsmarktbesuch mit Cousine und Kind. Ich bin die Böse, warum auch immer, gegen mich muss die Karre verteidigt werden. Anschließend hat der beste Freunde zum Abendessen und ich zum Kekse backen eingeladen. Unter konstanter Zuckergussinfusion verzieren wir bis nachts um zwei Einhörner, Flamingos, Füchse, Eulen, Haie, Schildkröten, Kamele usw. bis wir lachend zusammenbrechen.

Sonntag, vierter Advent: Der Beste und ich brauchen noch Geschenke für die Verwandtschaft und stehen kurzerhand den ganzen Tag in der Küche. Es gibt Kokos-Kugeln, Baileys-Boller, Rum-Rudolph-Cakepops und Nougat-Cashew-Sterne. Und kein einziges gutes Foto der fertigen Kreationen.
Montag und Dienstag sind voll mit Arbeit für mich. Dienstag halte ich einen wichtigen Vortrag vor erfrischend wenig Menschen (die Weihnachtswoche halt) und bekomme mal wieder interessante Ideen. Dann wird es ein wenig hektisch noch schnell alle offenen Baustellen zumindest soweit abzusperren, dass über die Feiertage hinweg nichts passiert und dann habe ich Urlaub. Der Beste kommt erst Abends spät zu mir aufs Sofa, er hatte noch ein Seminar außerhalb der Stadt.
Am Mittwoch können wir zwar Ausschlafen, aber dann hat uns die Erledigungsmühle schnell gepackt. Ich muss noch ins Stoffgeschäfft und wir brauchen neue Glühlampen fürs Esszimmer, denn die vorletzte von ehemals fünf ist inzwischen kaputt gegangen. Dann besuchen wir einen Freund im Krankenhaus, der sich noch am Vorabend spontan von seinem Blinddarm trennen musste. Zum Glück ist alles problemlos verlaufen und er wird am nächsten Tag schon entlassen. Wir radeln weiter, einmal quer durch die ganze Stadt um anderen Freunden beim Umzug zu helfen. Es ist kälter als gedacht während wir Kisten, Möbel und Kleinkram schleppen und hinterher braucht es eine ganze Pizza um mich wieder aufzuwärmen. Anschließend lassen wir den Abend noch auf dem Weihnachtsmarkt und in einer Bar mit den besten ehemaligen Kommilitonen ausklingen. Ich trinke heiße Schokolade mit Batida de Coco (lecker) und heiße Orange mit Thymian (sehr lecker).
Donnerstag muss ich dann auch noch früh aus den Federn, es geht auf Jagd. Leider ist das Wetter nur sehr mäßig, es regnet den ganzen Tag. Ich bekomme kalte Füße in meinen Gummistiefeln aber bleibe unter Vaters Regenponcho immerhin schön trocken. Abends fühle ich mich unendlich müde, mich fröstelt und als ich endlich zu hause bin geht es mir gar nicht mehr gut. Ich schlafe in Jogginghose und Kapuzenpulli und verbringe den nächsten Tag im Bett. Der Beste macht mir schließlich Pizza, die eine erstaunliche heilende Sofortwirkung hat.
Am Heiligabend bin ich dann noch angeschlagen, aber soweit wieder hergestellt, dass wir die Pralinen, Rudolphe und noch dazugekommenen Schokomandeln verpacken können. Bei der Familie gibt es dann das übliche Weihnachtsbingo. „Der Baum steht schief“ „Ist der Fisch auch wirklich durch?“ „Dieses Jahr gibt’s keine Geschenke“ (als ob) und „dreh mal die Kassette um!“, wir gehen in die Kirche, essen Forelle und werden alle viel zu reich beschenkt. Als ich abends in unsere Wohnung komme haben der Beste und sein Bruder ihre Feier auch schon verlagert und sitzen gemeinsam programmierend vor dem Rechner. „Wir haben hier aber Spaß!“
Am ersten Weihnachtstag soll es Weihnachtsessen bei meiner Familie geben. Wir haben uns zu helfen bereit erklärt und schuften mit meiner Mama durch ihr Küchenchaos. Am Ende steht ein leckeres Menu auf dem Tisch, aber wir sind alle ein bisschen fertig. Es gibt Ochsenschwanzsuppe mit Ravioli, Wildschweinbraten mit Schnupf- Schrumpf- Schupfnudeln und Rosenkohl und ein Spekulatiustramisu mit Himbeeren. Wir essen uns alle ziemlich kugelrund.



Auf ein ausgedehntes Nachmittagsprogramm verzichten wir dann, inzwischen hat meine Erkältung auch den Besten erwischt und ich verordne ihm Sofapause. Wir gucken also eine ziemlich alberne Youtubeweihnacht, trinken Tee und ich finde Zeit zum Stricken. Ein wundervoll entspannter Abend!
Für den zweiten Weihnachtsfeiertag ist dann Verwandtschaftsbesuch im Harz angesagt und trotz angeschlagener Gesundheit machen wir uns auf dem Weg. Auch das wird ein schöner Tag mit vielen lieben Menschen und sehr viel gutem Essen.
Jetzt sind wir wieder zu hause, kurieren uns aus und werden ganz entspannt das Vortragsprogramm des CCC vorm Sofa aus verfolgen. Ein Hoch auf das digitale Leben 🙂

12 von 12

Ach ja… pünktlich wie eh und je… Mein Montag war lang, mein Dienstag ebenso und gestern Abend rief mich ganz dringend mein Strickzeug, deshalb meine 12 Fotos vom 12. Dezember eben am 15. So ist das Leben.

Montage sind immer doof, vor allem wenn man tolle Sonntage gehabt hat. Wie jeden Morgen heißt es erstmal Licht ins Dunkel bringen.

Mir fällt sogar rechtzeitig auf, dass ja der 12. ist. Spätestens beim Tapirsuchen hätte ich es ja aber sowieso gemerkt.

Nach dem Frühstück mache ich schon mal mein Mittag fertig. Ich weiß, dass mein Arbeitstag heute lang wird und packe deshalb eine Stulle mehr ein. So ganz passt das aber nicht in meine Brotdose.

Dann sortiere ich noch schnell Kekse. Ich habe am Sonntag gebacken und möchte heute den Kollegen eine Auswahl mitbringen.

Mit meiner Keksdose mache ich mich dann auf den Weg zur Arbeit. Neben dem üblichen Kram ist montags immer Gruppenmeeting. Ich stelle heute meine Präsentation vor, die ich nächste Woche in einem offiziellen, quasi-öffentlichen Vortrag geben werde. Zu meiner Überraschung ist der Chef sofort zufrieden. Nachmittags beginnt dann die „Weihnachtsfeier“ meines Promotionsprogramms mit einem mäßig spannenden Seminarvortrag. Im Anschluss gibt es tatsächlich etwas zu Essen und sogar Glühwein bevor jeder der Studenten sein Poster vorstellen muss. Partystimmung hoch drei. Während der Posterpräsentation fällt mir tatsächlich wieder ein, dass ja der 12. ist. Blöd nur, dass meine Kamera im Schließfach liegt. Das Buffet liegt aber eh zu sehr im Dunkeln um angemessene Fotos zu machen. Nach einigen weiteren Gesprächen, die tatsächlich auch ein bisschen Fortschritt bringen, fahre ich endlich nach Hause. Draußen ist es dunkel, kühl und regnerisch, aber mir tut die Fahrt mit dem Rad sehr gut.

Auch wenn ich nicht so wirklich Hunger habe mache ich mir die Reste von gestern warm. Hausgemachte Spätzle (oder besser Knöpfle) mit Käse und Zwiebeln. Dabei wird ein bisschen im Internet gelesen.

Ganz vergessen habe ich mein Schokoladenfudge aus meinem Adventskalender, dass der Beste extra professionell verpackt hat.

Mental habe ich mich schon ganz aufs zu Bett gehen eingestellt, da fällt mir ein, dass ich ja der einen Kollegin einen Kuchen für die andere Kollegin zum Geburtstag versprochen habe. Es wird ein einfacher Rührkuchen, sowas geht ja fix.

Dann fehlt noch der Abwasch und mein Frühstück für den nächsten Tag. Im Nachhinein betrachtet werden meine Fotos auch immer experimenteller.

Der Kuchen ist fertig. Eine gute Gelegenheit meine kleine Gugelhupfform zu nutzen.

Es geht noch schnell unter die Dusche.

Und dann tragen meine (dreckigen) Einhornpuschen mich endlich ins Bett. Ein langer und anstrengender Tag liegt hinter mir.

Mehr, schönere und pünktlichere 12 von 12 gibt es bei Draußen nur Kännchen 🙂

Auf der Messe

Am letzten Wochenende war in Hannover die Pferd & Jagd. Früher bin ich da eher wegen der Ponies hingefahren, heute fahren ich hauptsächlich wegen der Jagd dort hin. Diese Jahr hatte ich die gute Idee meine fotografierende Freundin und treuste Bloggerin 😉 einzuladen mich zu begleiten. Wir hatten wirklich viel Spaß und es hat mich davor bewahrt mit meinem Vater stundenlang die immer gleichen Waffenmodell anzugucken, das er sich nicht entscheiden kann, welches er denn nun kaufen möchte.
Wir haben uns die Vorstellung der Jagdhunderassen angesehenen, bei der der Moderator etwas… anstrengend war, haben lustige Hüte und Mützen anprobiert, die aufgestellten Dioramen und Tierpräparate begutachtet (es gibt da ja immer gute und weniger gute), hübsche Postkarten gekauft und die Pferdeshow gesehen. Ich habe wirklich günstige Handschuhe für die Jagd erstanden (gestrickt ist mir da zu schade und auch eher unpraktisch) und mir eine schicke Bluse im Bauernkaro von Papa kaufen lassen. Natürlich habe ich mir auch die potenziellen Neuwaffen zeigen lassen, die eventuell bald bei uns einziehen und mich dahingehend beraten lassen.
Am Ende des Tages waren wir alle müde und voll neuer Eindrücke. So im Nachhinein fallen mir natürlich noch viel mehr Dinge ein, die ich mir mal angucken hätte müssen beziehungsweise die ich wirklich gut gebrauchen könnte, aber die nächste Messe kommt bestimmt.

Frost und Glitzer


Schon die ganze Woche wollte ich noch diese Fotos von letztem Sonntag nachreichen… So eine krasse Frostlandschaft habe ich lange nicht gesehen. Wir sind zwar nur kurz spazieren gegangen, aber ich war überwältigt.

Auch der Dunst der über allem hing zusammen mit den durchschimmernden Sonnenstrahlen war einfach wunderschön. Mehr davon bitte. Oder richtigen Schnee, damit bin ich auch einverstanden.

Das Wochenende vom zweiten Advent


Der Start war gut, Weihnachtsmarkttreffen mit Menschen aus meinem Promotionsprogramm. Nach dem ersten Apfelglögg von dem komischen neuen High-End Stand, der die sympathische Apfelbude der letzten Jahre ersetzt hat, musste ich mir erstmal eine Auberginentasche beim Dönermann holen. An der nächsten Bude wurde uns dann (ausversehen?) Glühwein statt Kinderpunsch eingefüllt, aber der schmeckte sehr gut. Zuhause sagte der Beste nur zu mir „Na Schnapsdrossel?“, woraufhin ich mich ans Kuchenbacken machte. Keine gute Idee: die geliebte, geerbte, original 60er Jahre Rührschüssel kurz in den aufheizenden Backofen stellen, um die Butter auf Verarbeitungstemperatur zu bringen. Ein Designstück weniger 😦

Ich habe es nicht darauf ankommen lassen sie nochmal zu erhitzen, um zu sehen ob man da was retten kann. Es wäre mit Sicherheit eine Riesensauerei geworden.
Trotzdem habe ich dann einen tollen Geburtstagskuchen gebacken, Schokokuchen mit Vanillepuddingfüllung. Simpel und lecker. Leider dauert Puddingfüllung ein bisschen und so kam ich erst nach Mitternacht ins Bett. Am nächsten Morgen konnte ich leider nicht ganz so lange schlafen wie vielleicht notwendig, servierte ein gemütliches Frühstück, schenkte Geschenke und holte das Auto für den Großeinkauf. Danach wurde geputzt, geräumt und vorbereitet. Ich musste nochmal kurz auf Arbeit und als ich wieder kam war schon fast alles fertig. Mein Plan war gewesen mich anschließend nochmal kurz hin zu legen und ein wenig Schlaf nachzuholen, aber als ich gerade weggedöst war klingelten die ersten Partygäste. Von da an war dann an Schlaf nicht mehr zu denken. Es war eine rundum gelungene Party, es gab Salat, Würstchen, Baguette und Kuchen, wir spielten Carabande, Kapitän Wackelpudding und looping chewie, der Huhnhut, meine Sommercappi und die Bunnyohren kamen zum Einsatz, es wurden gemeinsam Hits von Queen, Michael Jackson und diversen Animes geschmettert und die letzten nicht-Übernachtungsgäste gingen um fünf Uhr früh.

Entsprechend müde war ich am nächsten Tag, nach Frühstück und Tee mit den letzten Gästen aus der Ferne machten wir uns trotzdem auf hinaus, denn draußen wartete ein wahnsinnig schönes Winterwunderland.

Anschließend ärgerte ich mich über umständlich zu benutzende Bank Apps und bestellte mir ein verfrühtes Weihnachtspaket. Ich besuchte die Familie zum Abendbrot, dann ging‘s früh ins Bett, denn Schlafdefizit ist immer doof.

Auf in den Dezember

Dezember! Bald ist Weihnachten und es kommt immer so plötzlich… Genau wie das Jahresende, irgendwie geht es doch immer sehr schnell rum. Im bekannter Manier erst mal die Pläne für diesen letzten fulminanten Monat 2016 😉

Zum Freuen im Dezember: Ich kann jeden Tag ein mit ganz viel Liebe gefülltes „Türchen“ öffnen, wir werden eine Party schmeißen, ich werde sehr oft auf den Weihnachtsmarkt gehen, viel Glühwein trinken, öfter mal ein bisschen was Süßes essen, auf die Pferd&Jagd fahren, Besuch bekommen, gemäß der Tradition mit einer Freundin Kekse backen und verzieren, Urlaub haben, noch mehr Kekse backen, mit der Familie Weihnachten feiern mit allem was halt so dazu gehört und Silvester machen wir bestimmt auch was Schönes.

Auf Arbeit im Dezember: Wie das halt ist, jetzt wo das Jahr sich zu Ende neigt und man eigentlich alles runterzufahren und einmotten möchte, steht auf einmal alles auf einmal an. Nur noch dieses Experiment und dann noch einen Versuch mit jener Methode… Ich muss noch ein Poster zusammenbasteln und einen Vortrag halten, da kommt es mir ganz gelegen, dass sich da doch noch so was wie Daten ergibt. Außerdem gibt es ja auch noch die großartigste Abteilungsweihnachtsfeier der Welt mit Buffet, Karaoke, Tanz und tollen Kollegen.

Die Backliste im Dezember: Schwarz-Weiß-Gebäck, Vanillekipferl, Bärentatzen, Ausstechplätzchen, Spekulatiustorte, Trüffeltorte, Lebkuchen, Julkuchen und was noch so dazwischen passt. Und vielleicht noch ein paar Pralinen, Rumkugeln, so in die Richtung. Erdnusskekse, Cookies und Spritzgebäck haben wir ja schon abgehakt.

Auf dem virtuellen Plattenteller im Dezember: finden sich nach wie vor keine schönen deutschsprachigen Weihnachtslieder, dafür aber ein bisschen gute Laune Ska. Zufällig, wie das nun mal so ist, wenn man sich bei Wikipedia über seine Ohrwürmer informiert, habe ich das Weihnachtsalbum „Happy Skalidays“ von Reel Big Fish gefunden. Da gibt es eine schöne Version von Auld Lang Syne und den leicht bösen Weihnachtshit Grandma got run over by a reindeer. Wer also mal ein bisschen Abwechslung zu dem ganzen zuckersüßen White Christmas Gedudel sucht, kann da mal reinhören.

Wenn ich mehr Zeit hätte im Dezember: würde ich gerne noch Fenstersterne basteln, für alle Kollegen Kekse backen, noch schnell für die ganze Familie Socken stricken, Weihnachtspost an alle guten Freunde schicken, die viel zu weit weg wohnen und die, die nicht ganz so weit weg wohnen mit dem Zug besuchen fahren. Ach, das wäre schön.

In diesen Sinne allen eine schöne Adventszeit und einen tollen Monat! Nicht zu viel Stress machen lassen, auch gekaufte Lebkuchen schmecken gut 😉