Blütenpracht


Das Wetter soll ja pünktlich zum Osterwochenende grauenhaft werden, da zeige ich doch mal zur Aufmunterung ein paar Impressionen unserer Balkonbepflanzung. Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Blumen gekauft und freuen uns sehr darüber. Frei Schnauze wachsen in unserem Blumenkasten jetzt Ranunkel, Vergissmeinnicht, Nelke und Chrysantheme. Die Ranunkel haben wir allein schon wegen des Namens gekauft, die Nelke weil sie so unglaublich flamingopink ist (so pink, dass es den Kamerasensor überfordert), Vergissmeinnicht weil ich sie so hübsch finde und die gestreifte Chrysantheme passte dann einfach sehr gut in Komposition und Budget. Wir haben auch schon herausgefunden, dass die Ranunkeln super Wasserstandsanzeiger sind. Wird es ihnen zu trocken, lassen sie alles hängen, lange bevor die anderen Pflanzen mucken und erholen sich dann nach dem Gießen wieder zu voller Pracht.


Jetzt muss nur noch die ganze Vorkultur auf der Fensterbank keimen und wachsen und dann kann der Sommer kommen.

Wow, das ist neu!

Nach einem kurzen Kontocheck und einer ordentlichen Rabattaktion bei einem bekannten Elektronikmarkt habe ich mir mal was gegönnt. Alles neu fürs neue Jahr oder so.
Ein neues Telefon.
Nachdem mein heiß geliebtes niedliches Smartphone nicht nur von allen Seiten belächelt wurde, sondern tatsächlich deutliche Nutzbarkeitsprobleme zeigte, stieß ich eher zufällig auf ein aktuelles Modell, dass mir tatsächlich in Form, Farbe und Abmessungen gefiel. Ich biss in den sauren Apfel und gab viel zu viel Geld für so einen Alltagsgegenstand aus. Dafür bin ich jetzt aber für die nächsten Jahre gerüstet und habe endlich eine Handykamera die akzeptable Bilder macht. Natürlich blieben einige Folgeanschaffungen nicht aus. Neben einer kleineren Simkarte waren auch gleich ein paar USB-C Kabel fällig, denn natürlich gibt es mal wieder einen neuen „Standard“ für Ladegeräte.
Ein E-Reader.
Ich lese ja ab und an ganz gerne. Gerne natürlich in physikalischen Büchern, aber gerade für Reisen und unterwegs ist ein E-Reader schon ganz praktisch. Definitiv sollte es aber ein Modell sein, dass die onleihe der öffentlichen Bibliotheken nutzen kann, also fällt der kindle schon mal raus. Inspiriert durch eine andere Bloggerin kaufte ich mir spontan einen tolino. Ich wählte das Mittelklassemodell, das hat alles was ich brauche um glücklich zu werden (und einen sehr niedlichen lock-screen). Natürlich ging es auch hier nicht ohne Zubehör, eine entsprechende Klapphülle im Weltraumdesign war wirklich notwendig. Ich habe im Januar dann auch gleich mal drei locker flockige Romane gelesen, es macht also Spaß.
Neue Wolle.
Bestellt hatte ich sie ja schon im Dezember, bezahlt dann zwischen den Jahren und im Januar kam sie endlich an. Zwei Farben waren leider ausverkauft und nicht mehr zu bekommen, der Rest kam aber gut verpackt bei mir an. Das Gold ist ein bisschen sehr schmutzig-gelb, Marsala doch sehr lila, aber so ist das eben wenn man nach Namen bestellt. Das Türkis ist übrigens sehr, sehr knallig, genau das wollte ich aber haben. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen was daraus werden soll. Gold und Marsala wahrscheinlich Socken. Vielleicht auch Mützen.

Auf in ein neues Jahr und den Februar…

Ja, ich weiß, lange ruhig geblieben hier. Aber ich brauchte irgendwie ein bisschen Zeit um in 2017 auch anzukommen und dann war immer so viel los und schließlich habe ich mir selber einfach mal eine kleine Blogpause verordnet. Und jetzt ist die Motivation wieder da, hier zeitnah und locker flockig zu erzählen was bei mir so passiert und den ganzen unbedeutenden Kleinkram mit der Welt zu teilen.
Der Januar war auf jeden Fall schon ein dicht gepackter Monat, in dem viele kleine Dinge passiert sind und ich viel unterwegs war. Es sieht übrigens so aus, als ob 2017 insgesamt ein spannendes Jahr wird, allein was an Reisen und beruflichen Perspektiven so ansteht… wir werden sehen. Ich freu mich auf jeden Fall drauf 🙂
Frohes Neues! 😀

Oh du Fröhliche…

Ich habe Ohrwürmer. Ja, Plural. Ich habe am Wochenende nach schöner Weihnachtsmusik gesucht, eine eher schwierige Aufgabe. Angefangen hat es mit den von Spotify vorgeschlagenen Playlisten. Die erste („Nie wieder last Christmas“) war beim Reinhören irgendwie sehr getragen, ruhig und besinnlich. Los ging‘s sofort mit dem Klassiker der angelsächsischen Silvesterfeierlichkeiten, Auld Lang Syne. Ohrwurm. Ganz hartnäckiger Ohrwurm. Ich schwenkte auf die „deutschsprachige Weihnachtslieder“ Liste um. Das passte vom Tempo schon eher zum Wohnungsputz war aber doch mehr was für meine Trash Toleranz, entweder Orchester mit Chor oder Peter Alexander. Das geht manchmal, aber nicht auf Dauer. Dabei finde ich die deutschen Weihnachtslieder gar nicht so schlecht. Man müsste nur mal Interpreten finden, die da was Annehmbares draus machen. Für viele der klassischen englischen Christmas Carols gibt es ganz tolle Versionen und kreative öffentliche Playlisten auf Spotify. So habe ich zum Beispiel auch herausgefunden, dass meine Arbeitskollegin seit August in Momenten der Verzweiflung oder Demotivation „Deck the Halls“ summt, ein weitere Ohrwurm bei dem wir jetzt im Advent einfach einsteigen. Natürlich ohne Text, denn den kann keiner von uns. In meinem Kopf hat sich zusätzlich dann noch „Joy to the World“ festgesetzt, passt auch ganz wundervoll als Untermalung zu absolut repetitiven Tätigkeiten (und so kann das auch klingen).
Zurück zum Kernpunkt, ich suche deutschsprachige Weihnachtslieder, nicht zu schmalzig, nicht zu getragen intoniert, gerne ein bisschen flotter. Man kann Stille Nacht auch als Viervierteltakt spielen, sowas funktioniert gut (vorausgesetzt man beherrscht überhaupt ein Instrument gut genug). Hinweise nehme ich gerne als Kommentar entgegen, ansonsten werde ich weiterhören und summen und singen. Und sollte ich erfolglos bleiben nehme ich mir dann einfach die schmalzige Kinderchorkasette, die aus nostalgischen Gründen für mich das Weihnachtsmusikding schlechthin ist und lasse sie digitalisieren. Kindheitserinnerungen funktionieren wahrscheinlich am Besten.
Und jetzt alle: Joy to the Wooorld…

Literaturherbst

Ein Hoch auf meinen Bibliotheksausweis! Dank ihm entdecke ich in regelmäßigen Abständen, wie schön es doch ist, einfach ein bisschen zu lesen. Der Beste macht sich immer schon über mich lustig, wenn ich mich mal wieder nicht von einem Buch losreißen kann. Mein berühmtes „noch bis zum Kapitelende“ bezieht sich meist auf das über-über-übernächste Kapitel.
Nun lese ich ja keine besonders hochtrabende Literatur, sondern zum größten Teil sogenannte Frauenromane. Locker, fluffig, und am Ende gibt‘s immer die große Liebe. Und auch wenn‘s ein bisschen vorhersehbar ist, ich bin ein Fan von heiler Welt Literatur. Und jetzt kommt der große Vorteil eines Bibliotheksausweises: ich würde nie im Leben diese Bücher im Laden kaufen. Man liest sie ja in der Regel doch nur einmal, denn dann weiß man ja welcher Prinz das Mädchen rettet oder welcher Skandal am Ende ans Licht kommt und dann steht das gute Stück unnütz im Regal rum, in dem eh schon kein Platz ist, weil eine Reihe immer-wieder-lese Bücher dort schon steht (das ist übrigens meist Fantasy mit Happy End. Pratchett, Tolkien, Rothfuss). Also, in die Bibliothek, die Taschenbücher mit den bunten Covern aus dem Regal gezogen und wenn‘s dann wirklich mal ganz arger Schund ist, ist es auch kein Drama, war ja nur geliehen. Und so bin ich auf die folgenden beiden Bücher aus der Fremdsprachenabteilung gestoßen.
One night in Italy von Lucy Diamond erzählt die Geschichte dreier Frauen, die alle an Wendepunkten in ihrem Leben stehen und sich dann in einem Italienischkurs treffen, der dann natürlich extrem hilfreich für alle ist. Erzählt wird immer kapitelweise aus der Sichtweise der einzelnen Frauen, was ich ja schonmal sehr mag. Dann gibt es natürlich noch ein großes Geheimnis und viele offene Fragen, sodass ich natürlich immer weiter lesen musste, bis es schließlich zum großen Happy End kommt.
Das zweite Buch ist in der Erzähltechnik ganz ähnlich, diesmal wird aber nicht nur die Sichtweise, sondern auch der Zeitstrang gewechselt und immer mal darin umhergesprungen, sodass man beim lesen echt ein bisschen aufpassen muss, wo man denn nun gerade ist. The altogether unexpexted disappearance of Atticus Craftsman von Mamen Sánchez ist ehr dicht erzählt und voller schwurbeliger Charaktere, deren ganz persönliche Logik nicht immer ganz nachvollziehbar ist. Die Geschichte spielt in Spanien, es geht drunter und drüber, herrlich chaotisch und der ganze Eindruck wird durch die Erzählweise noch verstärkt. Mir hat es viel Spaß gemacht es zu lesen, spannend war es auch, aber man muss den Stil mögen.

Ich habe nicht recherchiert ob und wo es diese beiden Bücher auf deutsch gibt, aber wer ein bisschen seichte Lektüre auf Englisch sucht, kann ja mal gucken ob es diese beiden auch in seiner Bibliothek gibt. Ich widme mich jetzt erstmal etwas seriöserer Literatur und plane meine nächste Reise.

Donnerstagmorgen

Die Urlaubsbilder sind in Arbeit, solange ein bisschen Belangloses vom Morgen.
Beim Weckerlingeln ist mein Kopf fest davon überzeugt es wäre Samstag und ich könnte noch ein bisschen länger liegen bleiben. Leider nein, es ist erst Donnerstag und selbst wenn Samstag wäre müsste ich aufstehen, da hab ich nämlich einen Termin. Zum Glück gibt es fröhliche Nachrichten vom Besten aus Fernost und hinter den Gardinen einen rosa Sonnenaufgang, das gibt mir dann doch grad genug Energie um das Bett zu verlassen. Ich merke, der Erkältung gefällt es nach wie vor gut bei mir und ziehe erstmal meine Jogginghosen an. So ein tröstliches Kleidungsstück! Zum Frühstück gibt es Birne-Mohn Haferflocken, mit Birnen aus dem Garten. Dieses Jahr trägt der Baum ganz fantastisch und die Früchte sind fest und saftig, sehr lecker. So langsam wird es draußen hell und ich satt und die Motivation stellt sich ein. Auf in einen neuen Tag.

Darf ich vorstellen: Bär.

Heute morgen roch die Luft mal wieder nach Herbst. Ja, ganz richtig gelesen. Davon, dass wir noch Anfang August haben merkt man zur Zeit morgens nicht so viel. Gestern hätte ich auf dem Weg zur Arbeit gerne meine Mütze dabei gehabt.

Passend zum Wetter zeige ich endlich mal ein Strickprojekt für gute Laune an kalten Tagen (und an warmen). Bär habe ich pünktlich zum Patenkindgeburtstag begonnen zu stricken und auch nur ein paar Monate später endlich persönlich überreichen können. Die Anleitung habe ich bei Ravelry gefunden, von der Strickdesignerin gibt es noch eine ganze Palette anderer Tiere. Ich mag auch sehr gerne die Hasen. Gestrickt wird in Hin- und Rückreihen und anschließend zusammengenäht. Ich habe mir dann irgendwann doch nochmal angeguckt wie man den Matrazenstich arbeitet, ab da ging‘s ganz gut. Für alle kritischen Schritte (was wird wie zusammengenäht, wo kommt das Gesicht hin, wie bringe ich die Beine an…) gibt es hilfreiche Fotos und ausführlichen Text in der Anleitung, man kann es also wirklich gut schaffen. Einzig der original Norwegerpulli war mir, nicht in der Runde gestrickt, dann doch zu aufwendig und es ist ein einfacher gestreifter Pulli geworden.
Bär ist aus Schachenmayr Universa mit Nadelstärke 3mm gestrickt, die Bekleidung aus Sockenwolleresten mit 2,5mm Nadeln.
Ich hoffe Bär hat viel Spaß in seinem neuen Zuhause 😉

Freitags hab ich frei

Naja, nur den heutigen Freitag. Ich bin seit Wochen so ferienreif und auch an den Wochenenden ist durch die vielen (ja in der Regel selbstgeplanten und wunderschönen) Unternehmungen nur Zeit für das nötigste. Also habe ich einfach mal einen meiner heiligen Urlaubstage geopfert und mache den Freitag frei. Herrlich. Ich habe bereits die Pflicht, sprich den Wohnungsputz erledigt und kann mich jetzt den ganzen wundervollen kleinen unnötigen Dingen widmen. Ich plane unter anderen seit langem mal wieder ein bisschen zu nähen, mein Strickzeug mal zu sortieren (es sind inzwischen zwei Projekte die herzhaftes Auftrennen erfordern), werde mir am Nachmittag die Haare schön machen lassen und dann mal eben nach Celle fahren und zwei gute Freundinnen dort treffen. Vielleicht springt zwischendurch auch noch ein bisschen Aufräumen und umherkruschteln bei raus, wer weiß. Oder der ein oder andere Blogbeitrag.
Allen, arbeitend oder nicht, einen schönen Freitag!

Budapest II


Über die ersten beiden Tage in Budapest habe ich ja schon geschrieben, hier geht’s jetzt weiter:
Tag 3
Nach der Nachtbadeaktion waren wir am nächsten Tag alle entsprechend müde, aber dennoch fest entschlossen, das weitere Programm durchzuziehen. Wir liefen also zum Parlamentsgebäude, einem der Wahrzeichen der Stadt, und besorgten uns Karten für eine Führung am Abend.

Dann stapften wir weiter, an sowjetischen und zeitgenössischen Denkmälern vorbei Richtung Stephansbasilika. Auf dem Weg fanden wir noch einen spannenden Brunnen, der mit Sensorplatten ausgestattet ist. Steht man auf einer Platte, geht vor einem das Wasser aus. Und ja, mit vier Leuten, die im Kreis laufen, kann man fast den ganzen Brunnen ausschalten (was ich an unserer Reisegruppe so liebe: wir sind uns ja für nix zu blöd. Und manchmal auch sehr viel inneres Kind).

Kulturprogramm gab’s dann mit der Besichtigung der Stephansbasilika. Die ist noch gar nicht so alt wie man denken würde und im Laufe der Bauarbeiten auch nur einmal eingestürzt. An bestimmten Tagen kann man den Reliquienschrein mit der mumifizierten Hand des ersten ungarischen Königs Stephan besichtigen, so auch bei unserem Besuch. Mir als Protestantin sind diese Reliquiengeschichten ja immer etwas suspekt. Was ich dafür gerne mache, ist in großen Kirchen lateinische Inschriften erraten und versuchen die Symbolik auf den Bildern zu entschlüsseln. Als ich damit hinreichend fertig war machten wir uns über Wendeltreppen und Leitern hinauf auf das Dach. Der Ausblick über die Stadt von dort ist sehr schön, aber man ist halt mitten in der Altstadt und steht ihr nicht gegenüber wie auf der Burg oder dem Gellertberg.


Von der Basilika fuhren wir weiter mit der historischen Metrolinie 1 (die Gelbe) zum Heldenplatz. Im Stadtwald war dann wieder Langós-Pause angesagt, ein bisschen verschnaufen und die Sonne genießen (und Trampolinspringen). Zwischendurch mussten wir uns zwar vor einem kräftigen Regenschauer in Sicherheit bringen, dann liefen wir aber noch hinüber zum Schlösschen, bei dem wir nicht herausfinden konnten, ob es historisch ist oder nur so aussieht. Im Park fand außerdem ein Weinfest statt, bei dem wir aber nichts probieren konnten, da wir uns keine festival-pay-Karte kaufen wollten, die man zum Zahlen gebraucht hätte.



Anschließend fuhren wir zurück in die Stadt, guckten noch einmal Souvenirs und Postkarten und dann war es auch schon Zeit für unsere Führung im Parlament. Die Führung war auf deutsch und sehr angenehm, wenn auch irgendwie ein wenig kurz. Über das Parlament gibt es eine ganze Reihe wunderbarer willkürlicher Fakten. So ist das Gebäude in der Architektur sehr vom britischen House of Parliaments inspiriert, aber um die Briten schön zu ärgern einfach mal 2m länger gebaut. Es ist genauso hoch wie die Stephansbasilika (96m übrigens), ein Symbol für die Ebenbürtigkeit von Staat und Kirche. Das konnten die Sowjets damals natürlich nicht so stehen lassen und installierten eine großen roten Leuchtstern auf der Spitze des Parlamentsgebäudes. Und in diesem Riesengebäude sind insgesamt 40kg Blattgold verteilt, eine Zahl, die irgendwie klein klingt aber es nicht wirklich ist. Außerdem wurde bis 1994 die historische Raumkühlung über Brunnen vor dem Gebäude benutzt.

Nach einigem Diskussionen fuhren wir dann zum Essen ins jüdische Viertel und fanden ein schönes Restaurant mit guter, aber nicht ungarischer Küche. Anschließend wollten wir noch in einen Ruinenpub, eine echte Budapester „Erfindung“, landeten aber erstmal in einem Biergarten. Wenn es ein bisschen wärmer gewesen wäre, wäre es noch cooler gewesen. Die ganz Mutigen tranken einen Palinka, ungarischen Obstbrand, den es in allen Fruchtsorten und verschiedenen Stärken gibt. Der Beste und ich machten uns dann nach Hause und ins Bett, wir waren furchtbar müde. Der Rest der Reisegruppe fand wirklich noch einen Ruinenpub und kam dann aber nach einem weiteren Palinka auch bald nach.
Tag 4
Am Abreisetag gab es gemütliches Frühstück und eine Runde aufräumen, sortieren, Kofferpacken. Die Postkarten wurden noch gemeinsam geschrieben, dann musste der erste Teil unserer munteren Reisegesellschaft auch schon abreisen. Der Beste, die Amsterdamfreundin und ich hatten noch ein wenig Zeit um zum Flughafen zu kommen und verbummelten diese am Elisabethplatz mit einer Limonade to-go. Dort fand auch ein wunderbarer hand-made Markt statt, aber für die dort angebotenen tollen Sachen reichten unsere letzten Forint dann leider (oder zum Glück?) nicht mehr.
Die Fahrt zum Flughafen war dank eher abenteuerlichen Straßenbelägen und einem vollgasfreudigem Busfahrer noch mal ein kleines Abenteuer. Wir holten uns dann noch etwas zu Essen bei den unglaublich langsamen ungarischen Imbissarbeitern (das scheint dort überall so zu sein. Aber wenn man nicht mehr viel Zeit bis zum Flug bzw. der Ankündigung der gates hat, geht es einem schon ein bisschen auf die Nerven) und schwupps saßen wir auch schon in unserem Flieger Richtung Berlin-Schönefeld. Dieser Flughafen ist mir dann nochmal einen Extraartikel wert, da gibt es wunderbar viel zu ranten.
Mein Fazit zu Budapest: eine laute, grüne, warme, stellenweise abgerockte Stadt mit tollem Fluss und tollem Flair. Sollte man mal gesehen haben bevor alles schicki-micki renoviert wird, denn das wird sicher kommen. Die Ungarn haben wir als sehr freundlich erlebt, natürlich hatten wir als Touristen in der Regel eh nur mit Menschen Kontakt die uns Dinge verkaufen wollten, aber trotzdem. Da Ungarisch eine herrlich fremde Sprache ist (mit einem tollen Klang wie ich finde), kommt man mit Englisch, Händen und Füßen recht gut durch. Die Küche ist fettig und deftig, Essen gehen ist im Vergleich zu Deutschland sehr erschwinglich, Trinken ist sogar noch preiswerter. Ich empfehle Langós und hausgemachte Limonade. Die Währung ist übrigens Forint (oder auch HUF) und z.Zt. sind 1000HUF etwa 3€. Dementsprechend groß sind die Scheine im Portmonee, auch das ist mal witzig.
tl,dr: Einfach mal hinfahren, lohnt sich. Besonders bei gutem Wetter 🙂

Pfingstwochenende. Läuft.

Endlich mal ein Wochenende Zeit, um all die Dinge anzufangen, zu denen man sonst nicht kommt. Zum Beispiel:
– Unkraut im Gemüsegarten jäten. Gute Tipps gegen Ackerwinde, irgendjemand?
– Trophäen abkochen. Ja, so spannend und geruchsintensiv wie man sich das vorstellt.
– Die Polyesterbluse und den Cardigan mit Wollanteil von Hand durchwaschen.
– Spotify Playlists hören
– Wohnungsputz
– Ins Kino gehen. Große Empfehlung: Zootopia.
– Fußballtraining mit den Stoppelhoppsern für die Uniliga
– mehr Unkraut jäten
– stricken
– bloggen

Jetzt müssen nur noch drei Holzstühle lasiert, die Wohnzimmervorhänge gekürzt, etliche Bilder aufgehängt und das restliche Unkraut gejätet werden, dann kann der Beste von seinem Businesstrip zurückkommen 😉