Alles glänzt,

so schön neu! Manchmal machen die materiellen Dinge doch ein bisschen glücklich. Heute früh radelte ich noch vor der Arbeit zum Discounter, um auch ja einen schönen Pürierstab (mit Turbo-funktion! Und Messbecher!) zu ergattern. Der Andrang dort hielt sich dann aber doch in Grenzen 😉
Vom ersten Erfolgserlebnis des Tages (und nettem Kaffeebesuch aus Amsterdam) beflügelt, verging der Arbeitstag wie im Flug und ich beschloss noch mein Poster bei der Drogerie abzuholen. Ich habe ein Foto auf 30cm x 40cm bestellt, um es gerahmt an die Schlafzimmerwand zu hängen. Es ist ja überaus praktisch, die Abzüge in die Filiale zu bestellen und sich die Versandkosten zu sparen, nur die Gefahr noch ein bisschen Kleinkram mitzunehmen ist groß. Und so kam zum Foto noch ein unscheinbares Fläschchen Nagellack dazu (für Interessierte: „blue-chella“ aus der Sonderedition love&sound von essence, ein helles jeansblau ;)). Zuhause wartete dann das langersehnte neue Sofa. Letzte Woche beim schwedischen Möbelhaus gekauft, heute geliefert und vom Besten selbstverständlich sofort aufgebaut. Herrlich! Jetzt ist die Wohnung endlich bereit für Einweihungsparty und Übernachtungsgäste.

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Emotionen

Gründe für emotionale Ausbrüche meinerseits diesen Morgen:
1. Die Menschen die unsere Küchenschränke eingebaut haben (was unglaublich lieb ist), haben diese leider genau da mit Torxschrauben verbunden, wo die Scharniere hingeschraubt werden müssen. Was haben wir nicht da? Genau, einen Torxschraubendreher.
2. Ich habe Grifflöcher auf der falschen Seite in die Küchentür gebohrt. Natürlich eine Tür von der wir zufällig keine zweite mit Griff an der anderen Seite brauchen.
3. Ich werfe einen neuen Bilderrahmen um, der prompt auf etwas drauf fällt, sodass die Scheibe zerspringt. Ist das ein Transportschaden?
4. Ich muss meine wichtige Arbeit (Löcher an falsche Türseiten bohren) ständig unterbrechen, nur um den Backofen in den Schrank zu wuchten und zu sehen, dass es immer noch nicht passt.
Zeit zur Arbeit zu fahren. Da kann ich weniger Schaden machen.

Memoiren eines Umzugs – 2. Teil

Freitag, 6. Tag des Monats März

Der große Tag rückt näher. Nach einem Vorsorgetermin beim Arzt fahre ich noch vor der Arbeit in die Wohnung, wo mein bester schon seit 7 Uhr auf die Lieferung des Herdes wartet. Wir rücken die schon vorhandenen Möbel an ihre zukünftigen Plätze und machen klar Schiff für das große Räumen am Samstag. Der Herd kommt, ich fahre zu Arbeit. Abends räumen wir in meiner Wohnung weiter, Kiste um Kiste wird auf dem Flur gestapelt, die letzten Möbel abgebaut und alles ein Stockwerk nach unten geschleppt. Irgendwann bin ich durch und will nur noch schlafen, der Rest muss wann anders gehen.

Samstag, 7. Tag des Monats März

Wir stehen früh auf und frühstücken bei meinen Eltern. Dann geht es mit Anhänger zur WG, dort warten nur noch Möbel. Wir benötigen zwei Fuhren, dann holen wir alle Kisten und Körbe aus meiner Wohnung. Es gibt Schnittchen und Kuchen für alle Helfer, dann werden die letzten Möbel in zwei weiteren Fuhren transportiert. Bereits am frühen Nachmittag ist alles oben und fast alles im richtigen Zimmer. Tausend Dank an alle helfenden Hände, ihr wart unglaublich fix!
Am Nachmittag rücken wir Möbel, räumen Kisten aus, sortieren, entdecken was wir noch vergessen haben, räumen Schränke ein und Bücherregale um. Vereinzelt sieht es schon wohnlich aus, aber viele Kisten Kreativmaterial warten noch auf einen Platz. Zum Abendbrot gibt es Sandwichtoast aus der provisorischen Küche, dann schlafe ich wie ein Stein.

Sonntag, 8. Tag des Monats März

Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel wecken uns. Nach dem Frühstück geht es mit Räumen und Sortieren weiter. Manches bekommt einen provisorischen, anderes einen dauerhaften Platz. Ich wasche meine mitgebrachte Dreckwäsche in der neuen Maschine, danach kommen die Sesselbezüge dran. Wir machen Listen für alles was wir vergessen haben, was wir noch kaufen und was wir noch machen müssen. Zum Mittagessen bei meinen Eltern scheint die Sonne, es wird Frühling. Schneeglöckchen und Märzkaninchen machen gleich gute Laune. Wir arbeiten unsere to-do Liste ab und sammeln Kleinmöbel und Kleinigkeiten ein und bringen sie zur Wohnung. Unsere Nachbarn kommen noch einmal in den Genuss sonntäglichen Bohrens, als wir die Lampe im GästeWC und die Gardinenstange im Schlafzimmer anbringen. Die Waschmaschine darf ein drittes Mal laufen und unseren neuen Vorhängen im Schnellprogramm zu frischem Duft verhelfen. Ich fahre für ein Stündchen auf Arbeit, dann gibt es Abendbrot und einen gemütlichen Abend in den frisch gewaschenen Sesseln. Wir sind umgezogen.

Memoiren eines Umzugs

Freitag, 27. Tag des Monats Februar.

Ich verließ die Arbeit um viertel vor drei, eine halbe Stunde nachdem mein Betreuer überhaupt erschienen war. Um drei trafen wir uns an der neuen Wohnung, machten einen Rundgang mit dem Vermieter, schrieben ein Mängelprotokoll und bekamen die heiligen Schlüssel. Wir nahmen an der gesamten Wohnung Maß, besonders Küche und Bad. Wir verließen die Wohnung mit einbrechender Dunkelheit und planten zuhause noch einmal die Küche durch und erstellten unsere Einkaufliste für das schwedische Möbelhaus am nächsten Tag.

Samstag, 28. Tag des Monats Februar.

Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Kassel. Auf dem Weg holten wir noch schnell Glaspfand im Wert von 25€ in der WG ab und lösten diesen im Supermarkt ein. Im Möbelhaus angekommen, nahmen wir den kürzesten Weg zu den Küchen, bekamen eine Beratungstermin innerhalb von 5 Minuten und wurden von einer unglaublich kompetenten Mitarbeiterin betreut. Sie bestätigte unsere Meinung, dass auch ein Spülbecken für einen 50er Unterschrank in unsere Küche einbaubar ist, versicherte uns, dass man bis auf die Arbeitsplatten sicher alles in einen Kombi bekäme und stellte uns eine wirklich übersichtliche Liste aus, auf der alle Teile dem jeweiligen Schrank zugeordnet waren. Guter Service! Anschließend machten wir eine Runde durch die Möbelausstellung, ließen das zur Mittagszeit überfüllte Restaurant links liegen und füllten einen Einkaufwagen in der Kleinkramabteilung. Beim ersten Gang durch die Kasse kam alles außer der Küche mit, unter anderem auch zwei Ordern, die uns eine nette Pause an der Warenausgabe bescherten. Weil das Auto noch so leer aussah, entschieden wir uns kurzerhand noch die Küchenteile zu kaufen. Danach sah das Auto gar nicht mehr leer aus. Eher ein wenig überladen. Wieder an der neuen Wohnung angekommen wurde spontan mein Bruderherz zum Schleppen herantelefoniert und wir schafften alle Pakete in den zweiten Stock. Motiviert vom unkomplizierten Einkauf wollten wir noch Lampen anbringen, scheiterten aber an unseren nicht vorhandenen Bohrerfahrungen.

Sonntag, 1. Tag des Monats März.

Am Vormittag holten wir alles, was in ein Auto passt aus der WG und meiner Wohnung in die neue Wohnung. Dank kräftiger Schlepphilfe kamen wir gut voran. Ich musste dann noch kurz auf Arbeit während der Beste schon mal mit aufbauen anfing. Mein Vater kam dazu und es wurden bis zum Abend sieben Lampen unter Verwendung des Bohrhammers angebracht. Jetzt fehlt nur noch die Beleuchtung im Bad, aber dafür muss zunächst der Spiegelschrank angebaut werden. Wir verbrachten den Abend wieder mit Planen und fielen ziemlich Müde ins Bett.

Soweit das letzte Wochenende. Am Montagabend holten wir einen gebrauchten Kleiderschrank ab, gestern schuftete der Beste den ganzen Tag in der Wohnung und baute fast alle Küchenmöbel auf, Waschmaschine und Kühlschrank wurden geliefert und wir setzten Abends den gebrauchten Kleiderschrank wieder zusammen. Dieser Umzug ist anstrengender als gedacht, aber wir kommen gut voran und ich freue mich auf „danach“.

Lebenszeichen

Es ist hier etwas ruhig geworden, ich weiß. Aber kaum war ich aus dem tollen Amsterdamwochenende zurück (dazu ein andern mal mehr), ging es richtig rund. Ab 1. März ziehen der Beste und ich in eine gemeinsame Wohnung. Kühlschrank und Waschmaschine sind schon besorgt, jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten wie zum Beispiel eine Küche. Da wir zum Glück kompetente Hilfe durch liebe Verwandte erhoffen, wird es ein Modell aus dem schwedischen Möbelhaus mit Eigenaufbau.

Der Beste hat natürlich ganz streberhaft schon seinen ganzen Hausstand in Umzugskartons verpackt. Ich stehe momentan eher mitten in meinem Zimmer, drehe mich im Kreis und frage mich wo zur Hölle ich anfangen soll.

Ansonsten bin ich gedanklich komplett in Möbelkatalogen und Einrichtungsträumen verloren, checke Kleinanzeigen nach günstigen Sofas und kann das Wochenende kaum erwarten, denn da darf ich das alles ausleben.

Hach, ist das spannend. Nach dem Einzug könnt ihr euch dann auf jede Menge Einrichtungsinhalt hier freuen ;P

Ordnung schaffen.

Heute bin ich in Aufräumlaune. Und vor allem was viel wichtiger ist: Ausmistelaune. Ich habe es geschafft meine Referatshandouts aus der Oberstufe wegzuwerfen, ebenso meine gesammelten Kalender seit 2009 (nicht ohne ein paar schöne Bilder auszuschneiden) und das Bastelkrimskramsfach soweit geleert, dass ich wieder weiß was drin ist. Der Weihnachtsschmuck ist ordentlich verstaut, die vergilbten Postkarten über dem Bett durch Fotos ersetzt, Notizheft und Kalender für die Masterarbeit mit Stickern beklebt. Außerdem hab ich Pläne gemacht, wie man meinen ganzen Kram, vielleicht auch in einer anderen Wohnung, unterbringen könnte und mir von Mama Tipps zum Möbel lasieren und Entscheidungsfreude geholt (weg damit!). Und ganz nebenbei habe ich im Kleiderschrank noch eine Sweatjacke gefunden, die ich gar nicht mehr kannte. Ich mach mich dann mal wieder frisch ans Werk, das beim Aufräumen entstandene Chaos beseitigen. Euch lasse ich mal ein Handyfoto von einem meiner gefundenen Schätze da 😉