Strickinspiration: Einfach und Schön

So viele tolle Anleitungen, Designs und Farbkombinationen wie ich immer entdecke kann ich gar nicht stricken. Entsprechend werde ich die jetzt einfach hier teilen, vielleicht kann der ein oder andere ja etwas davon umsetzen.

Ich habe mir Stricken größtenteils selbst beigebracht, nachdem meine Mutter mir die absoluten Grundlagen (rechte und linke Maschen) beigebracht hat. Das Internet ist da eine tolle Hilfe, denn ich wage zu behaupten, dass es für jede Stricktechnik ein hilfreiches Video oder ein bebildertes Tutorial gibt. Und dann muss man sich nur noch trauen es einfach mal auszuprobieren.
Zum Beispiel einen Zopfmusterloop aus extradicker Wolle. Ich habe diesen Loop aus etwas dünnerer Wolle gestrickt auf 10er Nadeln mit einem Buntstift als Zopfnadel und trage ihn immer noch sehr gerne.
Wer englische Anleitungen nicht scheut* findet bei Tin Can Knits eine komplette „simple collection“ von anfängerfreundlichen Strickmustern, von Kleinteilen wie Schals, Mützen und Handschuhen, über Socken bis zu Pullover und Cardigan. Zu jeder Anleitung gibt es weitere Tutorials, die von „Wie schlage ich Maschen an?“ bis zur magic-loop Methode für Socken alles notwendige erklären. Sämtliche Muster gibt es in allen Größen, von Baby bis XL, damit man problemlos für sämtliche Verwand- und Bekanntschaft stricken kann. Ich habe für das Patenkind zu Weihnachten (nicht ganz pünktlich) den Harvest Cardigan gestrickt und mich mit dem Muster sehr gut aufgehoben gefühlt. In der Anleitung war sogar bereits angegeben wie „optional buttonholes“ gestrickt werden können, da musste ich für meinen Plan Knöpfe einzubauen gar nicht groß überlegen.

Man lernt nie aus, auch beim Stricken nicht. Eine Technik, die ich gerne noch lernen möchte ist das zweifarbige Patentstricken. Eine allgemeine Anleitung habe ich schon gefunden und ein sehr bekanntes Strickmuster für einen ersten Versuch ist die Syncopation Adoration Mütze. Auch wenn das Original erst mal etwas merkwürdig anmutet, hier oder hier kann man etwas weniger schrille Versionen begutachten. Ich brauche nur noch Zeit und die richtige Wolle.

Für alle die lieber mit einer Nadel arbeiten habe ich noch eine Häkelschule bei Gemacht mit Liebe gefunden. Dort gibt es auch Anleitungen für einige hübsche Granny Squares und ein komplett Set für ein grannysquare-basiertes Tuch. Einerseits mag ich solche Sets ja sehr gerne, denn damit kann man direkt loslegen und hat auch sicher genug Wolle dabei, andererseits bin ich immer ein bisschen erstaunt über den Preis. Gutes Material ist eben nicht billig.

Zum Schluss daher noch ein Kleinigkeit mit der man ein paar Wollreste verarbeiten kann. Es gibt gehäkelte Frühlingsvögel mit Anleitung.

*Da es generell sehr viele tolle Strickmuster im englischsprachigen Raum gibt verlinke ich hier nochmal eine kleine Übersetzungshilfe.

Stricksinspiration: Fusseliges, Romantisches und ein Flamingo

So viele tolle Anleitungen, Designs und Farbkombinationen wie ich immer entdecke kann ich gar nicht stricken. Entsprechend werde ich die jetzt einfach hier teilen, vielleicht kann der ein oder andere ja etwas davon umsetzen.

Ich hab eine Weile hin- und her überlegt, ob ich einfach direkt Bilder der Designs hier einbinde. Dafür sollte ich mir natürlich vorher die Erlaubnis durch den Eigentümer holen. Wenn ich allerdings öfter Strickinspirationen teilen möchte wird das früher oder später sicher voll viel Arbeit. Und würde ich auch um Erlaubnis fragen wenn ich das Bild „nur“ pinnen oder reposten würde? Wäre das nicht irgendwie das gleiche hier? Oder nicht? Wie auch immer… ich hab mir diesmal das Leben leicht gemacht. Müsst ihr halt jedes Muster in einem eigenen Tab öffnen. Gibt schlimmeres.
Etwas dass es mir momentan sehr angetan hat, sind feine und filigrane Strickereien. Zum einen erzeugt man so was durch richtig edle Garne wie zum Beispiel Mohair. Mohair habe ich noch nie verstrickt, ich habe immer ein bisschen Respekt vor dem Gefussel gehabt und noch dazu ist Mohair auch nicht gerade günstig. Außerdem bin ich eher nicht die zarte romantische Weiblichkeit, an der man sich Mohair so wunderbar vorstellen könnte sondern eher direkt, laut und tollpatschig und gar kein Typ für klassische Pudertöne. Trotzdem steht Mohair jetzt auf meiner „irgendwann“ Liste, ob für mich oder für Freunde (werft mir ruhig Zaunpfähle zu… 😉 ) wird sich zeigen. Passend dazu habe ich bei soozasknitting einen Beitrag gefunden mit ein paar hilfreichen Tipps und einem persönlichen Mohair-Resumee. Und weil man vor Mohair wirklich keine Angst zu haben braucht, gibt es ein tolles Anfänger Dreieckstuch mit Videoanleitung von Dawanda. Die Anleitung bezieht sich zwar auf ein Strickkit von Knit Knit Berlin, aber vier Knäuel Mohair und eine Nadel findet sich bestimmt auch im Wollgeschäft vor Ort. Diese Grundkonstruktion von Tuch kann man übrigens noch wunderbar variieren: schmale Streifen, Ombre, breite Streifen, Lochmustereihen und auch für andere Wollqualitäten funktioniert dieses Rezept zweifelsohne. Muss ja nicht jeder Mohair mögen.

Neben feinen Garnen gibt es natürlich auch feine Strickmuster, genauer gesagt Lochmuster oder englisch: lace. Zur Zeit bin ich ganz begeistert von Mützen in diesem Stil und habe ein paar Favoriten rausgesucht. Den Anfang machen zwei ravelry-Anleitungen: Der Foliage Hat mit Blattmuster (ein eher fortgeschrittenes Lochmuster) und Camas, eine schöne Beanie mit Struktur- und Lochmuster. Einzig die Aussicht auf kraus-rechts in Runden trübt meine Begeisterung, denn linke Maschen auf dem Nadelspiel werden immer etwas holprig, da wo die Nadeln wechseln.
Eine weitere schöne Mütze heißt ganz schlicht Jana‘s Hat und wird im verlinkten Beispiel in zwei tollen Farbkombinationen gezeigt. Besonders die Gelbe hat es mir schwer angetan (gelb und grau zusammen geht sowieso immer.).
Den Abschluss in der Lace-Runde macht dann ein Handschuhmuster. Hilda ist eine tolle Mischung aus kräftiger Rohwolle und feinem Lochmuster in gedeckten Naturfarben. Neben der ersten Herausforderung das richtige Garn zu bekommen (gestrickt wird unter anderem mit „rove“, ungesponnenem(?) Vorgarn) wartet auch noch doppelte Arbeit, denn im Endeffekt werden vier statt zwei Handschuhe gestrickt. Schön und fast märchenhaft sieht es aber am Ende aus, könnte ein bisschen auch an den tollen Fotos liegen.

Für alle die lieber häkeln oder mit zartem Lace nicht so wirklich viel anfangen können habe ich noch ein etwas unnützes gute-Laune-Ding gefunden: Ein Flamingo Cup-Cozy. Damit hat graues Winterwetter keine Chance mehr (für die englische Anleitung ein bisschen runtersrollen).

Ich geh dann mal an meinem aktuellen Projekt weiterstricken… mehr davon demnächst 😉