12 von 12

Ach ja… pünktlich wie eh und je… Mein Montag war lang, mein Dienstag ebenso und gestern Abend rief mich ganz dringend mein Strickzeug, deshalb meine 12 Fotos vom 12. Dezember eben am 15. So ist das Leben.

Montage sind immer doof, vor allem wenn man tolle Sonntage gehabt hat. Wie jeden Morgen heißt es erstmal Licht ins Dunkel bringen.

Mir fällt sogar rechtzeitig auf, dass ja der 12. ist. Spätestens beim Tapirsuchen hätte ich es ja aber sowieso gemerkt.

Nach dem Frühstück mache ich schon mal mein Mittag fertig. Ich weiß, dass mein Arbeitstag heute lang wird und packe deshalb eine Stulle mehr ein. So ganz passt das aber nicht in meine Brotdose.

Dann sortiere ich noch schnell Kekse. Ich habe am Sonntag gebacken und möchte heute den Kollegen eine Auswahl mitbringen.

Mit meiner Keksdose mache ich mich dann auf den Weg zur Arbeit. Neben dem üblichen Kram ist montags immer Gruppenmeeting. Ich stelle heute meine Präsentation vor, die ich nächste Woche in einem offiziellen, quasi-öffentlichen Vortrag geben werde. Zu meiner Überraschung ist der Chef sofort zufrieden. Nachmittags beginnt dann die „Weihnachtsfeier“ meines Promotionsprogramms mit einem mäßig spannenden Seminarvortrag. Im Anschluss gibt es tatsächlich etwas zu Essen und sogar Glühwein bevor jeder der Studenten sein Poster vorstellen muss. Partystimmung hoch drei. Während der Posterpräsentation fällt mir tatsächlich wieder ein, dass ja der 12. ist. Blöd nur, dass meine Kamera im Schließfach liegt. Das Buffet liegt aber eh zu sehr im Dunkeln um angemessene Fotos zu machen. Nach einigen weiteren Gesprächen, die tatsächlich auch ein bisschen Fortschritt bringen, fahre ich endlich nach Hause. Draußen ist es dunkel, kühl und regnerisch, aber mir tut die Fahrt mit dem Rad sehr gut.

Auch wenn ich nicht so wirklich Hunger habe mache ich mir die Reste von gestern warm. Hausgemachte Spätzle (oder besser Knöpfle) mit Käse und Zwiebeln. Dabei wird ein bisschen im Internet gelesen.

Ganz vergessen habe ich mein Schokoladenfudge aus meinem Adventskalender, dass der Beste extra professionell verpackt hat.

Mental habe ich mich schon ganz aufs zu Bett gehen eingestellt, da fällt mir ein, dass ich ja der einen Kollegin einen Kuchen für die andere Kollegin zum Geburtstag versprochen habe. Es wird ein einfacher Rührkuchen, sowas geht ja fix.

Dann fehlt noch der Abwasch und mein Frühstück für den nächsten Tag. Im Nachhinein betrachtet werden meine Fotos auch immer experimenteller.

Der Kuchen ist fertig. Eine gute Gelegenheit meine kleine Gugelhupfform zu nutzen.

Es geht noch schnell unter die Dusche.

Und dann tragen meine (dreckigen) Einhornpuschen mich endlich ins Bett. Ein langer und anstrengender Tag liegt hinter mir.

Mehr, schönere und pünktlichere 12 von 12 gibt es bei Draußen nur Kännchen 🙂

Das Wochenende vom zweiten Advent


Der Start war gut, Weihnachtsmarkttreffen mit Menschen aus meinem Promotionsprogramm. Nach dem ersten Apfelglögg von dem komischen neuen High-End Stand, der die sympathische Apfelbude der letzten Jahre ersetzt hat, musste ich mir erstmal eine Auberginentasche beim Dönermann holen. An der nächsten Bude wurde uns dann (ausversehen?) Glühwein statt Kinderpunsch eingefüllt, aber der schmeckte sehr gut. Zuhause sagte der Beste nur zu mir „Na Schnapsdrossel?“, woraufhin ich mich ans Kuchenbacken machte. Keine gute Idee: die geliebte, geerbte, original 60er Jahre Rührschüssel kurz in den aufheizenden Backofen stellen, um die Butter auf Verarbeitungstemperatur zu bringen. Ein Designstück weniger 😦

Ich habe es nicht darauf ankommen lassen sie nochmal zu erhitzen, um zu sehen ob man da was retten kann. Es wäre mit Sicherheit eine Riesensauerei geworden.
Trotzdem habe ich dann einen tollen Geburtstagskuchen gebacken, Schokokuchen mit Vanillepuddingfüllung. Simpel und lecker. Leider dauert Puddingfüllung ein bisschen und so kam ich erst nach Mitternacht ins Bett. Am nächsten Morgen konnte ich leider nicht ganz so lange schlafen wie vielleicht notwendig, servierte ein gemütliches Frühstück, schenkte Geschenke und holte das Auto für den Großeinkauf. Danach wurde geputzt, geräumt und vorbereitet. Ich musste nochmal kurz auf Arbeit und als ich wieder kam war schon fast alles fertig. Mein Plan war gewesen mich anschließend nochmal kurz hin zu legen und ein wenig Schlaf nachzuholen, aber als ich gerade weggedöst war klingelten die ersten Partygäste. Von da an war dann an Schlaf nicht mehr zu denken. Es war eine rundum gelungene Party, es gab Salat, Würstchen, Baguette und Kuchen, wir spielten Carabande, Kapitän Wackelpudding und looping chewie, der Huhnhut, meine Sommercappi und die Bunnyohren kamen zum Einsatz, es wurden gemeinsam Hits von Queen, Michael Jackson und diversen Animes geschmettert und die letzten nicht-Übernachtungsgäste gingen um fünf Uhr früh.

Entsprechend müde war ich am nächsten Tag, nach Frühstück und Tee mit den letzten Gästen aus der Ferne machten wir uns trotzdem auf hinaus, denn draußen wartete ein wahnsinnig schönes Winterwunderland.

Anschließend ärgerte ich mich über umständlich zu benutzende Bank Apps und bestellte mir ein verfrühtes Weihnachtspaket. Ich besuchte die Familie zum Abendbrot, dann ging‘s früh ins Bett, denn Schlafdefizit ist immer doof.

Advent, Advent

Kinder wie die zeit vergeht! Ich hatte ein schönes, entspanntes Adventswochenende. Los ging‘s schon am Freitag, denn am letzten Freitag im November ist beim Cousin Niederwildjagd. Dort wird nicht nur auf Wild gejagt, das bei uns eher wenig Beachtung findet (Fasane. Schnepfen. Hasen.), es ist auch eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich dort trifft und abends nach der Jagd gemeinsam das ein oder andere Horrido anstimmt. Dabei wird auch die ein oder andere Flasche Schluck geleert, das gehört dort eben auch dazu. Am nächsten Morgen traf ich zum Frühstück einige weitere meiner Cousinen und Cousins und wir konnten uns zumindest ein wenig unterhalten bevor wir uns wieder auf dem Heimweg machten. Luftlinie wohnt dieser Teil der Familie gar nicht so arg weit weg, aber die Anbindung ist irgendwie Murks. Wenn wir gut durchkommen sind wir etwa drei Stunden unterwegs. Entsprechend erschöpft kamen wir dann Samstagnachmittag wieder zuhause an. Der Beste wartete schon auf mich und gemeinsam machten wir uns an die Herstellung von Falafeln und allen weiteren Zutaten für Falafeltasche. Sehr lecker! Ich las noch ein bisschen anspruchslose Literatur, bevor ich ins Bett fiel.
Am Sonntag gab‘s ein leckeres Adventsfrühstück und nach dem Wohnungsputz holte ich den Tannenbaum aus dem Keller. Der Beste hatte am Vortag schon meinen Tapiradventskalender befüllt. Bevor ich jedoch voll in den Dekowahn einsteigen konnte mussten wir zum Sonntagsessen zur Familie. Es war wie immer sehr gemütlich. Nach dem Essen banden der Beste und ich gemeinsam zwei Adventskränze. Mein Exemplar wurde mal wieder etwas „struppig“, meine Bindetechnik nennt der Beste auch liebevoll Monstertruckreifen*. Sein Kranz hatte dafür noch ein paar kahle Stellen, die aber professionell ausgebessert wurden. Wir vermachten den Monstertruckreifen der Familie und dekorierten unseren Kranz in weiß-rot. Dann buken wir nach einigem Überlegen Spritzgebäck. Meine Mutter war erfreut diese Arbeit abgenommen zu bekommen, wir hatten Spaß am Hantieren mit Omas elektrischem Fleischwolf. Zwischenzeitlich war mir zwar schlecht vom Teig naschen, aber am Ende hatten wir dann sechs Bleche Spritzgebäck produziert. Meine Mutter drückte uns dann einen ganze Dose Kekse auf, ich packte noch Kartoffeln und Kürbis ein und wir zogen bepackt nach Hause. Dort vervollständigten wir die Deko und schmückten erstmal den Baum. Meine Kugelsammlung ist jedes Jahr beim Auspacken ein neuer Grund zur Freude, der neuste Zuwachs ist ein original Käthe Wohlfahrt Herr Fuchs von meinen Eltern aus dem Herbsturlaub mitgebracht. Wir aßen die restlichen Falafeltaschen, ich füllte den Adventskalender für den Besten während er das Spritzgebäck mit Schokolade verzierte und schließlich kuschelten wir uns auf dem Sofa ein und schauten die neuste Folge der tollen Arztserie.
So gemütlich war dieses Wochenende, dass der Bericht ganz ohne Fotos auskommen muss. Ich reiche bei Gelegenheit welche nach.

* Eines Tages werde ich einen Treckerreifen besorgen und grün ansprühen. Sieht mit Kerzen und Kugeln bestimmt auch gut aus.

12 von 13 am 14.

Ja, ich weiß, alles irgendwie gegen die allgemeinen 12 von 12 Regeln. Ich wollte am 12. selbstverständlich jede Menge tolle Fotos machen, aber eine wirklich fiese Erkältung hat mich den ganzen Tag im Bett oder auf dem Sofa verbringen lassen, in der Regel schlafend. Das ist beim besten Willen keine 12 Bilder wert. Also habe ich den 13. dokumentiert, an dem es mir bereits um Welten besser ging. Aber seht selbst:

Der Tag beginnt mit Adventskalendertee. Meiner ist der mit der Tigerente!

Der Appetit ist noch etwas schwach, meine overnight-oats bleiben im Kühlschrank und ich starte mit Vitaminen. Leider kein klassisches #obstmandala 😀

Ich setze mich kurz an den Schreibtisch, um ein Fotogeschenk für meine Eltern fertig zu designen. Als der Hunger mich wieder aufstehen lässt, ist es auf der Uhr an unserer dunklen Küchenwand schon erschreckend spät.

Zum Mittag gibt es aufgewärmte Pizza vom Vortag und sehr aromatisierten Tee. So richtig kann ich mich nicht damit anfreunden.

Höchste Zeit, Kekse zu backen. Wir fangen an mit easy peanut cookies. Dafür braucht es original patriotische Erdnussbutter.

Schieb, schieb in den Ofen rein.

Weil ich gerade so drin bin, gibt es noch eine Runde Ausstechkekse. Das Einzige was mir an Ausstechförmchen noch fehlt, sind die langweiligen Klassiker. So kleiner Stern odern Herz. Ansonsten ist die Mischung besser als jeder Zoo.

Die Erdnusskekse werden erst richtig gut mit ein bisschen Vollmilchschoki. Snickers lässt grüßen.

Nach kurzer ravelry-Suche finde ich ein Strickmuster für hübsche Handschuhe. Seit langem stricke ich damit mal wieder was für mich. Zunächst wird aber alles abgeschrieben, damit ich offline daran stricken kann.

Wir sind zum Abendessen eingeladen. Vorsorglich packe ich mir meine Mojos ein, damit ich in der Gastgeberwohnung keine kalten Füße bekomme. Die Erkältung soll bloß fernbleiben!

Es gibt Bierbraten, Brot und Senf. Gute Kombi.

Wieder zuhause feiern der Beste und ich noch ein bisschen Advent. Drei Kerzen schon! Weihnachten kommt immer schneller als man denkt.

Ich hoffe meine 12 von 13 gefallen euch, auch wenn sie ein bisschen zu spät dabei sind. Wer es alles pünktlich geschafft hat, könnt ihr bei Frau Draußen nur Kännchen bewundern.