Auf den Nadeln im November

Nachdem ich jetzt über’s Nähen geschrieben habe, ist ein Update zu meinen Strickprojekten natürlich Pflicht. Allzuviel habe ich nicht zu zeigen, aber ich liege zumindest was die Pflicht-Weihnachtsgeschenke angeht ganz gut im Zeitplan.

Meine Stavangerlua ist fertig geworden und ich trage sie beinahe täglich. Sie ist für dieses komische Herbstwetter nicht zu warm und passt wunderbar unter den Fahrradhelm. Ein bisschen länger oder ein bisschen kürzer könnte sie sein, irgendwie ist die Länge so zwischen „passt genau auf den Kopf Mütze“ und „hängt ein bisschen Beanie“. Ich störe mich da aber nicht dran, sie gefällt mir einfach zu gut.

Ich habe endlich die schöne Schafwolle vom Strang auf Knäuel gewickelt. Ganz klassisch, mit dem Besten als Assistenz. Zu meiner großen Überraschung ist nicht ein Knäuel draus geworden, sondern gleich fünf. Es hat halt ein paar kleinere Spinnfehler, an denen das Garn dann schnell reißt. Besser das passiert beim Wickeln als beim Stricken! Außerdem entfallen sicher 85% auf zwei dicke, runde Knäuel, ich mache mir da wenig Sorgen. Nach einer kleinen Maschenprobe habe ich dann einfach mal losgestrickt. Da es eine Mütze für meinen Vater werden soll, halte ich sie ganz schlicht. Ein klassisches Bündchen, ein Stück glatt rechts und dann kommt auch bald schon die Spitze. Dafür werde ich mich mit den Abnahmen am „Scarptastic Hat“ orientieren. Ich bin zuversichtlich, dass ich damit diesen Monat noch fertig werde. Edit: innerhalb von 24 Stunden nachdem ich diesen Artikel geschrieben habe, ist das gute Stück fix und fertig 😀

Weiterhin bin ich mit dem Weihnachtsgeschenk für das Patenkind ebenfalls in den letzten Zügen. Alle bis auf die Patenkindfamilie (ihr wollt euch doch überraschen lassen, ne?) können hier auf der ravelry-Projektseite mal gucken 😉

Das ist alles, was aktuell in Arbeit ist. Noch mehr tolle Strickprojekte gibt es bei Maschenfein und der auf den Nadeln Sammlung. Nächsten Monat werde ich wohl kaum etwas zeigen können, denn die letzten Geschenke müssen bearbeitet werden 😉

Auf den Nadeln im Oktober

Der Monat ist ja fast schon wieder rum, aber ich wollte mit diesem Eintrag zumindest solange warten, bis ich mal was Neues zeigen kann. Denn: meine Sockenprojekte sind endlich fertig geworden!
Die Zopfmustersocken gefallen mir sehr gut, auch wenn Socken Nummer 2 aus unbekannten Gründen irgendwie schmaler geworden ist (fester gestrickt nehme ich an…). Schönere Fotos sind bei der aktuellen Wetterlage leider nicht drin, bitte verzeiht mir.

Auch die Socken aus Regia Colormania sind fertig. Ich war zwischenzeitlich ziemlich überrascht von meinem Stricktempo, geradeaus rechts geht wirklich flott.

Beide Sockenpaare sind jetzt in die „für Weihnachten“ Kiste gewandert und werden dann hoffentlich jemanden erfreuen.
Da ich ja sonst nix zu tun habe, habe ich gleich das nächste Projekt angeschlagen: eine Mütze für mich, nach norwegischem Rezept. Ich mag die Farben und deren Zusammenspiel sehr. Der Rest ist mal wieder ein Lehrstück. Man sollte sich zumindest mal angucken, welche Maschenprobe in einer Anleitung steht, denn selbst wenn es die gleiche Nadelstärke ist, gibt es da große Unterschiede. Ich hoffe jetzt einfach sehr, dass die fertige Mütze weit genug nachgibt, um auf meinen Kopf zu passen. Der Beste bezweifelt das zwar sehr, aber ich bin zuversichtlich. Zur Not wird es ein Baby-Geschenk.

Außerdem habe ich mal wieder festgestellt, dass wenn schon zweifarbig, dann doch bitte was geometrisches, regelmäßiges. Das sieht dann natürlich nicht so cool aus, aber man kann sich selbst viel weniger verwirren und besser beim Fernsehen nebenher stricken. Ich hoffe ich kann das jetzt endlich mal als Konsequenz daraus mitnehmen und mich nicht mehr verleiten lassen. Gibt da ja schon abgefahrene mehrfarbige Muster.

Auf meiner Strickliste steht dann noch ein Weihnachtsgeschenk für meinen Papa aus reiner Schafwolle, handgesponnen und pflanzengefärbt. Die Wolle habe ich bei unserem letzten Besuch auf dem Landsitz im Cafe Landleben erstanden, der Preis ist mit 10€ für 100g für diese Qualität wirklich günstig. Jetzt muss ich nur noch die Muße finden, den Strang auf ein Knäuel zu wickeln und mal eine Maschenprobe zu stricken, Empfehlungen zur Nadelstärke gab’s leider nicht dazu 😉

Zu guter Letzt ist mir auch noch ein ganz spezieller Weihnachtswunsch unseres Patenkindes zu Ohren gekommen. Da die Mama hier aber gelegentlich mitliest, werde ich keine Details verraten, es soll ja eine Überraschung bleiben. Noch habe ich auch nicht entschieden, was genau es wird.

Das ganze Gestrick schicke ich dann mal zu Maschenfein und der „auf den Nadeln“ Sammlung für diesen Monat. Mal schauen ob ich in zwei Wochen schon wieder Neues zum Zeigen habe 😉

Auf den Nadeln im Urlaub

August bedeutet dieses Jahr: Urlaub! Zunächst geht es für eine Woche an die See und ich habe mir einiges zum Stricken vorgenommen:
Mein ehrgeiziger Plan, Hermiones Everyday Socks noch vor dem Urlaub fertig zu stellen, ist leider nicht aufgegangen, aber vielleicht schaffe ich ja noch die Ferse bevor es ans Meer geht.

Der Urlaub bringt auch eine Premiere: ich möchte zwei Projekte parallel stricken. Eines, das ein bisschen Ruhe und Konzentration erfordert und eines für so nebenbei, bei dem nicht zwingend mitgezählt werden muss. Das bedeutet aber auch, dass ich einen weiteren Projektbeutel benötige. Also habe ich mich noch einmal kurz an meine Nähmaschine gesetzt und dieser Beutel ist dabei entstanden. Anders als den Ersten habe ich diesen Beutel mit Schabrackeneinlage verstärkt. Für diese Anwendung ist die vielleicht ein bisschen zu steif, aber hoffentlich wird sie bei Benutzung noch etwas weicher.

In den Beutel kommt ein 6-faches Tweedgarn aus der Reihe Trekking XXL von Atelier Zitron und mein 3mm Nadelspiel. Das soll mal die langbewunderte Aransocke aus dem „Standpunkt“-Buch werden.

Für das „bloß nicht zu viel denken“-Projekt habe ich ein Knäuel Regia Colormania ausgesucht. Zu diesem bunten Garn passt ein klassisches Sockenmuster (also glatt rechts) sicherlich am Besten.

Alle Anleitungen und Tabellen, die ich irgendwie benötigen könnte, liegen in Klarsichthüllen verpackt bereit, nur ein paar Kleinigkeiten wie Schere, Maßband und Stopfnadel muss ich noch einpacken.
Da mich diese Projekte mit Sicherheit auch durch den Rest des Monat begleiten werden, schicke ich sie bei Gelegenheit mal zu Maschenfein und der wunderbaren „Auf den Nadeln…“Aktion.

Auf den Nadeln im Juli

Wie angekündigt stricke ich gerade an Hermione’s Everyday Socks. Ich muss sagen: Ich mag das Muster sehr! Es strickt sich wirklich flott, man muss kaum mitzählen und es kommt wirklich gut zur Geltung. Was man mit simplen rechten und linken Maschen alles machen kann, sogar ohne großen Aufwand. Die ersten paar Reihen war ich skeptisch, aber dann begann das Muster zu wirken und ich war hin und weg. Geduld ist beim Stricken ja alles.

Außerdem neu im Repertoire: die Käppchenferse. Nachdem ich die Originalanleitung an dieser Stelle nicht wirklich verstanden habe, habe ich die idiotensichere Anleitung aus dem Sockenbuch mit dem Fersenmuster aus der Anleitung nachgearbeitet. Läuft würde ich sagen. Ich finde die Käppchenferse jetzt nicht so unendlich viel komplizierter als die Bumerangferse, aber ein bisschen länger dauert es schon.
Das rote Garn ist „Sport- und Strumpfwolle Classik 4-fach“ von Wolle Rödel und ein Rest vom Weihnachtspullover für das Patenkind. Ich mag diese Wolle sehr, die Farben sind kräftig, aber nicht schreiend und es verstrickt sich sehr angenehm. Das naturweiße Garn ist von Woll Butt, überzeugt mich von der Qualität aber leider nicht so. Es ist mir für ein Naturweiß auch ein bisschen zu weiß, wenn ihr versteht, was ich meine 😉

Ich hoffe, ich komme trotz Emma gut mit dem Stricken voran, Wolle für die nächsten Socken liegt schon bereit und Pläne für danach habe ich auch schon einige! Unter anderem bin ich über Maschenfein auf eine norwegische Strickdesignerin aufmerksam geworden (Danke!). Auch wenn Jacken oder ganze Decken mit abgefahrenen Mustern wohl weniger gut zu meinem Zeitplan und Stricktempo passen, für diese Mütze wird es hoffentlich reichen. Die Anleitung gibt es nur auf norwegisch, aber es zeigt sich, dass mein Norwegischkurs A1 doch nicht ganz nutzlos war :D. Mit den paar Brocken, die noch in meinem Kopf zu finden sind und ein bisschen Skill im klug Raten habe ich mich mich mal durchgekämpft und erstaunlich viel verstanden. Die Projektliste wächst.

Hermines Socken gehen jetzt erstmal zu Maschenfein und der „Auf den Nadeln…“-Aktion

Fertig.


I killed an UFO! Die Mojos sind fertig. Erst lagen sie wieder eine ganze Weile rum, die Stricklust war nicht da, dann habe ich beim Telefonat mit der Schulfreundin die Ferse in Angriff genommen und auf einmal lief’s. Abends beim Fernsehen das Strickzeug zur Hand genommen und plötzlich sind sie fertig.
Leider hat Mojo 2 eine längere Spitze als Mojo 1. Das liegt daran, dass ich inzwischen weiß, wie man eine korrekte Bandspitze strickt. Als ich Mojo 1 gestrickt habe, wusste ich das noch nicht. Mojo 2 passt auch ein wenig besser, Mojo 1 ist durch die kurze Spitze ein bisschen zu klein. Dieser Fauxpass ist aber auch das Einzige, was meine Freude schmälert. Zum ersten gefällt mir das Muster so am Fuß recht gut, zum zweiten ist es ein gutes Gefühl so ein ewig währendes Projekt einfach abzuschließen. Jetzt habe ich wieder Kapazität für neue Projekte und auch schon einige Ideen, aber davon wann anders mehr.

Für ganz Neugierige eine ungefähre Anleitung, wie ich Mojos stricke:
Man nehme eine vier-fädige Sockenwolle (hier: Opal Schafpaten) und ein Nadelspiel Größe 2,5, außerdem ggfs. eine Sockentabelle.
Für Größe 40/41 64 Maschen anschlagen, bei anderen Größen darauf achten, dass die Maschenzahl durch vier teilbar ist. Dann 2re, 2li (= Längsrippen) ein Bündchen stricken, so ungefähr 6-10 cm. Für den Querrippenteil 5R glatt re, 5R glatt li bis 5 Querrippen gestrickt sind, dann weiter in Längsrippen. Es folgt die persönliche Lieblingsferse, ich habe eine Bumerangferse gestrickt und das Längsrippenmuster dabei beibehalten. Funktioniert mäßig gut. Noch ein Stückchen (1-2cm) Längsrippen, dann wieder 5 Querrippen stricken. Wer sehr kleine Füße hat, muss eventuell eine „Rippe“ weglassen*, damit die Socke nicht zu lang wird. Anschließend wieder in Längsrippen die Spitze stricken. Ich habe eine Bandspitze gestrickt, auch das wird mit dem Längsrippenmuster mäßig hübsch.
*Als Anpassung bei kleinen Größen können auch die Querrippen auf 4R re, 4R li verkürzt werden.

Ich schicke die fertigen Mojos jetzt erst mal zu Maschenfeins „auf den Nadeln“.

Auf den Nadeln

…habe ich im Moment ein Paar Socken. Vor laaanger Zeit, ich glaube, zwei Jahren, dachte ich „boah, jetzt hast du das mit dem Socken stricken raus. Auf geht’s, Mustersocken!“ und stöberte begeistert durchs Internet. Ich fand Mojo-Socken, die so witzig aussehen und vom Muster her wirklich simpel zu stricken sind. Ich kaufte Wolle und legte los. Es ging so leidlich voran, irgendwann war die erste Socke fertig und dann… kam der Sommer, kamen andere, dringendere Projekte (Babysocken zum Beispiel, da ist das Zeitfenster begrenzt) und die einsame Mojo lag halt so in der Wollkiste. Bis ich vor ein paar Wochen die schöne Wolle wieder in die Hände bekam und schwungvoll eine zweite Mojo anschlug. An der stricke ich jetzt und werde auch noch ein Weilchen dran stricken, denn meist fehlt entweder Zeit, Lust oder Muße. Aber wenn, dann freue ich mich über den Fortschritt und auf die gute Laune Socken an meinen Füßen.

Mojo Profis werden sehen, dass ich die zweite Mojo in der gleichen Musterfolge stricke wie die erste. Ich möchte halt ein schönes Bündchen als Abschluss oben haben und kann so auch die Ferse im Muster stricken. Sockenprofis sehen vielleicht, dass ich die zweite Socke mit einem anderen Farbverlauf gestartet habe. Ich finde es passt zum Muster und zum Garn, das ja auch mehr bunt als akkurat gestreift aussieht. Außerdem war ich einfach zu faul, das Knäuel bis zum richtigen Farbstreifen abzuwickeln 😉

Die Wolle ist aus einer Schafpatenreihe von Opal, soviel weiß ich noch, die Banderole ist leider verschwunden. Ich finde die Farben ganz wunderbar und überlege schon was ich aus eventuellen Resten stricken könnte. Mojos wahrscheinlich nicht, denn irgendwie werden die Runden links nicht so schön und stricken sich nicht so flott von der Hand, wie ich das gern hätte. Ich denke, ich bleibe bei normalen, langweiligen Socken, nach den Mojos möchte ich welche zum Verschenken stricken, da habe ich eine Deadline und muss gut vorankommen 😉

Diesen Beitrag schicke ich zum Maschenfein Blog, wo viele andere Profistricker zeigen, was sie so auf den Nadeln haben.