Fertig.


I killed an UFO! Die Mojos sind fertig. Erst lagen sie wieder eine ganze Weile rum, die Stricklust war nicht da, dann habe ich beim Telefonat mit der Schulfreundin die Ferse in Angriff genommen und auf einmal lief’s. Abends beim Fernsehen das Strickzeug zur Hand genommen und plötzlich sind sie fertig.
Leider hat Mojo 2 eine längere Spitze als Mojo 1. Das liegt daran, dass ich inzwischen weiß, wie man eine korrekte Bandspitze strickt. Als ich Mojo 1 gestrickt habe, wusste ich das noch nicht. Mojo 2 passt auch ein wenig besser, Mojo 1 ist durch die kurze Spitze ein bisschen zu klein. Dieser Fauxpass ist aber auch das Einzige, was meine Freude schmälert. Zum ersten gefällt mir das Muster so am Fuß recht gut, zum zweiten ist es ein gutes Gefühl so ein ewig währendes Projekt einfach abzuschließen. Jetzt habe ich wieder Kapazität für neue Projekte und auch schon einige Ideen, aber davon wann anders mehr.

Für ganz Neugierige eine ungefähre Anleitung, wie ich Mojos stricke:
Man nehme eine vier-fädige Sockenwolle (hier: Opal Schafpaten) und ein Nadelspiel Größe 2,5, außerdem ggfs. eine Sockentabelle.
Für Größe 40/41 64 Maschen anschlagen, bei anderen Größen darauf achten, dass die Maschenzahl durch vier teilbar ist. Dann 2re, 2li (= Längsrippen) ein Bündchen stricken, so ungefähr 6-10 cm. Für den Querrippenteil 5R glatt re, 5R glatt li bis 5 Querrippen gestrickt sind, dann weiter in Längsrippen. Es folgt die persönliche Lieblingsferse, ich habe eine Bumerangferse gestrickt und das Längsrippenmuster dabei beibehalten. Funktioniert mäßig gut. Noch ein Stückchen (1-2cm) Längsrippen, dann wieder 5 Querrippen stricken. Wer sehr kleine Füße hat, muss eventuell eine „Rippe“ weglassen*, damit die Socke nicht zu lang wird. Anschließend wieder in Längsrippen die Spitze stricken. Ich habe eine Bandspitze gestrickt, auch das wird mit dem Längsrippenmuster mäßig hübsch.
*Als Anpassung bei kleinen Größen können auch die Querrippen auf 4R re, 4R li verkürzt werden.

Ich schicke die fertigen Mojos jetzt erst mal zu Maschenfeins „auf den Nadeln“.

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Auf den Nadeln

…habe ich im Moment ein Paar Socken. Vor laaanger Zeit, ich glaube, zwei Jahren, dachte ich „boah, jetzt hast du das mit dem Socken stricken raus. Auf geht’s, Mustersocken!“ und stöberte begeistert durchs Internet. Ich fand Mojo-Socken, die so witzig aussehen und vom Muster her wirklich simpel zu stricken sind. Ich kaufte Wolle und legte los. Es ging so leidlich voran, irgendwann war die erste Socke fertig und dann… kam der Sommer, kamen andere, dringendere Projekte (Babysocken zum Beispiel, da ist das Zeitfenster begrenzt) und die einsame Mojo lag halt so in der Wollkiste. Bis ich vor ein paar Wochen die schöne Wolle wieder in die Hände bekam und schwungvoll eine zweite Mojo anschlug. An der stricke ich jetzt und werde auch noch ein Weilchen dran stricken, denn meist fehlt entweder Zeit, Lust oder Muße. Aber wenn, dann freue ich mich über den Fortschritt und auf die gute Laune Socken an meinen Füßen.

Mojo Profis werden sehen, dass ich die zweite Mojo in der gleichen Musterfolge stricke wie die erste. Ich möchte halt ein schönes Bündchen als Abschluss oben haben und kann so auch die Ferse im Muster stricken. Sockenprofis sehen vielleicht, dass ich die zweite Socke mit einem anderen Farbverlauf gestartet habe. Ich finde es passt zum Muster und zum Garn, das ja auch mehr bunt als akkurat gestreift aussieht. Außerdem war ich einfach zu faul, das Knäuel bis zum richtigen Farbstreifen abzuwickeln 😉

Die Wolle ist aus einer Schafpatenreihe von Opal, soviel weiß ich noch, die Banderole ist leider verschwunden. Ich finde die Farben ganz wunderbar und überlege schon was ich aus eventuellen Resten stricken könnte. Mojos wahrscheinlich nicht, denn irgendwie werden die Runden links nicht so schön und stricken sich nicht so flott von der Hand, wie ich das gern hätte. Ich denke, ich bleibe bei normalen, langweiligen Socken, nach den Mojos möchte ich welche zum Verschenken stricken, da habe ich eine Deadline und muss gut vorankommen 😉

Diesen Beitrag schicke ich zum Maschenfein Blog, wo viele andere Profistricker zeigen, was sie so auf den Nadeln haben.