Auf den Nadeln im April

Ich kann endlich, endlich Erfolg vermelden. Die Babysöckchen sind endlich fertig. Gefühlt haben sie sich eeewig hingezogen, realistisch habe ich sie erst Ende Januar angeschlagen, also nur gut zwei Monate auf den Nadeln gehabt, das ist eigentlich noch okay. Wenn wollte, ginge das vielleicht auch schneller, aber ich habe oft auch ohne Strickzeug auf dem Sofa gesessen, mir war einfach nicht so danach. Sie sind recht groß geworden, oder sehen zumindest so aus, aber Kinder wachsen ja schneller als man denkt.

Natürlich habe ich schon ein neues Projekt auf den Nadeln, und natürlich ist es nicht die zweite Cableship Socke… Ich stricke mir eine Mütze, genauer gesagt Jana‘s Hat. Angeschlagen habe ich sie am Flughafen Anfang letzten Monats. Ich schleppe ja immer Strickzeug auf Reisen mit um dann genau zu zweimal daran zu stricken: beim Warten am Gate vor dem Abflug auf der Hin- und der Rückreise. Entsprechend ist an der Mütze noch nicht viel passiert, aber ein bisschen Strickdisziplin letzte Woche hat immerhin das Bündchen weit genug wachsen lassen. Jetzt ist Zeit für den Farbwechsel und die erste Runde im Lochmuster. Ein bisschen drücke ich mich davor, denn ich weiß genau, dass ich mich verzählen und es am Ende nicht hinkommen wird. Ich habe mich entschieden keine 12 Maschenmarkierer zu setzen, eigentlich müsste man nach den ersten paar Runden ganz gut sehen wo im Muster man sich befindet.

Selbstverständlich habe ich auch schon ganz konkrete Ideen was nach der Mütze angeschlagen wird. Ende März hat Silvia von Softsweaterknits ein neues Tuch veröffentlicht. River ist ein asymmetrisches Dreieckstuch mit Streifen und Lochmusterreihen und es gefällt mir sehr. In meinem Vorrat habe ich sogar geeignete Wolle, der Plan ist die Jawoll Sockenwolle doppelfädig zu verstricken, denn ich habe genau die doppelte Lauflänge als für den Schal aus dickerer Wolle vorgegeben. Von meinem Sockenwolleeinkauf im Dezember ist bisher noch kein Knäuel angestrickt, das würde sich dann auch sinnvollerweise endlich ändern. Außerdem kann ich mir das Muster gerade sehr gut in hellgrau – türkis vorstellen. Ein guter Plan also. Das Strickmuster gab es für ein paar Tage sogar kostenlos zum download. Klug wie ich bin, habe ich es auf dem Tablet heruntergeladen, ein bisschen angelesen und dann nicht wirklich gespeichert. Und natürlich ist ausgerechnet dieses pdf nicht richtig im Tabletspeicher abgelegt worden (oder mit einem cleveren timer versehen?), jedenfalls ist es jetzt weg. Ich überlege noch, ob ich jetzt ein paar Euro investiere oder einfach improvisiere. Ein assymmetrisches Dreieckstuch ist von der Konstruktion her ja simpel, Streifen und Lochmustereihen kann man nach Gefühl einstricken und dann muss ich noch nicht mal Reihen zählen. Irgendwie ist mir dabei aber etwas unwohl, denn es fühlt sich doch ein bisschen nach Ideenklau an. Ich würde auf jeden Fall wirklich frei Schnauze stricken und mir das Original nicht wieder angucken bis ich fertig bin – Position und Größe der Streifen abzugucken wäre mir dann wirklich zu sehr Plagiat. Schwierig. Wenn ich meine Mütze in dem Tempo weiter stricke, dass ich bisher an den Tag gelegt habe, habe ich noch viel Zeit zum Nachdenken. Oder mir läuft in der Zwischenzeit noch ein anderes Muster über den Weg. Man weiß ja nie 🙂

Erstmal verlinke ich meine Mütze bei Maschenfein und der Auf den Nadeln Sammlung, einer großartigen Inspirationsquelle.

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Auf den Nadeln im Dezember

Die Zeit, sie rennt. Die Projekte von letztem Monat sind fertig geworden. Die Mütze für meinen Papa zeige ich euch hier, das Patenkind-Weihnachtsgeschenk ist für alle außer der Patenkindfamilie hier zu sehen.

Gerade noch auf meinen Nadeln, aber schon ein ganzes Stückchen weiter als auf dem Foto ist diese Mütze. Das Muster ist der „Basic Norwegian Star Hat“, dieses Exemplar soll mein Bruderherz zu Weihnachten bekommen.

Wenn es jetzt nicht schon wieder dunkel wäre, würde ich noch fix ein Foto von einer kleinen Amigurumispielerei machen, die jetzt auch schon bestimmt eine Woche auf Vollendung wartet. Die Anleitung will ich euch aber nicht vorenthalten: Roll-Up Armadillo.
Ansonsten gibt es leider nichts weiteres Zeigbares. Ich habe zwar noch ein paar Pläne, was man noch so für Weihnachten „fix“ stricken könnte und vielleicht sogar was auf den Nadeln, aber der Feind liest ja bekanntlich mit. Im Januar zeige ich dann alles, was sich diesen Monat noch so ergeben sollte 😉

Ich bin dann mal wieder auf dem Sofa. Bisschen stricken. Ihr könnt ja bei Maschenfein die Werke anderer Stricker in der Auf den Nadeln Sammlung bewundern.

Auf den Nadeln im November

Nachdem ich jetzt über’s Nähen geschrieben habe, ist ein Update zu meinen Strickprojekten natürlich Pflicht. Allzuviel habe ich nicht zu zeigen, aber ich liege zumindest was die Pflicht-Weihnachtsgeschenke angeht ganz gut im Zeitplan.

Meine Stavangerlua ist fertig geworden und ich trage sie beinahe täglich. Sie ist für dieses komische Herbstwetter nicht zu warm und passt wunderbar unter den Fahrradhelm. Ein bisschen länger oder ein bisschen kürzer könnte sie sein, irgendwie ist die Länge so zwischen „passt genau auf den Kopf Mütze“ und „hängt ein bisschen Beanie“. Ich störe mich da aber nicht dran, sie gefällt mir einfach zu gut.

Ich habe endlich die schöne Schafwolle vom Strang auf Knäuel gewickelt. Ganz klassisch, mit dem Besten als Assistenz. Zu meiner großen Überraschung ist nicht ein Knäuel draus geworden, sondern gleich fünf. Es hat halt ein paar kleinere Spinnfehler, an denen das Garn dann schnell reißt. Besser das passiert beim Wickeln als beim Stricken! Außerdem entfallen sicher 85% auf zwei dicke, runde Knäuel, ich mache mir da wenig Sorgen. Nach einer kleinen Maschenprobe habe ich dann einfach mal losgestrickt. Da es eine Mütze für meinen Vater werden soll, halte ich sie ganz schlicht. Ein klassisches Bündchen, ein Stück glatt rechts und dann kommt auch bald schon die Spitze. Dafür werde ich mich mit den Abnahmen am „Scarptastic Hat“ orientieren. Ich bin zuversichtlich, dass ich damit diesen Monat noch fertig werde. Edit: innerhalb von 24 Stunden nachdem ich diesen Artikel geschrieben habe, ist das gute Stück fix und fertig 😀

Weiterhin bin ich mit dem Weihnachtsgeschenk für das Patenkind ebenfalls in den letzten Zügen. Alle bis auf die Patenkindfamilie (ihr wollt euch doch überraschen lassen, ne?) können hier auf der ravelry-Projektseite mal gucken 😉

Das ist alles, was aktuell in Arbeit ist. Noch mehr tolle Strickprojekte gibt es bei Maschenfein und der auf den Nadeln Sammlung. Nächsten Monat werde ich wohl kaum etwas zeigen können, denn die letzten Geschenke müssen bearbeitet werden 😉

Auf den Nadeln im Oktober

Der Monat ist ja fast schon wieder rum, aber ich wollte mit diesem Eintrag zumindest solange warten, bis ich mal was Neues zeigen kann. Denn: meine Sockenprojekte sind endlich fertig geworden!
Die Zopfmustersocken gefallen mir sehr gut, auch wenn Socken Nummer 2 aus unbekannten Gründen irgendwie schmaler geworden ist (fester gestrickt nehme ich an…). Schönere Fotos sind bei der aktuellen Wetterlage leider nicht drin, bitte verzeiht mir.

Auch die Socken aus Regia Colormania sind fertig. Ich war zwischenzeitlich ziemlich überrascht von meinem Stricktempo, geradeaus rechts geht wirklich flott.

Beide Sockenpaare sind jetzt in die „für Weihnachten“ Kiste gewandert und werden dann hoffentlich jemanden erfreuen.
Da ich ja sonst nix zu tun habe, habe ich gleich das nächste Projekt angeschlagen: eine Mütze für mich, nach norwegischem Rezept. Ich mag die Farben und deren Zusammenspiel sehr. Der Rest ist mal wieder ein Lehrstück. Man sollte sich zumindest mal angucken, welche Maschenprobe in einer Anleitung steht, denn selbst wenn es die gleiche Nadelstärke ist, gibt es da große Unterschiede. Ich hoffe jetzt einfach sehr, dass die fertige Mütze weit genug nachgibt, um auf meinen Kopf zu passen. Der Beste bezweifelt das zwar sehr, aber ich bin zuversichtlich. Zur Not wird es ein Baby-Geschenk.

Außerdem habe ich mal wieder festgestellt, dass wenn schon zweifarbig, dann doch bitte was geometrisches, regelmäßiges. Das sieht dann natürlich nicht so cool aus, aber man kann sich selbst viel weniger verwirren und besser beim Fernsehen nebenher stricken. Ich hoffe ich kann das jetzt endlich mal als Konsequenz daraus mitnehmen und mich nicht mehr verleiten lassen. Gibt da ja schon abgefahrene mehrfarbige Muster.

Auf meiner Strickliste steht dann noch ein Weihnachtsgeschenk für meinen Papa aus reiner Schafwolle, handgesponnen und pflanzengefärbt. Die Wolle habe ich bei unserem letzten Besuch auf dem Landsitz im Cafe Landleben erstanden, der Preis ist mit 10€ für 100g für diese Qualität wirklich günstig. Jetzt muss ich nur noch die Muße finden, den Strang auf ein Knäuel zu wickeln und mal eine Maschenprobe zu stricken, Empfehlungen zur Nadelstärke gab’s leider nicht dazu 😉

Zu guter Letzt ist mir auch noch ein ganz spezieller Weihnachtswunsch unseres Patenkindes zu Ohren gekommen. Da die Mama hier aber gelegentlich mitliest, werde ich keine Details verraten, es soll ja eine Überraschung bleiben. Noch habe ich auch nicht entschieden, was genau es wird.

Das ganze Gestrick schicke ich dann mal zu Maschenfein und der „auf den Nadeln“ Sammlung für diesen Monat. Mal schauen ob ich in zwei Wochen schon wieder Neues zum Zeigen habe 😉