Auf den Nadeln im Juli

Ja, ich stricke noch. Nicht sehr viel, da fehlt es leider einfach an Zeit. Bis auf ein kleines Geheimprojekt hat sich in den letzten Monaten sehr wenig getan, deshalb gab es auch keinen Auf den Nadeln Beitrag für Mai und Juni. Mein foragers scarf liegt dementsprechend immer noch unangetastet in der Ecke. So langsam kommt aber die Lust zurück daran weiterzuarbeiten. Bevor ich mich aber hinsetze und meine falsche Reihe aufribbel, musste ich aus gegebenen Anlass noch zwei Kleinprojekte einschieben. Socken gehen ja immer und Babysöckchen noch viel besser, sind sie doch fix fertig und unheimlich niedlich.
Das erste Modell ist schon von den Nadeln runter. Das Zopfmuster ist nach einer Anleitung von Drops gestrickt, die sich auf Ravelry mit dem wunderschönen skandinavischen Namen „Sockor med Flätmönster“ findet. Ansonsten habe ich mich für die Maße an mein Babysockenheft von Regia gehalten und 36 Maschen angeschlagen. Weil durch das Zopfmuster das 2re2li Bündchen nicht mehr aufgeht habe ich dort eben auch noch einen kleinen Zopf über 4 Maschen gestrickt, in jeder 3. Runde verzopft. So im Nachhinein würde ich über diese 4 Maschen lieber einen doppelten Zopf stricken, ähnlich wie der vordere (versteht man was ich meine?). Gestrickt sind die Socken aus einem Rest Regia Colormania. Ein ganz wunderbare buntes Garn, das aber verstrickt irgendwie nur halb so toll aussieht wie im Knäuel. Das Zopfmuster tut diesem Garn aber erstaunlich gut.

Das zweite Paar Socken ist immerhin schon zur Hälfte fertig und damit technisch gesehen gerade auch gar nicht auf den Nadeln. Kommt aber noch! Auf der Suche nach einen schönen Strukturmuster bin ich auf Pretty Harbour gestoßen und habe kurzerhand angeschlagen. Ich habe mich dann für ein gut abgelegenes Knäuel Wolle Rödel Sport und Strumpfwolle Classik aus meinem Vorrat entschieden, um das Muster nicht auch noch mit gemustertem Garn zu erschlagen. Ein wenig zu unruhig ist mir aber selbst dieses Unigarn noch. Trotz der gleichen angeschlagenen Maschenzahl wird bei diesem Muster der Socken deutlich breiter und sieht gar nicht mal mehr so babyklein aus. Aber egal, dann passt er halt im Winter.

Ich merke inzwischen dass sich meine Strickspannung von völlig verkrampft fest zu locker flockig geändert hat. Ich befürchte ich werde demnächst mal 2.25mm Nadeln für Socken testen müssen, denn das Strickbild ist schon ein wenig unregelmäßig und fluffig, besonders bei Mustersocken nicht unbedingt vorteilhaft.

Jetzt gehen diese Söckchen aber erstmal zu Maschenfeins Auf den Nadeln Sammlung, bei der ich mich immer wunderbar inspirieren und motivieren lasse weiter zu stricken. Und dann werde ich demnächst mal wieder meinen forager in die Hand nehmen. Ganz sicher.

Auf den Nadeln im April

Herrje, Kinder, wie die Zeit vergeht. Da haben wir es schon wieder Ende April und ich bin nicht so wirklich viel weiter mit meinen Projekten auf den Nadeln.
Eigentlich wollte ich letzte Woche beim gemütlichen Skype Gespräch nebenher ein bisschen Strecke an meinem Schal machen – und habe mich prompt verstrickt. Jetzt muss ich eine ganze Reihe wieder aufdröseln, bei den ganzen Umschlägen und Abnahmen etwas, auf das ich eigentlich gut verzichten kann. Deshalb liegt der forager’s scarf jetzt auch erstmal in der Ecke, bis ich die nötige Ruhe und Muße aufbieten kann (mehr zu meinem Schal übrigens auch hier und hier).

Während meiner Fahrt nach Amsterdam habe ich voller Reiseeuphorie mal wieder ein paar Socken angeschlagen, diesmal aus Restewolle. Um auch ganz sicher zu gehen, dass mein Plan aufgeht, habe ich den Schaft etwas kürzer gestrickt und immerhin eine halbe Socke im Zug gestrickt.

Dieser Beitrag ist übrigens ein kleines Jubiläum: seit einem Jahr trage ich nun schon meine Strickprojekte zu MaschenfeinsAuf den Nadeln“ Aktion bei und freue mich jedes Mal über die vielen tollen Links die dort zu finden sind. Vielen Dank liebe Marisa für diese schöne Aktion! Ich bin jetzt wieder voll motiviert die Nadeln in die Hand zu nehmen. Vielleicht gibt es dann im Mai tatsächlich richtige Fortschritte zu sehen? 😉

Auf den Nadeln im Oktober

Der Monat ist ja fast schon wieder rum, aber ich wollte mit diesem Eintrag zumindest solange warten, bis ich mal was Neues zeigen kann. Denn: meine Sockenprojekte sind endlich fertig geworden!
Die Zopfmustersocken gefallen mir sehr gut, auch wenn Socken Nummer 2 aus unbekannten Gründen irgendwie schmaler geworden ist (fester gestrickt nehme ich an…). Schönere Fotos sind bei der aktuellen Wetterlage leider nicht drin, bitte verzeiht mir.

Auch die Socken aus Regia Colormania sind fertig. Ich war zwischenzeitlich ziemlich überrascht von meinem Stricktempo, geradeaus rechts geht wirklich flott.

Beide Sockenpaare sind jetzt in die „für Weihnachten“ Kiste gewandert und werden dann hoffentlich jemanden erfreuen.
Da ich ja sonst nix zu tun habe, habe ich gleich das nächste Projekt angeschlagen: eine Mütze für mich, nach norwegischem Rezept. Ich mag die Farben und deren Zusammenspiel sehr. Der Rest ist mal wieder ein Lehrstück. Man sollte sich zumindest mal angucken, welche Maschenprobe in einer Anleitung steht, denn selbst wenn es die gleiche Nadelstärke ist, gibt es da große Unterschiede. Ich hoffe jetzt einfach sehr, dass die fertige Mütze weit genug nachgibt, um auf meinen Kopf zu passen. Der Beste bezweifelt das zwar sehr, aber ich bin zuversichtlich. Zur Not wird es ein Baby-Geschenk.

Außerdem habe ich mal wieder festgestellt, dass wenn schon zweifarbig, dann doch bitte was geometrisches, regelmäßiges. Das sieht dann natürlich nicht so cool aus, aber man kann sich selbst viel weniger verwirren und besser beim Fernsehen nebenher stricken. Ich hoffe ich kann das jetzt endlich mal als Konsequenz daraus mitnehmen und mich nicht mehr verleiten lassen. Gibt da ja schon abgefahrene mehrfarbige Muster.

Auf meiner Strickliste steht dann noch ein Weihnachtsgeschenk für meinen Papa aus reiner Schafwolle, handgesponnen und pflanzengefärbt. Die Wolle habe ich bei unserem letzten Besuch auf dem Landsitz im Cafe Landleben erstanden, der Preis ist mit 10€ für 100g für diese Qualität wirklich günstig. Jetzt muss ich nur noch die Muße finden, den Strang auf ein Knäuel zu wickeln und mal eine Maschenprobe zu stricken, Empfehlungen zur Nadelstärke gab’s leider nicht dazu 😉

Zu guter Letzt ist mir auch noch ein ganz spezieller Weihnachtswunsch unseres Patenkindes zu Ohren gekommen. Da die Mama hier aber gelegentlich mitliest, werde ich keine Details verraten, es soll ja eine Überraschung bleiben. Noch habe ich auch nicht entschieden, was genau es wird.

Das ganze Gestrick schicke ich dann mal zu Maschenfein und der „auf den Nadeln“ Sammlung für diesen Monat. Mal schauen ob ich in zwei Wochen schon wieder Neues zum Zeigen habe 😉

Auf den Nadeln

…habe ich im Moment ein Paar Socken. Vor laaanger Zeit, ich glaube, zwei Jahren, dachte ich „boah, jetzt hast du das mit dem Socken stricken raus. Auf geht’s, Mustersocken!“ und stöberte begeistert durchs Internet. Ich fand Mojo-Socken, die so witzig aussehen und vom Muster her wirklich simpel zu stricken sind. Ich kaufte Wolle und legte los. Es ging so leidlich voran, irgendwann war die erste Socke fertig und dann… kam der Sommer, kamen andere, dringendere Projekte (Babysocken zum Beispiel, da ist das Zeitfenster begrenzt) und die einsame Mojo lag halt so in der Wollkiste. Bis ich vor ein paar Wochen die schöne Wolle wieder in die Hände bekam und schwungvoll eine zweite Mojo anschlug. An der stricke ich jetzt und werde auch noch ein Weilchen dran stricken, denn meist fehlt entweder Zeit, Lust oder Muße. Aber wenn, dann freue ich mich über den Fortschritt und auf die gute Laune Socken an meinen Füßen.

Mojo Profis werden sehen, dass ich die zweite Mojo in der gleichen Musterfolge stricke wie die erste. Ich möchte halt ein schönes Bündchen als Abschluss oben haben und kann so auch die Ferse im Muster stricken. Sockenprofis sehen vielleicht, dass ich die zweite Socke mit einem anderen Farbverlauf gestartet habe. Ich finde es passt zum Muster und zum Garn, das ja auch mehr bunt als akkurat gestreift aussieht. Außerdem war ich einfach zu faul, das Knäuel bis zum richtigen Farbstreifen abzuwickeln 😉

Die Wolle ist aus einer Schafpatenreihe von Opal, soviel weiß ich noch, die Banderole ist leider verschwunden. Ich finde die Farben ganz wunderbar und überlege schon was ich aus eventuellen Resten stricken könnte. Mojos wahrscheinlich nicht, denn irgendwie werden die Runden links nicht so schön und stricken sich nicht so flott von der Hand, wie ich das gern hätte. Ich denke, ich bleibe bei normalen, langweiligen Socken, nach den Mojos möchte ich welche zum Verschenken stricken, da habe ich eine Deadline und muss gut vorankommen 😉

Diesen Beitrag schicke ich zum Maschenfein Blog, wo viele andere Profistricker zeigen, was sie so auf den Nadeln haben.